Frauenquote? Muss sein, auch wenn's Männern wehtut, findet Karriereberaterin Svenja Hofert. Vieles versperrt Frauen den Weg in Führungsjobs: etwa der Anwesenheitswahn oder familienfeindliche Arbeitszeiten. Aber all das ändert sich nur durch einen Kulturbruch - den die Quote erzwingt.
http://www.spiegel.de/karriere/beruf...768824,00.html
Yes, und ich will nicht zur Quotensau durch Männerdiskriminierung werden.
Kommt drauf an, was Sie als Quoten-Traumjob definieren.
Der Job ist ja nicht nur die eigentliche Arbeit, sondern auch das Arbeits-Umfeld. Wegen Quote den Job bekommen zu haben, dann aber nicht die erforderliche Qualifikation und/oder (durchsetzungsstarke) Persönlichkeit zu bringen und dann gehänselt, ausgegrenzt und nicht respektiert zu werden, ähnelt doch eher einem Albtraum. Ich kann noch nicht mal stolz auf mich sein, wenn ich einen Job durch Quote statt durch eigene Leistung bekomme.
Also, da habe ich schon besser geträumt.
Vielleicht ist das das Problem: Frauen sind zu streng zu sich. Ich habe beispielsweise noch nie davon gehört, dass ein Mann ein schlechtes Gefühl gehabt hätte, weil er seinen Führungsposten in erster Linie seiner Parteizugehörigkeit verdankte.
Und sonst: wenn Sie erst mal Chef sind, werden Sie von mehr Speichelleckern umgeben sein als von solchen, die sie "ausgrenzen". Und wenn einer frech wird: erledigen Sie ihn.
Auch die Unfähigkeit, eine ungerecht begünstigende Möglichkeit auszunutzen, könnte ein Hinweis auf mangelnde Führungsqualitäten sein. Nehmen Sie, was Sie kriegen können. Das ist, was Männer tun.
Sie irren sich. Je länger Sie ununterbrochen an einer Aufgabe sitzen, desto mehr läßt Ihre Leistungskurve nach. Regelmäßige Pausen helfen, aber auch nicht unbegrenzt. Hinzu kommt noch, daß man leistungsstärkere und leistungsschwächere Tageszeiten hat, und je länger man arbeitet, desto weniger kann man vermeiden, seine "Formtief"-Tageszeiten verwenden zu müssen, in denen man sehr viel weniger leistungsfähig ist.
Pausen haben schon ihren Sinn. Nicht nur die kurzen, auch die, die sich aus dem Rhythmus Arbeit/Freizeit ergeben.
Inzwischen bin ich selbständig und werde für meine Arbeitsergebnisse bezahlt, nicht für die Zeit, die ich damit verbringe, sie zu produzieren. Mein Ziel ist deshalb das bestmögliche Ergebnis mit dem geringstmöglichen Aufwand, und meiner Erfahrung nach ist ein Arbeitstag von 12 Stunden unwirtschaftlicher als einer von acht Stunden. Manchmal läßt er sich nicht vermeiden, aber wer das als Dauerzustand von seinen Mitarbeitern erwartet, braucht sich über Mängel bei den Arbeitsergebnissen nicht zu wundern.
Auch das stimmt so nicht. Wenig Zeit für seine Aufgaben zu haben, motiviert dazu, nach Lösungswegen zu suchen, die weniger Zeit kosten.
Fleissige und engagiert Menschen mit mehr Zeit können prinzipell immer mehr erreichen als der derselbe fleissige und engagiert Mensch ohne Zeit. Mehr Zeit bietet einfach mehr Möglichkeiten unabhängig vom Gechlecht. Punkt.
Ich arbeite relativ regelmäßig auch direkt für die Chefetagen diverser Unternehmen, in denen ich auch für andere Abteilungen tätig bin. Meiner Erfahrung nach wird in keiner Abteilung eines Hauses mehr Zeit sinnlos verlempert als dort - durch mangelhafte Absprachen, sprunghafte Entscheidungen, die mindestens ein halbes Dutzend Mal wieder umgeworfen werden, und all diesen Kram, der sich primär aus dem Halbgottstatus der Führenden ergibt und der Tatsache, daß es riskant ist, ihnen offen zu widersprechen.
Ich kenne keine Chefetage, in der auch nur annähernd so zielorientiert gearbeitet wird wie in anderen Abteilungen desselben Unternehmens. Deswegen handle ich bei solchen Aufträgen dann doch häufig Honorare auf Stundenbasis aus, damit ich für den "Beschäftigungstherapieteil", den ich hinzurechnen muß, auch angemessen bezahlt werde.
Demokrator,
Nachtrag: Von Frauenquoten halte ich übrigens überhaupt nichts, in diesem Teilbereich sind wir uns einig.
das geht wohl jedem so, der jahrelang leistung erbracht und sich überdurchschnittlich engagiert hat. an welche 1 für eine klassenarbeit erinnert man sich wohl noch lange: für die geschenkte 1 in religion oder für die 1 in xy, wofür man sich echt den allerwertesten aufgerissen hat ?
Ich kann mich dieser Aussage nur anschließen, ich gehöre nicht zu zu irgend einer Gruppe radikal denkender, aber ich werde so unglaublich wütend über diese Forderungen denen nichts an Leistung gegenüber steht.
Die Unterdrückung der Männer in so vielen Bereichen ( Frauen-Quote,Entzug des Sorgerecht nach Scheidung und die Gefahr von Frauen "gekachelt" zu werden) wird langsam unerträglich.
Aber es formiert sich glücklicherweise aufgrund solcher Artikel auf sehr breiter Front Widerstand.
In einer Studie die zum Thema Gewalt gegen Frauen in den nordischen Ländern durchgeführt wurde kamen die Verfasserinnen zu dem Urteil das ein unerklärlicher Frauenhass die Ursache wäre. Unerklärlich?
...was soll denn auch der Quatsch, dass man in Führungspositionen auch noch arbeiten muss.
Es geht doch bei der ganzen Frauenförderung schliesslich nur um haben, nicht um machen.
Unglaublich, dass man sich nur mit einem Geschlecht beliebig Vorteile verschaffen kann.
Ich will jetzt auch das Haus, die Frau und das Konto meines Nachbarn, schliesslich bin ich durch eine gläserne Decke irgendwie gehindert, gleiche Rechte für alle.
Hängt auch davon ab, ob man hohe ethische Maßstäbe anlegt oder einfach nur ein amoralischer Sack ist...
Ein "Traumjob", den ich auf Kosten von anderen ausübe, ist für mich keiner; da würde ich lieber selbstbestimmt aber vor allem "ehrlich" meine Brötchen auf dem Bau verdienen.
Wie es schon ein anderer Forist beschrieben hat: die Quote ist einfach nur ein Ausdruck asozialer Anspruchshaltung, ein "Das steht mir zu: einmal per Selbstdefintion und vor allem, weil die Gesellschaft momentan derart manipuliert ist, daß sie das aus Schamgefühl unterstützt"