DPAAngehende Landschaftsarchitekten lernen an der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf den Umgang mit der Wünschelrute und Raumplanung nach fernöstlicher Qi-Energie. Kritiker sind entsetzt über das Esoterik-Seminar. Die Hochschule aber meint: Wo ein Markt ist, da muss auch ein Angebot her.
http://www.spiegel.de/unispiegel/wun...813927,00.html
Eine Hochschule ist keine Privatunternehmen mit Gewinnmaximierung. Selbst eine Privatuni müsste, analog zur Privatschule, sich an gesetzliche Vorgaben bezüglich des Lehrinhalts halten.
Es kann nicht sein, dass im Bildungsbereich wissenschaftlich nicht belegte Thesen sogar im Rahmen eigener Vorlesungen verbreitet werden. Das ist unabhängig von Markt- oder Modetrends. Sonst gibt es demnächst auch Vorlesungen in Sterndeuten, Kaffesatzleserei und Intelligent Design.
Dazu ein wenig schlechtes Gewissen der Natur gegenüber, dem man mit einer Spende an Greenpeace aber abhelfen kann, und fertig ist die Ersatzreligion für den modernen, urbanen Atheisten (MUA).
Der sich gerne über das "Märchenbuch" Bibel mokiert und meint der Papst hätte Wahnvorstellungen.
esoterik gibts da aber auch:
Hochschulen mit pseudowissenschaftlichen Lehr- und Forschungsinhalten
Und was gibt es als Nächstes? Feng Shui für Maschinenbau-Konstrukteure, Handauflegen für Elektrotechniker, Wunderheilung für Kraftfahrzeugmechatroniker...
So einen (wissenschaftlich gesehen) Unfug können Studierende in ihrer Freizeit machen, aber nicht als Seminar. Gibt es dazu auch später Prüfungen? Und wie sehen die aus? Wer die Wasserleitung in der Toilette gefunden hat, hat bestanden?
So neu ist das nicht. Alles was unter dem Label Baubiologie läuft ist eine krude Mischung aus Esoterik, Pseudowissenschaft und echten empirischen Erkenntnissen.
Heraus kommt überwiegend zeitgeistkonforme Beutelschneiderei.