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Erste Hilfe Karriere: Der 60-Stunden-Wahnsinn

DPAHallo Sie! Arbeiten Sie wirklich oder surfen Sie nur? Lesen Sie diesen Text in der Mittagspause oder zwischen 18 und 20 Uhr, wenn es gilt, Anwesenheit zu demonstrieren? Aha, erwischt! Sie sind ein Fossil der Präsenzkultur - und damit in schlechter Gesellschaft, findet Karriereberaterin Svenja Hofert.

http://www.spiegel.de/karriere/beruf...838492,00.html
  1. #20

    Zitat von donnerfalke Beitrag anzeigen
    Durch imemr mehr "Hire & Fire" durch Zeitarbeit gibt es immer mehr Präsenzkultur auf dem Arbeitsplatz. Es wird immer mehr von amerikanischen Verhältnissen übernommen, da helfen Fantasien von Svenjy Hofert auch nicht.
    Ein paar berechtigte Kritikpunkte in allen Ehren, bei Ihnen fliegen die Begriffe ziemlich wild kreuz und quer. Zur Klarstellung:
    Zeitarbeit ist nicht "Hire&Fire" sondern "fired before hired", weil beim Zeitarbeiter schon vor Vertragsunterzeichnung klar ist, dass er gar nicht mehr gefeuert werden muss, um nach erfolgreich getaner Arbeit trotzdem wieder auf der Straße zu sitzen... Umgekehrt ist dank "Hire&Fire" in den USA Zeitarbeit weitgehend ein Randphänomen, das haben wir hierzulande zumindest im derzeit üblichen Stil selbst erfunden...

    Und trotz auf den ersten Blick langer Arbeitszeiten und wenig Urlaub habe ich in den USA von einer der hiesigen ähnlichen Präsenzkultur praktisch nie etwas bemerken können. Im Gegenteil, Stechuhren sind mir dort nie begegnet, und bei der Arbeit dort kam es viel eher auf Ergebnisse an als hier, während Chefs regelmäßig die Abteilung nach erfolgreichen Projektabschlüssen o.ä. schon am frühen Nachmittag heimschickten, Mittagessen grundsätzlich innerhalb der Arbeitszeit stattfanden usw., so dass man effektiv deutlich weniger Zeit abgesessen und trotzdem mehr Ergebnisse erzielt hat...
  2. #21

    wer regelmäßig überstunden macht, hat entweder kein rückgrad oder ein schlechtes zeit- und selbstmanagement.
  3. #22

    Ich bin aus vielen der im Artikel genannten Gründe selbständig und kann tatsächlich am Nachmittag im Stadtpark liegen und tu das auch öfter.

    Ich war jetzt längere Zeit für einen Kunden tätig und habe dort mal wieder das Alltagsleben der Angestellten kennengelernt. Soviel Zeit wie da am Tag für Zigarettenpausen, Labern, Kaffee holen usw usf verschwendet wird, müssten die eigentlich bei konzentriertem Arbeiten schon Mittags heimgehen können.

    Aber das geht ja nicht in einer Ausbeutergesellschaft, die Chefs würden stattdessen erwarten, dass dann halt doppelt so viel geleistet wird, obwohl gerade in Berufen die Denken und vielleicht Kreativität erfordern die Leistung für den Tag halt irgendwann verbraucht ist.
  4. #23

    Pareto-Prinzip

    Es ist hier schon gesagt worden, dass manche Jobs, die sehr "roboterhaft" sind, also einfach immer das Gleiche erfordern, nicht auf das Modell passen. Ein Sachbearbeiter, der Punkte abhaken und danach eine vorgegebene Entscheidung einträgt, kann nur nach Zeit - oder allenfalls nach Vorgängen - bezahlt werden.

    Für Kreative sieht das aber anders aus; und viele Jobs sind sehr viel kreativer als man denkt!

    Das Pareto-Prinzip sagt, dass zumeist 80% der effektiven Leistung in 20% der Arbeitszeit geleistet wird. Das trifft auch auf mich zu. Ich fakturiere und leiste überdurchschnittlich gute Arbeit, meine Kunden sind zufrieden; aber ich gebe zu, dass ich oft stundenlang im Netz unterwegs bin, ohne dass mein Job darunter leidet.

    Diese Stunden würde ich lieber zuhause verbringen, oder später kommen und dafür länger schlafen. Als Abendmensch fällt mir das 9 to 5 immer sehr schwer und ich bin weniger produktiv, wenn ich müde bin.

    Außerdem ist es zuhause, in einem schönen Café oder auf der Wiese sehr viel leichter, in einen guten Arbeitsflow zu kommen.
    Man muss nur lernen, der Versuchung zu verstehen, sich selbst nicht zu disziplinieren. Trotz aller "Bohème" muss man auf jeden Fall liefern!








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