Erste Hilfe Karriere: Das große Nichts im Xing-Profil

In Netzwerken wie Xing oder LinkedIn regiert das Prinzip Hoffnung: Ich kann ja mal meine Jobvorlieben aufschreiben, vielleicht gabelt mich ein Personalchef auf. Doch viele Nutzer formulieren so katastrophal nichtssagend, dass Karrieretrainerin Svenja Hofert findet: Hätten sie besser nichts geschrieben!

http://www.spiegel.de/karriere/beruf...760693,00.html
  1. #10

    Stellenangebote und Bewerber

    Wir leben in einer interessanten Zeit.
    Viele die keine Ahnung von der auszuführenden Arbeit haben urteilen über jene, die nicht wissen wie man sie ausführt.
    Letzten Endes entscheidet nur der Preis.

    Qualität ist unwichtig. Man kann 40 Jahre Berufserfahrung und Projekterfolge ohne Ende vorweisen und findet keinen Job.
    Kompetenz ist zu 70% das Erscheinungsbild und nur zu 30% meßbare Werte, wie die Zahl der erfolgreich umgesetzten Projekte, arbeiten. Das gilt für Meetings eben so wie für Bewerbungen. Der Kompetenteste ist immer der, der am kompetentesten auftritt und nicht der, der die Kompetenz hat.

    Wer einen Job sucht muß billiger sein als die Mitbewerber und kompetenter aussehen.


    Alles andere ist für die Tonne und für Managementebenen gilt, dass man Kontakte haben muß. Es gibt Studien die klar zeigen, dass in Führungsetagen oft gering qualifizierte aus gutem Hause anzutreffen sind, weil Vitamin B ist eben immer noch das beste Karrieremittel.


    Das ist auch der Grund warum die Wirtschaft in D und Europa nicht funktioniert und eben die inkompetenten oben schwimmen.

    Als Merkel Kanzlerin wurde, da schrieben einige Zeitschfriften, das Ende der Blender sei gekommen, nun kommen die Macher. Leider war das ein Trugschluß.

    Denn, die Gaußsche Normalverteilung sagt, dass nicht jede blauäugige Blondine blöd ist und nicht jeder Schwerstbehinderte ein Idiot ist.


    Die Frage ist wie erkennt ein guter Trainer, dass ein Spieler in die Mannschaft passt und auf der richtigen Position eingesetzt wird. Das klappt im Sport nicht, wenn man an die Niederlage der Argentinier denkt und es klappt im Berufleben nicht.

    Man kann auch einfach jemanden aus dem Stapel der Bewerbungsmappen ziehen, wenn dieser Bewerber motiviert ist macht er den Job und woran erkennt man wer motiviert ist?

    Familie, Kinder, Haus gebaut. Das motiviert extrem!
  2. #11

    Durchaus effektiv.

    Zitat von sprechweise Beitrag anzeigen
    Oder haben Sie schon mal ein Angebot, geschweige denn ein gutes, bekommen weil sie einen Eintrag in Xing, Internet .....
    Nein. Aber ich schreibe auf Xing auch keine Beiträge.
  3. #12

    Ich habe XING nie als Karriereportal verstanden, auch wenn XING so für sich wirbt. Ich nutze es vielmehr als virtuelles Visitenkartentäschchen und zum Kontakte knüpfen.

    Der große Vorteil an XING liegt für mich darin, daß man zumindest grundsätzlich davon ausgehen kann, daß all jene, die dort zu finden sind auch damit einverstanden sind, über dieses Netzwerk kontaktiert zu werden (man kann diese Funktion auch deaktivieren, ist mir aber noch nicht untergekommen). Man erspart sich einige Zeit und den Weg über das Vorzimmer.

    So konnte auch schon der eine oder andere Kontakt für später tatsächlich realisierte Projekte geknüpft werden. Also Soll erfüllt.

    Was mich aber zunehmend nervt ist die "Verfacebookung" des XING-Netzwerkes. Mich interessiert ehrlich gesagt nicht ob irgendein Dödel sich auf irgendein Treffen freut und noch weniger interessiert mich, daß irgendein anderer Dödel, den ich bisher nicht kannte sich freut, daß sich der erste Dödel freut. XING scheint sich da neu auszurichten; eine Weile schaue ich mir das noch an, aber geht die Tendenz weiter in diese Richtung werde ich meine Premiummitgliedschaft kündigen und nach etwas suchen, das dem ursprünglichen XING eher entspricht.
    Grundsätzlich ist die Mitteilungsfunktion nicht schlect, aber wenn Mitglieder diese als Spielwiese nutzen, kann XING zwar nicht wirklich etwas dafür aber es wird dann albern bis lästig....
  4. #13

    Zitat von sprechweise Beitrag anzeigen
    Oder haben Sie schon mal ein Angebot, geschweige denn ein gutes, bekommen weil sie einen Eintrag in Xing, Internet und Co gemacht haben?
    Ja, mehrfach und ein Jobangebot habe ich dann nach mehreren Auswahlgesprächen etc. sogar angenommen. Bei Bekannten siehts ähnlich aus.

    Xing ist, wie das Internet allgemein, kein Allheilmittel, aber eine Chance ist es allemal. Wobei es natürlich auch immer vom Beruf abhängt. Ich sage jetzt mal ein Kfz-Mechaniker wird bei Xing wohl eher kein Angebot bekommen. Ein Entwicklugns-Ingenieur oder Naturwissenschaftler möglicherweise schon.
  5. #14

    Alles Fake?

    Social Self Marketing ist inzwischen wichtiger als solide Referenzen, glaubhafte Zeugnisse, Arbeitsproben und Interviews.

    Jeden Monat wird unsere Firma gebeten, das Profil von Firmen oder Personen so zu "entwerfen" oder zu verändern, dass es bei Google, in facebook oder in XING seine Wirkung entfaltet und der Karriere-Entwicklung oder Geschäftsanbahnung dient. Authentizität ist dabei nebensächlich.

    Man kann nur hoffen, dass gute Headhunter und Personalberater weiterhin genauer hinsehen.
  6. #15

    aber ich habe bisjetzt auch noch nicht so ganz den Sinn oder Unsinn dieser Plattform erkennen können. Wenn ich so sehe, wer sich da alles aufhält, bekomme ich eigentlich auch nur den Eindruck, daß es sich hierbei tatsächlich überwiegend um Leute handelt, die nach jedem Strohhalm greifen, um n job zu bekommen. Habe auch schon live so den ein oder anderen kennengelernt, der dort ein tatsächlich auch ziemlich nichtssagendes Profil eingestellt hat und hofft, gefunden zu werden.... allen gemeinsam scheint jedoch eine gewisses "sich-cool-fühlen" , auf XING zu finden zu sein, zu eigen zu sein und glaube, daß sich dort einfach auch neben den Nichtsen Leute aufhalten, die unbedingt ihre ach so geile Ausbildung unbedingt mal ins Internet stellen möchten, sofern diese Vita denn überhaupt den Tatsachen enspricht.

    Nun, ja, muß es vielleicht auch geben. Ich nehme diese Plattform nicht ernst, weil ich der Meinung bin, daß jeder, der wirklich beruflich und ausbildungstechnisch etwas vorzuweisen hat, es nicht nötig hat, sich da wie Sauerbier anzubieten.
  7. #16

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    In Netzwerken wie Xing oder LinkedIn regiert das Prinzip Hoffnung: Ich kann ja mal meine Jobvorlieben aufschreiben, vielleicht gabelt mich ein Personalchef auf. Doch viele Nutzer formulieren so katastrophal nichtssagend, dass Karrieretrainerin Svenja Hofert findet: Hätten sie besser nichts geschrieben!

    Erste Hilfe Karriere: Das große Nichts im Xing-Profil - SPIEGEL ONLINE
    Ich bin bei LinkedIn und bin überrascht, wieso denn bei LinkedIn überhaupt Platz für Softskill-Müll sein soll. Die Struktur und Gliederung des Profils ist doch sehr eng vorgegeben, man kann doch nur ein Formular (Maske) mit winzigen knappen Textbausteinen ausfüllen. Da versteht es sich von selbst, dass man an Suchmaschinen denkt und möglichst solche Fachbegriffe nimmt, die unqualifizierte Konkurrenten noch nicht einmal kennen, damit man einer von möglichst wenigen ist, die bei einer Suche gefunden werden. Der Sinn und Zweck von Xing oder LinkedIn ist sowieso eher dürftig. Man kann alte Bekannte wiederfinden und gucken, was die heute so machen. Mehr nicht. Ich bin auf meinem Gebiet einer von maximal 5 Spezialisten in Deutschland, weltweit sind es auch nur wenige, und habe dennoch nur einmal einen untauglichen Headhunter-Kontakt bekommen. Dafür sind die Kosten ziehmlich hoch. Es lohnt sich nicht. Eine Homepage tut es auch.