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Erziehung: Kleine Einsteins

Psychologen vermelden einen Ansturm von Eltern, die ihre Kinder für hochbegabt halten. Selbst schlechtes Benehmen wird dabei gern in überdurchschnittliche Intelligenz umgedeutet.

http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,617440,00.html
  1. #140

    ja und?

    Zitat von reflexxion Beitrag anzeigen
    Er hat sich also alles selbst erarbeitet, ohne Sponsoring der Eltern und sonstige Boni. Heute ist er Universitätsprofessor, das hab ich mal gegoogelt.
    Natürlich kommt es vor, dass ungeförderte Hochbegabte Erfolg haben. Aber inwiefern spricht das gegen Hochbegabtenförderung?

    Es gibt auch Menschen, die erfolgreich sind, obwohl sie schlechte Schulen besucht haben oder unfähige Lehrer hatten. Aber daraus zieht zum Glück keiner die Schlussfolgerung, dass wir keine guten Schulen und keine fähigen Lehrer haben sollten.
  2. #141

    Missverstaendnis?

    Ich glaube, die wenigsten Personen werden abstreiten, dass Begabung foerderungswuerdig ist - genauso wie ein talentierter Sportler oder Musiker Foerderung verdient hat!

    Es geht ja eher darum, dass heutzutage oft schlechtes Benehmen, keine Hausaufgaben machen etc. mit Hochbegabung "entschuldigt" werden. Ein Sportler kann auch nicht seinen Trainer anpoebeln oder nach Belieben einfach nicht zum Training erscheinen. Ein Musikerkind muss ueben, oder der Klavierlehrer verliert ganz schnell das Interesse an der Foerderung. Ich habe ein wenig dass Gefuehl, dass die Betonung in der Hochbegabtenfoerderung ein bisschen zu sehr auf "was ist die Welt mir schuldig" liegt, und ein bisschen zu wenig auf "was sind meine Pflichten - was kann ich auch dazu tun". Zum Beispiel kommt es sehr gut an, wenn man - als Denkeschoen fuer spezielle Aufmerksamkeit/Foerdung von seiten eines Lehrers - sich anbietet, einem besonders schwachen Schueler in der Klasse (dem der Lehrer auch nicht genug Zeit widmen kann), einmal oder zweimal pro Woche Nachhilfe zu erteilen. Dabei waechst auch das gegenseitige Verstaendnis fuereinander...
    Ich glaube, die meisten Lehrer und Schulleiter sind generell zugaenglich fuer Wuensche wie spezielle Foerderung, extra-Faecher, Springen, Wettbewerbs-Teilnahme - wenn man eben mit etwas humility auftritt und nicht so, als haette man schon den Nobelpreis in der Tasche und als gaebe es in der Klasse keine anderen Kinder als das eigene :-)
  3. #142

    Wen bitte wundert das?

    In Kindergärten wird dreijährigen das Lesen und Rechnen eingepaukt - nicht in Deutschland, noch nicht, aber z.B. hier in Australien. Jeder einzelne Kindergarten hat mir seinen pädagogischen Anspruch für die Kinder versichert. Danach der Notenwahn in der Schule, die Jagd nach dem besten Abi. Im Studium dann geht es nicht darum, zu Lernen, Wissen zu sammeln, sondern um Noten, Punkte, Studienzeiten, Auslandssemester, prestigeträchtige Praktika. Im Job geht es um Karriere, Geld, Macht, Rentenansprüche. Das ganze Leben dreht sich um nichts anderes mehr.

    Wer wundert sich denn dann noch wirklich über diese Hochbegabten-Hysterie, die eigentlich nur ein Spiegel dessen ist, was die Gesellschaft für erstrebenswert hält?
  4. #143

    Die Eltern solcher Kinder sind nicht zu beneiden

    leider tickt unsere Tochter oft anders als Kinder mit einem weinger hohen IQ, daher ist das Leben mit diesem Kind nicht so einfach und unkompliziert.
    Bei der Erziehung braucht man viel Kraft, Ausdauer und man muß Beobachten und Abwarten lernen.
    sie hat keine Freunde im Alltag. Sie ist oftmals aggressiv und manchmal hat man das Gefühl sie hätte ADHS oder wäre Autist.
    Oft gibt es Tage da ist sie in der Entwicklung zurück, da denkt man sich, dass kann jetzt nicht wirklich sein.
    Doch in dieser Zeit schöpft sie Kraft und dann merkt man wieder einen großen Entwicklungssprung.
    Sie kann nicht schreiben, nicht lesen, nicht rechnen, wie manche Kinder mit einer Hochbegabung, doch das ist auch nicht ausschlaggebend.
    Sie wird von uns gefordert so wie es will und in den Momenten braucht.
    Sie steht sich oft selbst im Weg und hat in der Kita massive Schwierigkeiten. Sie gilt als verzogen und frech.
    Sie hat Wutausbrüche und kann sich artikulieren wie eine 15 Jährige.
    Sie kann auch sehr lieb, sozial und kuschelig sein, doch alles für die Kleine zu ihrer Zeit.
    Sie liebt ihre Bücher, ihre CD´s , ihr Fernsehsendungen und ihre PCspiele.
    Sie tanzt und singt gerne. Sie macht gerne Musik. Sie matscht gerne und liebt ihre Freiheit.
    Sie liebt ihre Bücher, ihre CD´s und ihr Fernsehen
    Deshalb geht sie jetzt zum kreativen Tanz, in die Musikförderung und ist sooft es geht draussen auf dem Spielplatz.
    Doch Freunde hat sie keine Einzigen im privaten Beereich. Sie spielt auch nicht mit Kindern auf dem Spielplatz.
    Doch sind wir auf dem Treffen der "Hochbegabten" (wort ist auch da tabu) ist Sie in ihrer Welt mit den Kindern aus ihrer Welt.

    So und nun frage ich mich, ob wir Eltern darum zu beneiden sind ein hochbegabtes Kind zu haben.

    Doch bei den Eltern ist leider der Wuschgedanke groß, doch das war immer so, denn wie oft werden Kinder in Sportarten gesteckt, oder zu Instrumenten gezwungen, oder, oder, was die Eltern schon immer mal machen wollten und nie konnten aus welchen Gründen auch immer.
    Doch wer wirklich ein "hochbegabtes" Kind hat ist auch immer in der normalen Gesellschaft einsam, es sei denn, man ist unter Gleichgesinnten.
  5. #144

    Kinder als Statussymbol zu missbrauchen ist immer schlecht.

    Wer will Eltern verdenken, das sie abklären lassen möchten, ob eine Hochbegabung vorliegt, wenn ihr Kind zutreffende Indizien zeigt? Und warum ist das ein Problem? Wenn Eltern Lernstörung untersuchen lassen möchten, wundert sich niemand darüber.

    Über das Begabungsprofil gibt eben erst ein IQ-Tests auch Fachleuten ein wirklich aussagekräftiges Bild. Denn wir Eltern, denen ja oft Vergleiche mit anderen Kinder fehlen, schätzen den eigenen Nachwuchs gerne „zu gut“ ein. Das kann, richtig dosiert, ein guter Ansporn sein.
    Berichte von Kindern die auch von ihren Lehrern nicht als Hochbegabte erkannt und in Folge davon falsch eingeschätzt werden, wecken zudem nicht gerade das Vertrauen in die Fähigkeiten des Schulsystems, wenn es um dieses Thema geht. Die richtige Einschätzung eines Kindes ist aber in meinen Augen die Vorraussetzung, es überhaupt individuell fördern zu können. So wie es das Gesetz ja vorschreibt.

    Das Problem liegt in meinen Augen nicht im feststellenlassen von Fakten, sondern im Umgang mit dem Thema. Es ist viel Irrglaube im Umlauf. Da geistert z.B. noch die falsche Annahme herum, das Hochbegabte einen Freifahrtschein für die Karriere und ein Pluspunkt im Rennen um Ausbildungs- und Studienplätze haben. Klar, das dass gerade in der heutigen Zeit bei dem Gedrängel um die besten Plätze Grund für den Test ist.

    Und wenn wirklich eine Hochbegabung vorliegt: Eltern, die die Zukunft ihrer hochbegabten Kinder anhand ihres Potentials schon in trockenen Tüchern sehen, irren schwer. Denn auch hier gilt: Ohne Fleiß kein Preis, denn der IQ ist nur ein Faktor von vielen.
    Und was ist, wenn bei einen erneuten Test, 3 Jahre nach dem ersten, wie bei meinem jetzt 12 jährigen Sohn, der IQ „nur noch“ 116 statt dem damals getesteten IQ-Wert von 132 ist? (Der IQ ist nämlich keine feststehende Größe). Oh, Gott, die Hochbegabung ist futsch! Was nun? Keine Problem für uns und unseren Sohn, denn wir sind klug und vorsichtig mit der Situation umgegangen.
    Da machen viele Eltern auch aus Unwissenheit über das Thema schwere Fehler. Viele sinken z.B. buchstäblich vor dem Intellekt ihrer Kinder auf die Knie und vergessen, dass auch (oder besonders) für hochbegabte Kinder klare Grenzen und Regeln unerläßlich sind.

    Hilfreich wäre, meiner Meinung nach, die weitere Entzauberung des Themas Hochbegabung durch Information in den Medien und Schulen. Da sind wir auf dem richtigen Weg. Auch wenn das als Folge eben auch immer wieder unerwünschte Auswüchse zur Folge haben wird.

    Ein Satz noch zum Thema Statussymbol: Das gilt immer, wenn Kinder als Mittel eingesetzt werden um das Image ihrer Eltern zu heben. Sei es als Fußballkünstler, Tennisstars, Musiktalente oder eben als Hochbegabte.
  6. #145

    Hochbetagung -die Entwicklung zum Deutschen horror sapiens

    Zitat von hdwinkel Beitrag anzeigen
    Zu Ihrem Beitrag fällt mir eigentlich nur ein: Wir entwickeln uns immer mehr hin zu einer Diktatur der Doofen.

    Wir leben in der besten Demokratie,
    die Restdeutschland je hatte.
    In einer ...Demokratie... bestimmt die Mehrheit.
    Also ist Demokratie die Diktatur der Mehrheit.
    Mir kommt da F.Schiller in den Sinn:
    Erinnere mich schwach, das da ein >Tassilo< irgendwo sagt
    ...
    Mehrheit - Mehrheit - was soll solcher Unsinn!
    Verstand ist stets bei wen`gen nur gewesen
    ...
    Zur Hochbegabung:
    Nach meinem Wissen studieren nur in NRW ca 420.000 Individuen.
    ca 40.000 studieren Naturwissenschaftliche Fächer.
    Davon werden beigott nicht alle fertig.
    Was mag der Rest ...studieren?
    z.B auf 10 sogen. Juristen gibt`s 1, in Worten EINEN
    Arbeitsplatz für einen! Juristen.
    Mit WiSo und SoWi und ähnlicher homöophatischer Intelligenz
    kann man Großraum-Büros vollstecken.
    Nur produzieren die keinen ..Mehrwert..
    oder war`s - Nährwert.
  7. #146

    Ungenutzte Hochbegabung

    Zitat von curiosità Beitrag anzeigen
    Ich wundere mich immer, mit welcher diebischen Freude Geschichten erzählt werden, in denen Hochbegabte im Leben scheitern. Was ist so amüsant daran, wenn Talent ungenutzt bleibt?

    Neid.
    Sozial-Neid der, warum auch immer,
    geistig minderbemittelten Mehrheit.
    Die - Schönste - Beste
    Deutsche Demokratische Bundes- Republik
    versagt meiner Ansicht nach
    seit der Entstehung der 68er Typen,
    Schlagworte:
    >Marsch durch die Institutionen<
    >Macht kaputt was euch kaputt macht<
    > Alle Menschen sind gleich<
    >ALLE! Vor allem die Sozialisten<
    politisch und gesamtgesellschaftlich gewollt
    bei der wichtigsten Investition
    in und für das Weiterbestehen der Republik:
    In der Erziehung.
    folglich bei der Bildung.
    Hochbegabung - gibt es nicht- das ist nicht sozial!
    Alexander von Humboldt ...
    watt iss dattdenn..?
  8. #147

    sigridh

    Diesen Beitrag finde ich wirklich überzeugend. Auf Anhieb wird mir klar, dass diese Mutter genauestens dem beschriebenen Klischee entspricht. Armes Kind! Arme Familie! Die beschriebene Tochter möchte ich als Erwachsene nicht erleben; heute natürlich auch nicht.

    Zitat von sigridh. Beitrag anzeigen
    leider tickt unsere Tochter oft anders als Kinder mit einem weinger hohen IQ, daher ist das Leben mit diesem Kind nicht so einfach und unkompliziert.
    Bei der Erziehung braucht man viel Kraft, Ausdauer und man muß Beobachten und Abwarten lernen.
    sie hat keine Freunde im Alltag. Sie ist oftmals aggressiv und manchmal hat man das Gefühl sie hätte ADHS oder wäre Autist.
    Oft gibt es Tage da ist sie in der Entwicklung zurück, da denkt man sich, dass kann jetzt nicht wirklich sein.
    Doch in dieser Zeit schöpft sie Kraft und dann merkt man wieder einen großen Entwicklungssprung.
    Sie kann nicht schreiben, nicht lesen, nicht rechnen, wie manche Kinder mit einer Hochbegabung, doch das ist auch nicht ausschlaggebend.
    Sie wird von uns gefordert so wie es will und in den Momenten braucht.
    Sie steht sich oft selbst im Weg und hat in der Kita massive Schwierigkeiten. Sie gilt als verzogen und frech.
    Sie hat Wutausbrüche und kann sich artikulieren wie eine 15 Jährige.
    Sie kann auch sehr lieb, sozial und kuschelig sein, doch alles für die Kleine zu ihrer Zeit.
    Sie liebt ihre Bücher, ihre CD´s , ihr Fernsehsendungen und ihre PCspiele.
    Sie tanzt und singt gerne. Sie macht gerne Musik. Sie matscht gerne und liebt ihre Freiheit.
    Sie liebt ihre Bücher, ihre CD´s und ihr Fernsehen
    Deshalb geht sie jetzt zum kreativen Tanz, in die Musikförderung und ist sooft es geht draussen auf dem Spielplatz.
    Doch Freunde hat sie keine Einzigen im privaten Beereich. Sie spielt auch nicht mit Kindern auf dem Spielplatz.
    Doch sind wir auf dem Treffen der "Hochbegabten" (wort ist auch da tabu) ist Sie in ihrer Welt mit den Kindern aus ihrer Welt.

    So und nun frage ich mich, ob wir Eltern darum zu beneiden sind ein hochbegabtes Kind zu haben.

    Doch bei den Eltern ist leider der Wuschgedanke groß, doch das war immer so, denn wie oft werden Kinder in Sportarten gesteckt, oder zu Instrumenten gezwungen, oder, oder, was die Eltern schon immer mal machen wollten und nie konnten aus welchen Gründen auch immer.
    Doch wer wirklich ein "hochbegabtes" Kind hat ist auch immer in der normalen Gesellschaft einsam, es sei denn, man ist unter Gleichgesinnten.
  9. #148

    Dumm ist, wer Dummes tut.

    Amüsant daran ist, zu beobachten, wie Menschen an ihren eigenen Ansprüchen scheitern, wenn sie diese ständig wie eine Monstranz vor sich hergetragen haben. Zu Recht. Mit Neid hat es gewiss nichts zu tun, wenn man das Scheitern von Menschen amüsant findet, die möglicherweise in Einzelfällen in irgendeinem Test tatsächlich einen hohen IQ - wie signifikant dieser auch immer sein mag - erreicht haben, aber gleichwohl auf die Nase fallen. Intelligenz in diesem Sinne ist nicht automatisch mit Klugheit gleichzusetzen. Man kann trotzdem mit Blödheit geschlagen sein. Zitat aus Forest Gump: Dumm ist, wer Dummes tut!

    Zitat von curiosità
    Ich frage mich immer, mit welcher diebischen Freude Geschichten erzählt werden, in denen Hochbegabte im Leben scheitern. Was ist so amüsant daran, wenn Talent ungenutzt bleibt?
    Zitat von nixxnuzz Beitrag anzeigen
    Neid.
    Sozial-Neid der, warum auch immer,
    geistig minderbemittelten Mehrheit.
    Die - Schönste - Beste
    Deutsche Demokratische Bundes- Republik
    versagt meiner Ansicht nach
    seit der Entstehung der 68er Typen,
    Schlagworte:
    >Marsch durch die Institutionen<
    >Macht kaputt was euch kaputt macht<
    > Alle Menschen sind gleich<
    >ALLE! Vor allem die Sozialisten<
    politisch und gesamtgesellschaftlich gewollt
    bei der wichtigsten Investition
    in und für das Weiterbestehen der Republik:
    In der Erziehung.
    folglich bei der Bildung.
    Hochbegabung - gibt es nicht- das ist nicht sozial!
    Alexander von Humboldt ...
    watt iss dattdenn..?
  10. #149

    Eltern setzen nur auf Pseudointelligenz nicht auf Emotionale Intelligenz

    Es ist so wunderbar,wenn Eltern und Lehrer gemeinsam feststellen,hier ist ein Kind das alles sehr schnell aufnimmt.Aber auf die Emotionale Intelligenz vergessen sie zu sehen.
    Sie könnten es feststellen,dass ihr Kind ein Einzelgänger ist,weil es zum Einzelgänger gemacht wurde.
    Es hat sich nur auf diese Schiene begeben und wurde auch nur da gefördert.
    Die Eltern stellen zu früh ihr Kind auf einen Sockel als wäre es schon Einstein.
    Die Kinder von heute haben nicht mehr die gemeinsamen Spiele auf der Straße oder im Garten mit anderen Kindern.
    Die meisten sitzen alleine zu Hause am PC oder Fernseher.
    Mama und Papa arbeiten und sonst ist niemand da der die Emotionen auffängt und wiedergibt.
    Nach einiger Zeit Schule verkümmert dieses Kind.
    Es wird studieren als Einzelgänger.
    Es wird aber im Beruf nicht automatisch Erfolgreich sein.
    Weil eine Seite vernachlässigt wurde wird er sich immer amputiert vorkommen.
    Wir sehen es an vielen Mitarbeitern oder sogar Chef´s
    wie sie sich abmühen und die Welt nicht verstehen.


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