Es ist nur natürlich, dass man sich erst mal als Fachmann im Unternehmen profiliert.
Aber schon mein erster Vorgesetzter hat die Aufgabe mich auch als potentielle Führungskraft zu checken.
Dafür braucht er ein Anforderungsprofil für meine Führungsqualitäten.
Also z.B. Bin ich der Meinung, dass unsichere Mitarbeiter sich leichter führen lassen? Muss ich als Vorgesetzter alles besser wissen und können? Arbeite ich lieber selber oder kann ich andere zum arbeiten motivieren? Bin ich glücklich wenn andere erfolgreich sind? Habe ich Führungsgrundsätze, also eine Vorstellung von dieser Aufgabe als etwas Eigenständigem?
Es erstaunt mich als ehemaligem Führungstrainer schon ein wenig, dass -nach diesem Artikel zu urteilen- Delegation von Verantwortung in manchen Unternehmen immer noch ein Fremdwort sein soll.
Ich jedenfalls bin mit 36 "ausgestiegen" nachdem ich erleben durfte wie z.B. Eigentümerunternehmer "in den Sielen" oder nachdem sie mühselig "entmachtet" wurden, starben. Und in gewisser Weise waren sie selbst schuld.
Sich rechtzeitig eine Lebensaufgabe suchen die auch im Alter Nachhaltigkeit und Erfolgserlebnisse bringt, das wird immer Wichtiger.

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