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Erziehung: Kleine Einsteins

Psychologen vermelden einen Ansturm von Eltern, die ihre Kinder für hochbegabt halten. Selbst schlechtes Benehmen wird dabei gern in überdurchschnittliche Intelligenz umgedeutet.

http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,617440,00.html
  1. #150

    Schlechter Artikel mit schlicht falschen Angaben

    Die angeblichen Aussagen von Dr. Hagen Seibt, Frau Susanne Hofmann sowie die Aussagen von Prof. Rost in dem Artikel sind öffentlich widerrufen worden oder schlicht falsch.

    Prof. Rost zeigt, dass etwa 16% der Hochbegabten den "Underachievern" zuzuordnen sind, Hochbegabten, die hinter ihren Möglichkeiten zurückbleiben (bei Rost Schüler mit Noten von 3 und schlechter).
    84% der Hochbegabten haben also Noten von 2,9 und besser.

    Rost behauptet im Artikel angeblich:
    "Bei Studien an kleinen Probanden habe sich gezeigt, dass weit über 90 Prozent "sehr gute Noten" schrieben und sozial absolut angepasst seien."

    und

    "Wenn ein tatsächlich hochbegabtes Kind sich in der Schule danebenbenehme, dann habe das 'in 90 Prozent der Fälle mit Erziehungsversagen und nicht mit überragender Intelligenz zu tun'."

    Richtig ist eine ganz andere Aussage von Rost:
    "Langeweile (ist) kein Indikator für Hochbegabung, sondern für schlechten Unterricht." (aus ZEIT 6.6.2007)

    Prof. Rost hat seine Studien so angelegt, dass Hochbegabte und Hochleister getrennt voneinander erforscht werden. Sein Hauptwerk heißt:
    "Hochbegabte und hochleistende Jugendliche" (vgl. http://www.amazon.de/Hochbegabte-hoc...968393&sr=8-5), und dies, weil Hochbegabte und Hochleister eben gerade NICHT identisch sind.

    Kernthese von Kleinhubbert ist:
    "Dass Mütter und Väter rüpelhaftes oder arrogantes Verhalten ihrer Sprösslinge mit herausragender Intelligenz rechtfertigen, ist allerdings längst Alltag an deutschen Schulen."

    Die These ist falsch und rückt öffentlichkeitswirksam sämtliche Aktivitäten zur Förderung und sachgerechten Diskussion zu Hochbegabten in ein schlechtes Licht.

    Kleinhubbert bringt wiele komische "Fakten":
    - Eutin hat 18.000 Einwohner - bei 2% Hochbegabten gibt es in Eutin 360 - weshalb regt er sich über 20 HB-Kinder in Eutin auf? Kann er nicht rechnen?
    - "immer mehr Eltern fahnden mit mikroskopischem Blick nach Indizien, die die Geistesgröße ihrer Kinder belegen" (aber seit "der große IQ-Test" mit Günther Jauch ist das Thema aktuell und wird auch vom Spiegel durch regelmäßige Berichte über Hochbegabte angetrieben - logisch, dass Eltern zunehmend darauf achten)
    - Empörung, es "gelinge nur gut einem Drittel der kleinen Testpersonen, einen IQ von über 130 nachzuweisen" im Sinne von "nur NOCH" (der Anteil von etwa 33% ist schon seit vielen Jahren konstant, auch bevor die Nachfrage nach Testungen angestiegen ist!
    Außerdem wird bei flächendeckenden Tests ein Geschlechterverhältnis unter den erkannten hochbegabten Kindern von etwa 50% zu 50% erzielt, in den Beratungsstellen aber nur ein Verhältnis von 33% weiblich zu 66% männlich - es besteht ein Nachholbedarf bei der Erkennung von weiblichen Hochbegabten)
    - die Wortneuschöpfung "Test-Hopper"
    (der erste Test bei meiner Tochter wurde von einer unerfahrenen Pädagogin mit einem veralteten Test durchgeführt, der zweite Test hingegen von der Beratungsstelle BRAIN von Prof. Rost in Marburg - erst im zweiten Test wurde ihre Hochbegabung festgestellt, bin ich auch ein Testhopper?)

    Eltern sind mit der Nachricht, dass ihr Kind hochbegabt ist, nicht glücklich und hätten es lieber, ihr Kind "wäre ganz normal" aus Angst vor Repressionen der Umwelt.

    Kleinhubberts Text ist Wasser auf die Mühlen derer, die voller Vorurteile auf das Thema HB schauen und die Diskussionen um HB unterbinden wollen.
  2. #151

    Womöglich

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Psychologen vermelden einen Ansturm von Eltern, die ihre Kinder für hochbegabt halten. Selbst schlechtes Benehmen wird dabei gern in überdurchschnittliche Intelligenz umgedeutet.

    http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,617440,00.html
    sollten zunächst die Eltern erzogen werden, bevor sie ihre Kinder erziehen. ;-)


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