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Erste-Hilfe-Test: Was Sie im Notfall wissen müssen
dapdVerletzt, verbrannt, verschluckt? In Notsituationen brauchen Sie einen kühlen Kopf - und müssen wissen, was zu tun ist. Wie oft mache ich die Herzmassage? Was hilft bei Nasenbluten? Wann rufe ich den Notarzt? Machen Sie sich mit unserem Erste-Hilfe-Test fit für den Notfall.
http://www.spiegel.de/gesundheit/dia...832030,00.html
- #10 08.06.2012 16:40 von
Mich hat diese Eindeutigkeit auch verwundert.
Für mich galt (und gilt): Ist die betroffene Person bei Bewusstsein und ansprechbar, bleibt der Helm auf, bis sich das ändert oder der Rettungsdienst vor Ort ist und mir die Entscheidung aus der Hand nimmt. Vorher bleibt der Helm wo er ist. - #11 08.06.2012 16:52 von
Nasenbluten
Zum Thema Nasenbluten kann ich aus eigener Erfahrung sehr empfehlen mehrmals kräftig ausschnauben. Normalerweise ist die Blutmenge in den entsprechenden Gefäßen dann stark reduziert. Dann ein paarmal kräftig hochziehen um einen entsprechenden Unterdruck zu produzieren und das Nasenbluten hat sich innerhalb von wenigen Sekunden erledigt.
- #12 08.06.2012 17:29 von
Hrmpf...
Tja, habe den Test mal spasseshalber gemacht, da ich (Leitender) Notarzt und Reanimationsausbilder bin. Mit dem Heimlich-Manöver bin ich mal gar nicht einverstanden, außer anekdotischen Erzählungen von Mister Heimlich himself gibt's da keinen Effektivitätsnachweis, dafür aber mehrere Fallberichte von schweren Komplikationen. Wenn der Rettungsdienst weit und breit noch nicht zu sehen ist und der Patient bewusstlos wird, kann man darüber streiten, aber empfohlen wird das nicht mehr. Also keine Ahnung, was das für eine Ausbildungsvorschrift sein soll, gehört wohl dringend überarbeitet.
Und das mit dem Entkalker... weiss man, was die geschluckt hat? Selbst wenn es nur so ein mildes Mittelchen gewesen wäre, bei einer stillenden Mutter sollte das auf jeden Fall abgeklärt werden, manche Substanzen können schließlich in die Muttermilch übergehen. Und was Erwachsene so nebenbei wegstecken, kann bei der unreifen Leberfunktion eines Säuglings unter Umständen ganz schnell dramatisch werden.
Das die EH-Kurse nicht verpflichtend wiederholt werden müssen, finde ich bedauerlich, eine Wiederholung alle 5 Jahre sollte doch durchaus drin sein. Vor allem bedenken die meisten auch nicht, dass die allermeisten (internistischen) Notfälle, mit denen sie in Berührung kommen werden, sich im Verwandten- und Bekanntenkreis ereignen.
Und wegen der richtigen Frequenz bei der Thoraxkompression (und nicht mehr Herzdruckmassage): "Yellow Submarine" von den Beatles funktioniert sehr gut, und für Smartphones gibt es auch kostenlose Metronom-Apps.
Dummerweise werden diesen Test wahrscheinlich sowieso nur die machen, die sich ein bisschen dafür interessieren... - #13 08.06.2012 17:33 von
- #14 08.06.2012 17:38 von
Gut, ich habe das bewusstlos überlesen. Bei bewusstlosen ist Helm ab klar und logisch. Sonst kann man keine Wiederbelebung machen oder die Person erstickt.
Über die Helmsache hatten wir uns erst letztens in meinen Bekanntenkreis erst unterhalten, wobei eben ein paar Personen eben die Unfallopfer waren. Wenn dann der bei Bewusstsein seiende Mensch sagt, dass er eben da und da eben Schmerzen hat oder nichts mehr spürt, dann sollte man auch auf den hören.
Gerade bei der Beschreibung "regt sich nicht" bin ich vorsichtig bei der Interpretations. Kann ja auch sein, dass er nicht bewusstlos ist, sondern noch ansprechbar sein kann, was man erst manchmal aus der Nähe sehen kann. Letzteres kann auf Lähmungserscheinungen hinweisen.
Das mit der Vorsicht betone ich lieber, da ich leider viel zu oft mangelnde Rücksicht erlebe.
EH-Hilfe sollten verpflichtend für alle aller 2, mindestens 5 Jahre wiederholt werden. Und auch nicht in Riesengruppen, sondern 10-15 Personen reicht, sonst kann man die Sachen nicht üben. Klassen-EH-Kurse sidn deswegen ein Unding für mich. - #15 08.06.2012 17:45 von
Was soll das für ein Zustand sein, bei dem ein Mensch MIT Helm bewusstlos wird, ohne aber nicht? Solange die Person mit mir sprechen kann, stellt der Helm keine Gefahr sondern eher eine zusätzliche Schutzfunktion dar. Also nichts mit fahrlässig.
Fahrlässig ist für mich höchstens das (nicht notwendige) Abnehmen eines (vielleicht) schützenden Helms ohne zweite anwesende Person die die Helmabnahme unterstützt und den Kopf ruhig hält. - #16 08.06.2012 18:16 von
Darum geht es gar nicht.
WENN der Betroffene bewusstlos wird muss es plötzlich schnell gehen, was zu Hektik führen kann und das wiederum zu Fehlern oder Komplikationen (Erbrechen/Aspiration).
Also lieber beim (noch?) Wachen den Helm unter halbwegs kontrollierten Bedingungen abnehmen als auf die Bewusstlosigkeit zu warten.
Die Helmabnahme ist bei einem Unfall/Notfall immer notwendig und natürlich möglichst zu zweit durchzuführen.Fahrlässig ist für mich höchstens das (nicht notwendige) Abnehmen eines (vielleicht) schützenden Helms ohne zweite anwesende Person die die Helmabnahme unterstützt und den Kopf ruhig hält. - #17 08.06.2012 18:20 von
Zur Diskussion
Es wäre schön gewesen, wenn die Dinge die im Quiz zur Sprache kommen, als PDF für die Hosentasche zum Herunterladen bereitstünden. So vergisst man vieles gleich wieder.
Zum Thema Motorradfahrer:
Ich lasse Motorradfahrer generell liegen. Ein Amokfahrer weniger. Nein wirklich, ich kenne keinen Motorradfahrer der nicht ausserhalb geschlossener Ortschaften gleich auf 200-250 aufdreht oder selbst bei starkem Gegenverkehr waghalsig überholt. Ich schütze somit das Leben anderer ! - #18 08.06.2012 18:22 von
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Das Problem ist, dass viele Menschen den Zweck von Regeln nicht lernen können oder wollen und daher Regeln auswendig lernen. Wer den Zweck von Regeln kennt, der kann sich die Regeln immer wieder herleiten. Und dann ist es auch völlig egal, ob z.B. bei der stabilen Seitenlage das eine oder das andere Bein angewinkelt ist.
Nur deswegen gibt es diese bescheuerte Motorradhelm-Diskussion. Wenn ein behelmter Mensch bewusstlos ist, dann gibt es zur stabilen Seitenlage keine Alternative. Und dafür muss der Helm ab. Das gilt auch beim Rollerfahrer!
Der Heimlich-Griff kann Schäden verursachen, sogar beträchtliche Schäden. Aber wenn es keine Alternative gibt, dann muss man diesen Griff anwenden. Genauso können bei der Herz-Lungen-Wiederbelebung Rippen brechen. Besser eine gebrochene Rippe davonzutragen als tot zu sein. Oder? - #19 08.06.2012 18:36 von
Ängste schüren...
'Tschuldigung, aber ich frage mich, wer hier gerade Angst schürt. Es gibt in Deutschland etwa 4000 Verkehrstote im Jahr, davon rund 20% motorisierte Zweiradfahrer. Nachzulesen beim statistischen Bundesamt.
Ich finde es unangebracht, seinem Standpunkt durch maßlose (um nicht zu sagen: falsche) Übertreibungen Nachdruck zu verleihen, ganz gleichgültig, ob man in der eigentlichen Sache recht hat oder nicht.
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