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Erste Hilfe Karriere: Unkraut jäten im Garten Eden
CorbisIst der Mensch zum Arbeiten gemacht? Laut Bibel eindeutig ja. Aber das bedeutet nicht, dass blinde Arbeitswut gottgefällig wäre - Berufsberaterin Uta Glaubitz hat nachgelesen. Und siehe da: Jesus setzte sich auch mal für gepflegten Müßiggang ein.
http://www.spiegel.de/karriere/beruf...838247,00.html
- #1 18.06.2012 06:50 von
"Unkraut" gab es nicht im Garten Eden
die Unterscheidung zwischen Kraut und Unkraut kam erst später durch den Menschen, mit fatalen Folgen - weil sich Kain selbst als "Unmensch" gesehen hat wurde der "Mensch" Abel erschlagen.
- #2 18.06.2012 08:25 von
- #3 18.06.2012 09:05 von
- #4 18.06.2012 09:15 von
Die Bibel für den journalistischen Hausgebrauch
Diese Schwadroniererei über einen der tiefsinnigen Texte der Weltliteratur ist selbst ein Stück journalistischer Müßiggangs der seichteren Art. Zur Frage trägt das launige Zitieren von Bibelstellen wenig bei, weil der "Müßiggang" wie die Arbeit im industriellen Maßstab in der Antike unbekannt war. Die Anthropologie des Alten Testaments (und des Alten Orients insgesamt) betrachtet die Arbeit als Funktion des Menschen, durch die er sich verwirklicht und die zu seiner dem Schöpfer verdankten Bestimmung gehört. Fraglich ist einzig, weshalb sie oft mühsam ist. U. A. darauf antwortet die Erzählung in Genesis Kap. 3.
Als Schlüssel zum Verständnis der konfessionellen Unterschiede zwischen dem Rheinland und Preußen eignet sie sich kaum. Schon gar nicht für einen Blick auf die Arbeit im industriellen Maßstab und die sich daraus ergebende Entfremdung zwischen Arbeit und Produkt, das das Thema "Freizeit" hervorrief. Der Alte Orient kannte übrigens auch keinen Erholungsurlaub.
Ebenso will die durch den Lukas geschilderte Begegnung Jesu mit Maria Martha keineswegs dem Müßiggang das Wort reden. Maria ist nämlich ausgesprochen "aktiv" dabei, als Jüngerin der Lehre des Meisters zu lauschen. Es geht in dieser Geschichte nicht um das Ausruhen (von dem keine Rede ist), sondern um die "richtige", d.h. sachgemäße Tätigkeit, die der Gegenwart des Meisters Rechnung trägt. Der Erzählung geht zudem die Parabel vom "Barmherzigen Samariter" voran. Kontextuell gelesen (und das sollte man bei Bibeltexten immer tun!) wird durch das zuhörende Verhalten Marias ausgesagt, dass sich der christliche Glaube nicht in der Nächstenliebe erschöpft, sondern auf die Lehre Jesu bleibend angewiesen ist. Die Theologie wird damit der Diakonie gleichgestellt. - #5 18.06.2012 09:18 von dadanchali
- #6 18.06.2012 09:32 von
- #7 18.06.2012 09:46 von
- #8 18.06.2012 09:50 von
- #9 18.06.2012 10:07 von dadanchali
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