Deutsche Arbeitnehmer gehen immer häufiger wegen seelischer Krankheiten in Frührente* - nach Zahlen der Deutschen Rentenversicherung sind Depressionen und Angststörungen der Hauptgrund für ein unfreiwilliges frühes Ausscheiden aus Beruf. Viele Menschen trifft das Leiden bereits vor dem 50. Lebensjahr.*
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...792117,00.html
Depression ist ein schweres Krankheitsbild - keine Frage. Aber wenn ich in mein Umfeld schaue, frage ich mich, ob da nicht insbesondere beamtete Arbeitnehmer besonders und unangemessen profitieren:
- ein Dorf weiter eine kaum 40-jährige Sportlehrerin, die im Gymnasium (wie die Kinder sagen) den "Psycho" markierte, jetzt frühpensioniert ist, sich drei Pferde gekauft hat und jedem, der es nicht hören will erzählt, wie super es jetzt ihr geht;
- oder ein Nachbar im Viertel (auch Lehrer ...) der erzählt, er sei von Orthopäde zu Orthopäde geeilt, um frühpensioniert zu werden ("Ich kenne jeden Orthopäden im Umkreis von 50 km") und am Ende beim Psychiater landete, der dann in die richtige Diagnose für den Ruhestand fand;
- oder die Erfahrungen einer psychotherapeutische tätigen befreundeten Ärztin, deren kaum 50-jährige Patientin (Lehrerin) nach einem "Burn-Out" auf ein Gutachten über dauerhafte Dienstunfähigkeit drängt, Begründung auf Nachfrage: "Frau Doktor, ich will von meinem Leben noch mal was haben ..."
Da wird m.E. mit einer Diagnose mal wieder Schindluder getrieben, am Ende geraten die wirklich Kranken in Misskredit, weil etlich auf dem gleichen Zug reisen.
Ist aber auch immer wieder schön zu sehen wenn Kollegen, die wegen eines solchen Leidens in den Ruhestand gehen ganz plötzlich von diesem genesen, sobald sie die Firma verlassen haben!
Und nachts als Wachleute arbeiten, obwohl sie jahrelang aufgrund ihrer Erkrankung keinen Schichtdienst mehr machen konnten. Na ja, es soll schon Wunderheilungen gegeben haben!
Wenn diese Möglichkeit besteht, versuchen es sehr viele Staatsbedienstete natürlich ... Ich kenne im Bekanntenkreis alleine vier, die immer fleißig Arztbesuche beim Psychiater und Neurologen gesammelt haben, um dann frühverrentet zu werden. Nicht bei allen hat es geklappt.
Passt gut zur Schuldendiskussion - wenn es als Beamter solche Möglichkeit gibt und du siehst, dass es andere erfolgreich gemacht haben, fühlst du dich schon fast "dumm", dass du als einziger bis zum Ende arbeitest ...
Und es wird ja auch gezahlt, wenn der Staat kein Geld mehr hat - dann werden eben mehr Schulden gemacht und man bekommt sozusagen sein "Beamten-Boni" obwohl der Staat eigentlich Pleite ist ... Dann hat man auch frühverrentet Zeit auf die Straße zu gehen und gegen "Bänker-Boni" zu demonstrieren. Die haben doch wirklich auf ihre vertraglich zugesicherten Boni gepocht, obwohl die Bank pleite war.
Empörend! :)
für die undustrie, damit sie den herzug billiger arbeitskräfte von außen rechtfertigen kann?
Das ist halt der Preis fuer den "Aufschwung".
Der Preiss dafuer, dass Unternehmer, Bankster und andere "Persoenlichkeiten" massiven Raub an Arbeitnehmern und Arbeitslosen begehen, von einer Ausbeutungsmnentalitaet der BRD-Wirtschaft.
Der XXL- Aufschwung ("Aufschwung" haette das Potential zum Unwort des Jahrzehnts) schafft XXL-kranke Arbeitnehmer und Arbeitslose.
Von nichts kommt nichts.
Das duemmste, das ist uebrigens, dass die lammfromm dummfleissigen Arbeitnehmer jetzt noch Angst vor einem Erlahmen der Konjunktur haben.
Vielleicht fuerchten sie, dass ihnen dann klar wird, dass ihre Bosse die ganze Zeit schon ihre erbitterten Gegner sind.
Wenn die Deutschen aber das (Un)wesen der Wirtschaft erkennen und demnach handeln - das Thema "Psychische Krankheiten durch die Arbeitsverhaeltnisse in der BRD" wird sich dann schnell erledigen.
Erfahrungsgemaß gibt es zwei Gründe.
Den Mitarbeitern wird immer mehr Arbeit aufgebrummt.
Mobbing unter Kollegen oder durch Vorgesetzten.