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Erster interkontinentaler Flug: Solarflugzeug fliegt von Madrid nach Marokko
DPAEs war eine Premiere: Erstmals ist einem Solarflugzeug ein interkontinentaler Flug gelungen. "Solar Impulse" schaffte den Sprung von Spanien nach Nordafrika. Die Landung bei Vollmond verlief ohne Probleme.
http://www.spiegel.de/wissenschaft/t...837206,00.html
- #1 06.06.2012 09:20 von
- #2 06.06.2012 09:50 von
Das stimmt schon, allerdings muß man auch gegenrechnen, das das Flugzeug über 18 Stunden unterwegs war. In der zeit würde ein konventionelles Flugzeug zwar vermutlich einmal um den Globus kommen, aber sich 18 Stunden ohne Treibstoff, nur mit Solarantrieb in der Luft fort zu bewegen ist schon eine "interkontinentale" Leistung, wie ich finde.
Dazu kommt noch, das es sich bei dem Gefährt nicht um so'ne popelige Öko-Seifenkiste mit Flügeln handelt, sondern lt. Artikel um ein Flugzeug in der Größe eines Airbus A340. Selbst mal außer Acht gelassen, das es nur einen Passagier, nämlich den Piloten befördert hat ein beachtliche Leistung. - #3 06.06.2012 10:14 von
optional
Nun ja, das einzige, was mit einem A340 zu vergleiche ist, ist die Spannweite, ansonsten ist es nicht größer als ein Selgelflugzeug. Sieht man auf dem Bild oben schon teilweise, aber besser mal bei google suchen. Finde ich schon etwas irreführend, den Vergleich.
- #4 06.06.2012 10:25 von
Technologie/ Werbeträger...
jedoch ohne praktische Zukunft. Die Kiste beweist nur, daß Photovoltaik zur Fortbewegung in der Luft keinen Sinn macht.
Mit einem durchschnittlichen Segelflugzeug wäre die Strecke in der halben Zeit zu schaffen gewesen, nur durch Ausnutzung von Thermik- und damit ebenfalls solarbetrieben. - #5 06.06.2012 10:27 von
A340?
"Das Flugzeug in der Größe eines Airbus A340 wurde von dem Schweizer Bertrand Piccard erfolgreich von Madrid nach Marokko gesteuert."
Da hat aber einer nicht aufgepasst... Der A340 ist im Vergleich dazu riesig! oder wurde lediglich die Spannweite gemeint? Motorsegler haben immer eine sehr große Spannweite, um bei niedriger Geschwindigkeit möglichst viel Auftrieb zu erzeugen. Dieser Vergleich spielt in der gleichen Kategorie wie "Ein LKW von der Größe eines Güterzuges", weil die zufällig ungefähr die gleiche Breite haben.
Solche Größenvergleiche sollten immer mit Bedacht gewählt werden und man sollte zumindest den gemeinten Bezug herstellen. Der Autor dieses Artikels hatte offensichtlich keine Ahnung worüber er redet. So hat die Aussage "so groß wie" den Wert eines Rülpsers im Wald und kann einfach mal weggelassen werden.
Ansonsten frage ich mich, was dieses kostspielige Hobby für einen Sinn macht. Eine sinnvolle Anwendung im Bereich der bemannten Luftfahrt wird es in sehr lange absehbarer Zeit nicht geben und die Forschung sollte daraus auch kaum Erkenntnisse erhalten dürfen, die sie wirklich weiterbringen.
Schade ums Geld. - #6 06.06.2012 10:47 von
In der bemannten Luftfahrt, erst Recht als Passagierflugzeug, ist das in der Tat kaum zu gebrauchen.
Ich habe aber gelesen, dass man sich automatische Einsätze in großen Höhen vorstellt, wo dieses Flugzeug dann quasi unbegrenzt lange in der Luft bleiben kann. Nutzbar zum Beispiel als Aufklärer, Nachrichten-Relais-Station, Wetterbeobachter usw. Also quasi ein preiswerter Satelliten-Ersatz. - #7 06.06.2012 10:48 von
- #8 06.06.2012 10:54 von
.
Das ganze Projekt ist eigentlich Humbug.
Es beweist lediglich: auch mit geringer Motorleistung hält man irgendwie einen Menschen in der Luft.
Jetzt ist das Transportieren von einzelnen Menschen in der Luft eher ein Freizeit-Phänomen.
Frage: läßt sich dieses Ereignis auf wirtschaftlich oder ökologisch interessante Anwendungsgebiete transponieren?
Antwort: nein! Denn die Solarkonstante (1,3 kW/m2 unter idealen Bedingungen) zusammen mit der Gesamtfläche für Solarzellen beschränkt die Gesamt-Leistung dieses Fliegers rein physikalisch auf sehr bescheidene Werte. Mit dieser erreichbaren Gesamt-Leistung kann man nie etwas "Gescheites" anstellen.
Anders beim Auto:
- die Solarzellen-Fläche muss nicht auf dem Auto angebracht sein sondern kann z.B. vom Dach kommen
- der Einzel-Personen-Transport ist der normale Gebrauch
- das Nutzungsprofil: viele Leute fahren alleine, indiduelle, kurze Strecken
Das Elektrifizieren zusammen mit Ökostrom kann ein positives Ergebnis bringen.
Passt beim Auto also relativ gut...bei dem Flieger absolut nicht. - #9 06.06.2012 10:58 von
Ein grosser Hopser für die Menschheit ??
Fairerweise sollte man sagen, dass der Flieger ja nicht nur über die Strasse von Gibraltar gehopst ist, sondern von Madrid nonstop nach Rabat flog. Als Grosskreisdistanz ergeben sich hier immerhin 769 km lt. GREAT CIRCLE MAPPER. Bei 18 Stunden Flugzeit resultiert das in einer effektiven Geschwindigkeit über Grund von knapp 43 km/h. Legt man die im Artikel genannte Geschwindigkeit von 70 km/h zugrunde (wohl relativ zum Luftmedium) so ist der Solarflieger entweder eine größere Distanz geflogen (ggf. auch länger in Thermikschläuchen gekreist, um wie ein Segelflieger Höhe zu holen) oder er hat erheblichen Gegenwind gehabt. Bei 43 km/h relativ zur Luft hätte er wohl eher mit Strömungsabriss zu kämpfen. Ich teile aber Ihre Meinung, mit dem "Interkontinentalflug" (zwar formal korrekt) sind die PR-Leute des Projektes etwas abgehoben! Mal sehen, was noch daraus wird!
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