Erste Hilfe Karriere: Unkraut jäten im Garten Eden

CorbisIst der Mensch zum Arbeiten gemacht? Laut Bibel eindeutig ja. Aber das bedeutet nicht, dass blinde Arbeitswut gottgefällig wäre - Berufsberaterin Uta Glaubitz hat nachgelesen. Und siehe da: Jesus setzte sich auch mal für gepflegten Müßiggang ein.

http://www.spiegel.de/karriere/beruf...838247,00.html
  1. #1

    "Unkraut" gab es nicht im Garten Eden

    die Unterscheidung zwischen Kraut und Unkraut kam erst später durch den Menschen, mit fatalen Folgen - weil sich Kain selbst als "Unmensch" gesehen hat wurde der "Mensch" Abel erschlagen.
  2. #2

    Jaaa!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Ist der Mensch zum Arbeiten gemacht? Laut Bibel eindeutig ja. Aber das bedeutet nicht, dass blinde Arbeitswut gottgefällig wäre - Berufsberaterin <i>Uta Glaubitz</i> hat nachgelesen. Und siehe da: Jesus setzte sich auch mal für gepflegten Müßiggang ein.

    Mensch und Arbeit: Was die Bibel sagt - SPIEGEL ONLINE
    Die ganze Misere fing mit der Erfindung von Ackerbau und Viehzucht an (Kain und Abel). Ich empfehle mal die "Songlines" von Bruce Chatwin zu lesen...
  3. #3

    Vorher war's auch nicht immer einfach

    Zitat von Layer_8 Beitrag anzeigen
    Die ganze Misere fing mit der Erfindung von Ackerbau und Viehzucht an (Kain und Abel). Ich empfehle mal die "Songlines" von Bruce Chatwin zu lesen...
    Also zu der Zeit, als es langsam zu voll wurde, dass alle vom Jagen und Sammeln satt wurden? - Aber auch Sammeln und insbesondere Jagen, ohne unsere modernen Hifsmittel, kann auch äußerst anstrengend und schweißtreibend sein.
  4. #4

    Die Bibel für den journalistischen Hausgebrauch

    Diese Schwadroniererei über einen der tiefsinnigen Texte der Weltliteratur ist selbst ein Stück journalistischer Müßiggangs der seichteren Art. Zur Frage trägt das launige Zitieren von Bibelstellen wenig bei, weil der "Müßiggang" wie die Arbeit im industriellen Maßstab in der Antike unbekannt war. Die Anthropologie des Alten Testaments (und des Alten Orients insgesamt) betrachtet die Arbeit als Funktion des Menschen, durch die er sich verwirklicht und die zu seiner dem Schöpfer verdankten Bestimmung gehört. Fraglich ist einzig, weshalb sie oft mühsam ist. U. A. darauf antwortet die Erzählung in Genesis Kap. 3.
    Als Schlüssel zum Verständnis der konfessionellen Unterschiede zwischen dem Rheinland und Preußen eignet sie sich kaum. Schon gar nicht für einen Blick auf die Arbeit im industriellen Maßstab und die sich daraus ergebende Entfremdung zwischen Arbeit und Produkt, das das Thema "Freizeit" hervorrief. Der Alte Orient kannte übrigens auch keinen Erholungsurlaub.
    Ebenso will die durch den Lukas geschilderte Begegnung Jesu mit Maria Martha keineswegs dem Müßiggang das Wort reden. Maria ist nämlich ausgesprochen "aktiv" dabei, als Jüngerin der Lehre des Meisters zu lauschen. Es geht in dieser Geschichte nicht um das Ausruhen (von dem keine Rede ist), sondern um die "richtige", d.h. sachgemäße Tätigkeit, die der Gegenwart des Meisters Rechnung trägt. Der Erzählung geht zudem die Parabel vom "Barmherzigen Samariter" voran. Kontextuell gelesen (und das sollte man bei Bibeltexten immer tun!) wird durch das zuhörende Verhalten Marias ausgesagt, dass sich der christliche Glaube nicht in der Nächstenliebe erschöpft, sondern auf die Lehre Jesu bleibend angewiesen ist. Die Theologie wird damit der Diakonie gleichgestellt.
  5. #5

    nee

    Zitat von Layer_8 Beitrag anzeigen
    Die ganze Misere fing mit der Erfindung von Ackerbau und Viehzucht an (Kain und Abel). Ich empfehle mal die "Songlines" von Bruce Chatwin zu lesen...
    Die ganze Misere fing an als Menschen begannen sich Götzen zu erfinden, aber das ist eine andere Geschichte.
  6. #6

    öhh

    Zitat von struebind Beitrag anzeigen
    Diese Schwadroniererei über einen der tiefsinnigen Texte der Weltliteratur ...
    tiefsinnig? Oder kriegslüstern und rassistisch? Nun, es gibt ja noch ein anderes, ähnlich "tiefsinniges" Werk der Weltliteratur. Dieses ist allerdings auf arabisch geschrieben
  7. #7

    nee

    Zitat von dadanchali Beitrag anzeigen
    Die ganze Misere fing an als Menschen begannen sich Götzen zu erfinden, aber das ist eine andere Geschichte.
    das lief gleichzeitig. Ackerbau und Viehzucht und Götzenerfindung. Nur so ließen sich Sklaverei und Kriege "rechtfertigen"
  8. #8

    Wie?

    Zitat von dadanchali Beitrag anzeigen
    Die ganze Misere fing an als Menschen begannen sich Götzen zu erfinden, aber das ist eine andere Geschichte.
    Was macht Sie da so sicher, dass die Menschen den Schöpfer erfunden haben?
    Waren Sie dabei?
    Die Religiösen behaupten jedenfalls das genaue Gegenteil.
  9. #9

    nee

    Zitat von jüttemann Beitrag anzeigen
    Was macht Sie da so sicher, dass die Menschen den Schöpfer erfunden haben?
    Waren Sie dabei?
    Die Religiösen behaupten jedenfalls das genaue Gegenteil.
    Sehen Sie das ist der Unterschied zwischen (Aber)glauben und Wissen.
    Bei etwas nie geschehenem kann man auch nicht dabei gewesen sein.