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Erste Hilfe Karriere: "Ich habe entschieden, alles offen zu halten"

CorbisEine Fehlentscheidung ist ärgerlich. Doch es ist ein Desaster, wenn gar keine Entscheidung fällt. Das gilt nicht nur im Management, sondern auch bei der Berufswahl. So studieren viele nur, um sich bloß nicht zu entscheiden. Das führt zu nichts, warnt Berufsberaterin Uta Glaubitz. Außer vielleicht zu Burnout.

http://www.spiegel.de/karriere/beruf...850998,00.html
  1. #1

    Jo!

    Dasselbe erzählt das Arbeitsamt auch 15-jährigen Realschülern. Wer mit 15 noch nicht weiß, was er werden will, der sollte nichta auf das Gymnasium gehen, denn das bringt nichts, wenn man nicht weiß, was man will. Bessser ins Lager, da braucht man z. Zt. unbedingt junge leute!
  2. #2

    Hü und Hott

    Hmm, ich lese diesen Artikel und denke gerade: vor zehn Jahren lautete das alles noch etwas anders. Als ich anfing mit der Universität, haben die Personalchefs dieser Nation gepredigt, ich müsse flexibel sein. Jetzt heißt es, man müsse von Anfang wissen, was man später einmal machen möchte und soll sich davon nicht beirren lassen. Beides kann doch nicht des Pudels Kern sein!

    Da denke ich mir: vielleicht sollten sich die Personalchefs mal grundsätzlich entscheiden - nicht über Berufswahl sondern darüber, was genau sie jungen Leuten raten wollen.
  3. #3

    Unverständlich bis oberflächlich

    Was will der Artikel sagen? Das man nur glücklich wird wenn man sich nicht treiben lässt, sondern jeden Kurswechsel und jede Entscheidung im Leben straight und durchdacht fällt und umsetzt? Ich kenne soviele Menschen die zu Schulzeiten nie wussten was sie mal machen wollen und dann durch Zufall in einen Beruf geraten sind der ihnen jeden Tag Spass bringt, ordentlich Kohle obendrein. Und genausoviele die schon damals dachten sie wären viel schlauer als alle anderen, weil sie ihren Weg schon 100% vor Augen hatten. Die Ausbildung, das Studium, jedes Praktikum, alles generalstabsmässig durchgeplant. Die Fachrichtung total gesucht (MINT lässt grüssen...). Top Noten, logo. Und heute hangeln sie sich von Job zu Job. Immer befristet und mit Mitte 30 noch in der WG weil es für eine Wohnung nicht reicht und der Einsatzort sowieso jährlich schwankt. Kaum Aussicht das sich das demnächst ändert...
    Die Thematik hängt von so vielen Einflüssen ab auf die man kaum Einfluss hat. In meinen Augen ziemlich oberflächlich, allen, die nach ein paar Jahren in eine berufliche Sackgasse geraten sind, mangelnden Einsatz, Weitsicht oder Planungsfähigkeit zu unterstellen.
  4. #4

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Eine Fehlentscheidung ist ärgerlich. Doch es ist ein Desaster, wenn gar keine Entscheidung fällt. Das gilt nicht nur im Management, sondern auch bei der Berufswahl. So studieren viele nur, um sich bloß nicht zu entscheiden. Das führt zu nichts, warnt Berufsberaterin <i>Uta Glaubitz</i>. Außer vielleicht zu Burnout.

    Erste Hilfe Karriere: "Ich habe entschieden, alles offen zu halten" - SPIEGEL ONLINE
    Ja, solche Leute kenne ich auch persönlich: erst Realschule, dann auf einmal Abi ranhängen und jetzt, im letzten Jahr des Abiturs, weiß frau immernoch nicht, ob Studium oder Ausbildung.
    Um dem ganzen eins aufzusetzen: sie weiß nicht, was sie studieren will - und auch nicht, welche Ausbildung es werden soll.

    Leider müsste sie sich aber in diesem Jahr entscheiden, was es denn nun werden soll - allein, der Wille fehlt. Und mit 19, fast 20, sollte man da schon eine Idee haben.

    Oder auch ein Kumpel, der bis 28 sich irgendwie durch's Leben gewurschtelt hat: erst Realschule, dann Abi, dann Ausbildung und dann noch ein Studium, was er schließlich abgebrochen hat: bis fast 30 ohne Broterwerb durch's Leben kommen ist auch schon professionell. Faulheit kann man ihm dabei nichtmal unterstellen, nur Entscheidungsunvermögen.

    Entscheidungsfreude muss erlernt werden.
  5. #5

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Eine Fehlentscheidung ist ärgerlich. Doch es ist ein Desaster, wenn gar keine Entscheidung fällt. Das gilt nicht nur im Management, sondern auch bei der Berufswahl. So studieren viele nur, um sich bloß nicht zu entscheiden. Das führt zu nichts, warnt Berufsberaterin <i>Uta Glaubitz</i>. Außer vielleicht zu Burnout.

    Erste Hilfe Karriere: "Ich habe entschieden, alles offen zu halten" - SPIEGEL ONLINE
    Leben und leben lassen, immer wieder witzig wie bestimmte Leute bzw. Organe anderen ihre Lebensentwürfe aufzwingen wollen, wer keinen Bock hat angepasst zu leben der tut es auch nicht. Hauptsache die Rädchen drehen sich..
  6. #6

    Ja und Nein

    Man kann das nicht komplett Schwarz-Weiss sehen.
    Klar gibt es genug Leute, die haben ihr Abi fertig und ... ja was dann? Studieren wir mal halt was (besonders beliebt bei solch unentschlossenen: BWL).
    Andererseits kann man durch ein Studium ja auch gerade erst mal auf einen Berufszweig aufmerksam werden, den man noch gar nie im Auge hatte.
    Es ist letztlich eine Gratwanderung zwischen Interesse am Thema und dann nachfolgendem, hoffentlich gewünschten, Broterwerb.
    Früher (TM) war es ja auch noch sehr schicklich, dass man im Studium auch gerne mal in andere Fachbereiche hineinschnuppert und vielleicht da interessante Überschneidungen zu finden oder einfach eine Abzweigung auf dem Weg zum Abschluss! Dank Bachelor ist diese offene Ansicht natürlich eher am aussterben...
    Ich hatte auch weiter als "irgendwas mit Informatik" keine Ahnung, was ich mal machen will. Was ich jetzt arbeite hatte ich auch gar nicht auf dem Radar gehabt, bin aber recht glücklich damit; trotz "unwissen" vor dem Studium!
  7. #7

    Sehr guter Artikel

    Er bringt es auf den Punkt !
    Im Studium hat mir damals die Quantenmechnik geholfen. "So! Du meldest Dich jetzt für die letzten Scheine an und dann machst Du das Diplom! Es ist vollkommen egal, ob Du Du die Klausuren bestehst oder nicht. Dann weißt Du, ob Du es kannst oder nicht! Mach' endlich was! Mach' die Messung - dann weißt Du's"

    Year, und ich bestand mit "gut".
    Heute bin ich arbeitslos seit vielen Jahren. Aber immerhin in einem Beruf, der mir Spaß machen könnte, wenn ich denn einen Job fände.

    (Als Mathematiker, über 40)
  8. #8

    Entscheidungsfreude erlernen?

    Wie erlenrnt man die denn? Ich bin jetzt 51, ohne abgeschlossene Ausbildung, ohne abgeschlossenes Studium (aber zum Glück trotzdem mit Job), bin aber immer noch entscheidungsunfreudig. Trotz ansonsten erfolgreicher Therapie gegen Depressionen vor ca. 15 Jahren, die mir wiederum die 15 Jahre davor (von 20 bis 35) erschwert haben, ohne dass ich davon wusste.
    Man muss aber gar nicht depressiv sein (doch man wird es danach einfacher), um ein paarmal falsche Entscheidungen im Leben zu treffen. Und da ein gebranntes Kind bekanntlich das Feuer scheut, lässt es in Zukunft lieber die Finger von Entscheidungen.
    Der einzige Weg aus diesem Teufelskreis wäre eine Reihe von richtigen Entscheidungen, die einen voranbringen würden. Aber wenn es einem schon schwerfällt, auch nur eine Entscheidung zu treffen... Und je wichtiger die Entscheidung, desto schwerer fällt es auch noch.
    Fazit: Diese ganzen Ratschläge sind nur etwas für Leute, die noch nie Depressionen hatten. Alle anderen brauchen im Leben viel Glück und 'ne gute Therapie.
  9. #9

    @#8

    Was wäre denn für Sie eine "richtige Entscheidung"?








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