Erste Hilfe Karriere: Bluff mit MINT-Geruch

Zu wenige Technikstudenten oder schon zu viele? Karriereberaterin Svenja Hofert bezweifelt die Horrorszenarien, wonach Deutschland bald die Ingenieure ausgehen. Doch deshalb muss nicht unbedingt ein neuer "Schweinezyklus" drohen.

http://www.spiegel.de/karriere/beruf...786077,00.html
  1. #1

    Wirklich schmackhaft aber ist nur der Belag

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Zu wenige Technikstudenten oder schon zu viele? Karriereberaterin Svenja Hofert bezweifelt die Horrorszenarien, wonach Deutschland bald die Ingenieure ausgehen. Doch deshalb muss nicht unbedingt ein neuer "Schweinezyklus" drohen.

    http://www.spiegel.de/karriere/beruf...786077,00.html
    Letztlich ist Weiterbildung die Butter, das Schmiermittel zur besseren Verdaulichkeit für Arbeitgeber. Wirklich schmackhaft aber ist nur der Belag. Ohne ihn ist alles nichts.

    Die tollste Ausbildung taugt nichts, wenn Peanuts Gehälter gezahlt werden und man dann meint im Ausland gehts noch billiger.

    Die OECD Stattistiken werden von unseren AG garantiert nicht ernst genommen.

    Mal abgesehen davon, warum sollte ein englischsprechender Student Deutsch lernen oder soll jetzt jeder Mittelständler Englisch zur Erstsprache für meinetwegen 500 MA machen um 3 Ing`s aus Asien einzustellen.
  2. #2

    Löhne Löhne Löhne

    Wie die Autorin schon ähnlich sagt, ist dieses Gejammer der Versuch, einen Käufermarkt herzustellen, in dem die zu zahlreichen Anbieter (Ingenieure) froh sein können, wenn sie genommen werden.

    Warum wollen sich eigentlich ausgerechnet die Unternehmen immer aus der Marktwirtschaft verabschieden, wenn sie selbst zahlen müssen?
    Wer zu wenig zahlt, bekommt keinen Mitarbeiter. Punkt.
    Marktwirtschaft.
    Da muss man nicht jammern, nicht mit dem Zeigefinger drohen, nicht mit Moral und Ermahnung kommen, nicht den Staat bemühen.

    Zahlt mehr, dann wollen mehr bei euch arbeiten. Und langfristig wollen dann mehr solch ein fieses Studium auf sich nehmen, damit sie auch wie die anderen Ingenieure eine S-Klasse fahren können.

    Und ein Letztes:
    Bei einem Ingenieurbüro mag man noch verstehen, dass man besorgt ist über den hohen Preis eines Ingenieurs.
    Aber bei anderen Unternehmen ist das ein Ingenieur auf 20 oder 50 andere Angestellte.
    Da kann man doch locker einen teuren verkraften, vor allem wenn man bedenkt, wie viel Einfluss ein guter Ingenieur auf die Produkte einer Firma haben kann.
  3. #3

    Wozu

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen

    In meiner Beratung begegnen mir Maschinenbauingenieure, die zehn Bewerbungen schreiben und zehn mal eingeladen werden. Die Bewerbung kann 23 Seiten lang sein und voller Fehler; das macht nicht wirklich viel aus.
    brauchen Ing's die angeblich auf 10 Bewerbungen genauso viele Vorstellunggespräche bekommen noch eine Beratung?
    Und wo haben die sich denn beworben? Bei den DAX30? Wohl eher im Bereich der Dienstleister und ohne Angabe der Gehaltsvorstellungen.
  4. #4

    Schön beschrieben...aber...

    ...längst bekannt. Das Gejammer nach Führungskräften ist doch blanker Unsinn. Die Unternehmen wollen billige Arbeitskräfte...die Löhne steigen nicht...also sind auch keine Fachkräfte knapp...denn wenn etwas knapp wird wird es teuer.
    Wenn die nächste Rezession hereinbricht (dauert sicher nicht mehr lange) sieht das alles schon ganz anders aus...dann wird wieder Kurzarbeit gemacht und die Arbeitslosenzahlen (auch in den MINT Fächern) steigen.
  5. #5

    Der Spiegel...

    ... macht mobil gegen die teuren Ingenieure. Herrlich anzusehen, diese Kampagne, die jetzt schon Wochen andauert. Jagt den Ingenieuren weiter Angst ein, sie könnten demnächst ohne Job dastehen oder müssten lange nach einer Stelle suchen. Wenn die arbeitssuchenden Ings sich dann erbarmen eben für 35T Euro im Jahr zu arbeiten, nur um genommen zu werden, ist die Mission des Spiegels erfüllt.

    Ich sage jetzt schon mal: Glückwunsch. Im Krisen heranzuschreiben und pessimistische Einstellungen verbreiten ist der Spiegel TOP!
  6. #6

    Egal

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Zu wenige Technikstudenten oder schon zu viele? Karriereberaterin Svenja Hofert bezweifelt die Horrorszenarien, wonach Deutschland bald die Ingenieure ausgehen. Doch deshalb muss nicht unbedingt ein neuer "Schweinezyklus" drohen.

    http://www.spiegel.de/karriere/beruf...786077,00.html
    Es ist ohnehin ziemlich egal was jemand kann.
    Die Einfältigkeiten und die absurden Schlussfolgerungen der Personaler sind manchmal haarsträubend.

    Sie können studieren, können und leisten was Sie wollen,
    wenn Ihre Nase den Personalern nicht gefällt haben Sie keine Chance. Die Fachabteilung kriegt Sie dann nicht zu sehen.
    Denken Sie dran, Einstein wurde als "Experte" dritter Klasse beim Patentamt eingestellt !(Wer kennt denn die hervorragenden Experten 1. Klasse?)
    Das ist heute nicht anderst.


    Wirkliche Könner sind einfach zu schlechte Schleimer.
  7. #7

    AG-Lobbyisten wie der Verband Deutscher Ingenieure (VDI)...

    endlich nennt mal jemand das Kind beim Namen. Mir ist bis heute vollkommen unklar, weshalb ein Ingenieur bei einem Arbeitgeber-Lobbyisten Mitglied werden sollte und noch Beiträge zahlen sollte? Um die immer gleichen abwertenden Parolen gegen Ingenieure auch noch zu finanzieren?

    "Nie sollst Du so tief sinken, von dem Kakao, durch Sie dich ziehen, auch noch zu trinken."

    Ich glaube, das ist von Kurt Tucholsky.