der spiegel sollte ihn einfach ignorieren statt ihm eine platform für sein combackversuch aus dem klassischen exil zu bieten
Comeback eines gefallenen Superstars: In Kanada*trat Karl-Theodor zu Guttenberg erstmals seit seinem Rücktritt wieder öffentlich auf. Zuerst wirkte er sehr scheu, doch dann wurde er immer selbstbewusster und kritisierte auch die deutsche Politik. Mit*dem*CSU-Mann*ist in Zukunft wieder zu rechnen.
http://www.spiegel.de/politik/deutsc...798824,00.html
der spiegel sollte ihn einfach ignorieren statt ihm eine platform für sein combackversuch aus dem klassischen exil zu bieten
Ich kann mir nicht vorstellen das er wieder kommt. Optik ist überbewertet.
Es fehle an charismatischen Persönlichkeiten in Europa, nur so können sagt Herr Guttenberg. Er unterstellt damit mindestens zweierlei:
- Dass er selber eine charismatische Persönlichkeit ist.
- Dass dann all unsere Probleme schneller und besser gelöst würden, mit diesen charismatischen Persönlichkeiten.
Wenn ich nicht irre, soll Berlusconi überaus charismatisch gewesen sein. Andere Beispiele aus diktatorischen Zeiten in aller Welt verkneife ich mir. Es sind ja meistens die charismatischen Persönlichkeiten, die die Länder in den Abgrund gestürzt haben.
Nein, Herr Guttenberg. Sie irren. Wir benötigen keine charismatische, eitle Selbstdarsteller. Wir benötigen kluge, verantwortungsbewusste und ehrliche Politker.
Sie selber waren nicht gerade klug in ihren Rückzugsgefechten nachdem sie bei Unehrlichkeiten erwischt wurden. Jemand, dem die Show (bunte Auftritte mit der Gattin oder bei Gottschalk, Bilderserien in Bild und Bunte) wichtiger ist als seriöse Politik zu gestalten, der ist keinesfalls verantwortungsbewusst.
Mag sein, dass Guttenberg nochmal Landesminister in Bayern werden darf. In der bundesrepublikanischen Politk wollen wir ihn nicht mehr sehen.
SPON weiß zur Zeit nichts besseres, als Guttenberg den Weg zu einer Rückkehr in die Politik zu ebnen, nach dem Motto "Das Unmögliche denken".
Dabei ist schade, dass über den Hype "Verzeihen wir dem armen Sünder doch seine Betrügereien" oder "Jeder Blender hat eine zweite Chance verdient" die Qualität der tatsächlichen Amtsführung des angeblichen Superministers in Vergessenheit gerät.
Guttenberg hat tatsächlich Glück, dass er "nur" wegen seiner Diss, nicht aber wegen seiner Amtsführung in Erinnerung bleibt.
Zur Erinnerung die Einschätzung zweier Verteidigungsminister:
26.01.2011
Bundeswehr-Skandale
Helmut Schmidt kanzelt Guttenberg ab
http://www.spiegel.de/politik/deutsc...741714,00.html
14.05.2011
Bundeswehrreform
De Maizière rechnet mit Guttenberg ab
http://www.spiegel.de/politik/deutsc...762559,00.html
Leider kommt im Artikel nicht zum Ausdruck, ob Guttenberg die eineinviertel Stunden seines Auftritts genutzt hat, die Chancen Europas in einen verständlichen Satz zu pressen, oder wenigstens einen Satz, in dem die Chancen Europas in einem verständlichen Satz gepresst sind, regelgerecht zu zitieren.
Also war der Auftritt in Kanada, das Gemotze über die europäische Politik und die europäischen Politiker von oben herab, auch nur die Guttenberg-Variante eines Auftritts von Waldorf und Stadler.
Äusserlich erkennt man ihn jedenfalls nicht mehr auf den ersten Blick. Jetzt sollte er nur noch seinen Namen ändern. Irgendwann wird er wohl Gouverneur von irgendeinem US-Staat sein. Er passt jedenfalls ins Profil.
...an den getuerkten Titel erinnern. Man kann Herrn G verzeihen und vergeben, aber man kann es nicht vergessen. Diese Schummelei definiert ihn nun als Blender, und zwar fuer immer. Wer immer ihn in Deutschland einstellen wuerde sagt damit viel ueber sich selbst aus. Wer macht das schon?
Alles abgestritten, klein beigegeben, abgehauen. Noch bevor die Staatsanwaltschaft entschieden hatte, ob ein oder mehrere Verfahren eingeleitet werden. Eigentlich das Verhalten eines Kriminellen, wenn es nicht "nur" um den Doktortitel gehen würde. Dessen unrechtmässige Erlangung ja immer noch nicht als Vergehen oder Verbrechen eingestuft wird. Es wird ja eher wie Falschparken geahndet. Hoffen wir mal, daß die deutsche Politik keine solchen Falschparker mehr brauchen wird. Nur, wenn ich mir die "Spitzenkräfte" unserer derzeitigen Regierung ansehe, überkommt mich das Grauen. Vielleicht regiert ein "von und zu Guttenberg" einmal Deutschland - von Kanada aus.
Die Wehrpflicht abzuschaffen wenn der politische Gegner sowieso dafür ist, ist ja nun wirklich keine politische Glanzleistung. Die haben er bzw. die Union aber nicht aus echter Überzeugung abgeschafft, sondern weil das Geld dafür nicht mehr vorhanden war. Wenn's ums Geld geht, das unbedingt woanders hingeschleust werden muss, gibt die Union schon gerne mal, auch angeblich unumstößliche Prinzipien, einfach auf. Da sind sie dann plötzlich ganz pragmatisch. Vorher, bei Rotgrün hätten sie noch Zeter und Mordio geschrien, wegen Arbeitsplatzverluste in der Rüstungsindustrie z.B.
mit dem CSU-Mann ist in Zukunft wieder zu rechnen."
Weil Betrüger zur Zeit hoch im Kurs stehen, und keine Änderung zu Erwarten ist?