Hochmut kommt vor*dem Fall - und manchmal auch danach. Das zeigt der Fall Guttenberg. Sein scheinbares Schuldeingeständnis wendete er in eine Attacke. Viel zu selbstgerecht, findet Karriereberater Martin Wehrle: Wer im Berufsleben so mit Kollegen umgeht, demontiert sich selbst.
http://www.spiegel.de/karriere/beruf...803761,00.html
der Vergleich zwischen den beiden Protagonisten hinkt. Man kann die Firma des verbannten Projektleiters nicht mit der Bühne der Politik vergleichen. Das geht damit los, daß sie vollkommen verschiedenen Zielen verpflichtet sind. Ein Betrieb arbeit am wirtschaftlichen Erfolg eines Betriebs, und daran wird u.a. der Wert eines Mitarbeiters gemessen. Und eine Möchtegernführungskraft muß in das Personalgefüge passen, damit es nicht zu viele Reibungsverluste gibt.
Ganz anders in der Politik, wo sich trotz gewisser gemeinsamer Interessen zumeist Einzelkämpfer und Egomanen durchsetzen, deren Platz durch ein komplexes Gefüge von Macht, Einfluß und Beziehungen bestimmt wird. Dies zu beherrschen ist beispielsweise die wirkliche Kapazität von Frau Merkel.
Daher unterscheiden sich auch die Methoden. Während der gestürzte Möchtegernprojektleiter vom Goodwill seiner Vorgesetzten abhängt, und sich dazu einer gewissen Demut befleißigen muß, ist dies in Politik (oder auch Showbiz) nicht der Fall. Der "Demütige" erntet niemals Beifall oder wirkliche Anerkennung, weder beim Publikum, das eher zum Nachtreten neigt, noch bei Mitstreitern oder Konkurrenten, vielmehr wird das Vakuum, daß durch die Zurücknahme der Person entsteht, gnadenlos von Konkurrenten ausgefüllt. Daher ist Demut jedenfalls in der Politik keine empfehlenswerte Haltung. Zu Guttenberg verhält sich konsequenterweise nach der bewährten Methode "Angriff ist die beste Verteidigung", und es wird sich zeigen, wie weit er damit kommt.
Warum muss nun jede Diskussion den Namen des G beinhalten ?
Um Aufmerksamkeit zu erringen ?
So, wie es bei N.Kroes der Fall war ?
Ca suffit, es reicht ,it is enough ,bastante, genoeg,...!!!
Also zum einen kann es im Berufsleben durchaus passieren, daß man selbst recht hat, obwohl das gesamte Kollegium anderer Meinung ist oder gar gegen einen eingestellt ist. In diesem Fall hilft eigentlich nur noch die Kündigung.
Und bedenkt man, daß sich Karrieresprünge ungefähr in 5-Jahre-Schritten vollziehen, halte ich 18 Monate "Bußzeit" in der Industrie für viel zu lange angesetzt.
Es handelt sich dabei um ein Phänomen, dass man mit dem Instrumentarium der klinischen Psychologie behandeln und erklären kann.
Die sozialen Kompetenzen dieses vettern- und günstlingswirtschaftlichen Karrieristen sind in einem so hohen Maße nicht vorhanden, dass er schlicht als sozial unangepasst eher in eine beschützende Werkstatt, als in ein deutsches Parlament gehört.
... ja dann erklären Sie mal
... danke. So habe ich mir mir eine klinische Diagnose immer vorgestellt [/ironie]Die sozialen Kompetenzen dieses vettern- und günstlingswirtschaftlichen Karrieristen sind in einem so hohen Maße nicht vorhanden, dass er schlicht als sozial unangepasst eher in eine beschützende Werkstatt, als in ein deutsches Parlament gehört.
Büßen wäre gar nicht nötig. Eine gehörige Portion Aufrichtigkeit würde schon reichen. Dass Menschen Fehler machen ist menschlich, aber nicht, dass sie sich dann noch als Opfer böser Machenschaften hochstilisieren.