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Erstklässler im Schulstress: Der Schule den Schrecken nehmen

Markus DeggerichWas tun, wenn Kinder sich vor der Schule fürchten, aber immer früher hin müssen? Erstklässlerin Mia, 5, schreit, weint und wünscht sich schon nach wenigen Tagen, dass die Sommerferien anfangen. Ihrem Vater Markus Deggerich zerreißt es das Herz. Bis er mit ihr ins Theater geht.

http://www.spiegel.de/schulspiegel/s...-a-858073.html
  1. #1

    Für mich war die Schule immer ein Albtraum,

    dem ich leider nicht entkommen konnte. Habe die anderen beneidet, die mit dieser Zwangsinstitution keine Probleme hatten. Mit meinen 70 Jahren fürchte ich immer noch die Behörden und ihre Knüppel, die Polizei.
    Bei meiner Scheidung drohte mir sogar die Krankenkasse mit dem Zoll, weil ich die Versicherung meiner Frau nicht mehr bezahlen konnte, weil das Bochumer Amtsgericht einen horrenden Unterhalt festgelegt hatte.
    Der Staat ist nur eine vergößerte Ansammlung von Schulhof-Rüpeln.
  2. #2

    Einschulung mit 6,7 Jahren - lachhaft

    Mein Sproessling ist hier in Kanada mit drei Jahren (okay, 3 3/4) eingeschult worden. Der Schultag geht 5 Tage die Woche von 8:40h bis 15:20h, Mittagspause findet in der Schule statt. Die Zeiten sind hier nichts besonderes. Den Kindern wird intensiv und mit Erfolg lesen, schreiben, rechnen, Sachkunde und Bastelarbeiten beigebracht, Zeit zum singen und spielen gibt's natuerlich auch.
  3. #3

    Yep.

    Kindergarten gehört auch bei uns in Mexiko zur Schulzeit.
    Einschulung für K I ist mit vollendeten 3 Jahren (bei meiner Tochter also mit 3,5 Jahren) und ja, die Kinder lernen schon im Kindergarten Lesen, Schreiben und ein wenig Rechnen, PC und Sciences (ähnlich Sachkundeunterricht).
    Unterrichtskernzeit ist von 8:30 bis 14 Uhr, danach gibt es Extracurriculares: Karate, Ballett, Schwimmen, Basteln, Tanz, Deutschunterricht, Fussball, Basketball (ja nach Gusto der Eltern).
    Die Betreuung geht von 7 bis 19 Uhr.

    Was da in D gemacht wird, sind nur Peanuts.
  4. #4

    Zitat von zila Beitrag anzeigen
    Mein Sproessling ist hier in Kanada mit drei Jahren (okay, 3 3/4) eingeschult worden. Der Schultag geht 5 Tage die Woche von 8:40h bis 15:20h, Mittagspause findet in der Schule statt. Die Zeiten sind hier nichts besonderes. Den Kindern wird intensiv und mit Erfolg lesen, schreiben, rechnen, Sachkunde und Bastelarbeiten beigebracht, Zeit zum singen und spielen gibt's natuerlich auch.
    Und was wollen Sie uns mit der Überschrift "Einschulung mit 6,7 Jahren - lachhaft" sagen?

    Mein Sohn wird mit 6,9 (Geburtstag 11.10.) in die Schule gehen, obwohl die Kindergärtnerin meint, er habe das Zeug, ein Jahr früher zu starten. Letzendlich wird er trotzdem 1 Jahr früher als ich in den Beruf starten, weil für ihn die Armeezeit wegfällt. So what? Warum soll ich ihm ein Jahr Kindheit klauen?

    Ich kenne Kanada übrigens von Berufs wegen sehr gut. Ein Land, das ich sehr schätze, in dem ich mein Kind aber auch erst mit 7 in die Schule schicken würde ...
  5. #5

    Total genervt

    Viele Kinder haben Angst vor der Schule, und sie haben auch keine Lust, ständig zu lernen – bei Säugetieren ist das Spielen die natürliche Art, zu lernen, das sitzt heute noch drin im „kleinen“ Menschen. Man sollte sich vor Augen halten, dass Schule für einen Teil der Kinder einen zivilisatorischen Gewaltakt darstellt, deshalb nicht zu früh damit anfangen, besser mit sieben Jahren als mit sechs. Bildung ist das A und O, klar, aber die Kinder müssen auch ihre natürlichen Bedürfnisse ausreichend ausleben können, sonst entwickeln sie Persönlichkeitsstörungen.

    Das deutsche Bildungssystem gilt als gut - trotzdem, oder gerade deswegen bringt es Mengen von frustrierten jungen Erwachsenen hervor, nämlich diejenigen, die an ihm scheitern. Was mich anbelangt: Ich hatte nie Lust, zur Schule zu gehen, ob mit oder ohne Theater – ich weiß noch, Weihnachtsmärchen, „Peterchens Mondfahrt“, mit dem Bus in die große Stadt, dolle Sache das – aber ansonsten hat mich der ganze Mist total genervt, besonders die blöden Lehrer.
  6. #6

    In anderen Ländern lernen die Kinder spielerisch Lesen, Rechnen und Schreiben, sie malen die Buchstaben und erzählen nette Geschichten und die Lehrerinnen/Kindergärtnerinnen sind beliebt, die Kinder wollen an der Tafel schreiben oder sie auch nur abwischen, ja streiten sich sogar darum und diese Begeisterung sollte man dafür nutzen, den Kindern so viel Interessantes beizubringen, wie nur möglich.

    Natürlich werden Gedichte, Theater, Lieder u.ä. zu Thanksgiving, Weihnachten oder Muttertag eingeübt, die Eltern werden zu verschiedenen Workshops eingeladen und auch sonst suchen die Schulen einen direkten Draht zu diesen.
    Ich kann mich nicht daran erinnern in der Grundschulzeit so viel gelernt oder gespielt zu haben.
    Vielleicht ist das das Geheimnis.
  7. #7

    Butter bei die Fisch

    Zitat von Blaue Fee Beitrag anzeigen
    In anderen Ländern lernen die Kinder spielerisch Lesen, Rechnen und Schreiben, sie malen die Buchstaben und erzählen nette Geschichten und die Lehrerinnen/Kindergärtnerinnen sind beliebt, die Kinder wollen an der Tafel schreiben oder sie auch nur abwischen, ja streiten sich sogar darum und diese Begeisterung sollte man dafür nutzen, den Kindern so viel Interessantes beizubringen, wie nur.......
    Können Sie diese Länder auch konkret benennen? Im europäischen Vergleich sehe ich eigentlich nur Beispiele, wo die Kinder noch eher "verschult" werden als in Deutschland.
  8. #8

    Das GRIPS passt sich an

    Immer früher werden die Kinder heute in die Schule geschickt? Warum?

    Weil die Eltern beide arbeiten (müssen)für den Lebensunterhalt?!

    Weil die Eltern sich weniger um die Kinder kümmern können, da sie arbeiten (müssen)?!
    GRIPS - ein Theater, das immer weniger ohne eigene soziale Visionen und immer mehr mit fdp-deisierter Anpassung daherkommt - macht die frühe Einschulung jetzt zum Thema und erzählt sie beliebig und nett.
    Alles läuft darauf hinaus, dass Schule ja eigentlich was ganz Tolles ist.
    Ist das so?
    In dem Stück findet Leon die Schule gar nicht so gut. Aber das wird vom Autor und der Inszenierung dann doch auch wieder beharrlich verschwiegen. Es geht nämlich nur um seine schulbegierige Schwester.
    Auch die stereotyp dargestellten Eltern bleiben nichtssagende (oder allenfalls komische) Abziehbilder.

    Die Lehrerin kommt eh nicht wirklich vor.

    Und die Schulfreunde/kameraden sind, nun ja, sagen wir: grün perrückte Ameisentypen - alle gleich.

    So auch die Musik: Ohne Leben (bis auf diesen einen extra schlecht gespielten einstmals revolutionären Song.)

    Das Stück geht nicht auf die Kinder ein, also auf die Hauptfiguren. Es geht dagegen sehr ein auf die Bedürfnisse der erwachsenen Gesellschaft.

    GRIPS demanzipiert sich 2012 von Stück zu Stück.
    Geistlos und ideenlos verwurstet sich das einstmals beste und frischeste Kindertheater Berlins und vielleicht sogar Deutschlands in die Beliebigkeit.

    Mut macht es jetzt nur noch den strebsamen Eltern. Die Kinder werden dabei über den Haufen gerannt.

    Aber das merkt natürlich keiner, weil die Kritiker (und die jetzigen Macher des GRIPS Theaters) Erwachsene sind, die vom Mutmachtheater für Kinder, das Volker Ludwig und seine Crew schufen, keine Ahnung haben wollen.

    'Liebe zum GRIPS' wäre das Moment, das dieses Theater bräuchte und am Leben halten würde.

    Im Augenblick ist es ein liebloses, angepasstes Machwerk ohne spirit und vision und Mut.

    Die Hoffnung lebt. Doch wie lange noch?
  9. #9

    Schule macht keinen Spass

    Schule macht keinen Spass, das ist ein Fakt.
    Man muss versuchen, sein Kind optimal zu unterstützen, um wenigstens ein bisschen den Frust abzuschmettern.

    Mir tun die Kinder leid, deren Kindheit schon mit 5 endet. Mit 7 Jahren ist ein Kind aus meiner Sicht erst reif genug, ins Schulleben zu starten.


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