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Erste Erasmus-Studenten: "Du willst ein Jahr ins Ausland gehen?"
Michael ObrockEin Lebenslauf ohne Auslandsstation wirkt heute seltsam leer. Vor 25 Jahren allerdings galt Erasmus-Student Michael Obrock als verwegener Abenteurer. Weder Eltern noch Freunde hielte seinen Plan für klug, als einer der ersten für ein Studienjahr wegzugehen. Und dann auch noch nach England!
http://www.spiegel.de/unispiegel/stu...836537,00.html
- #1 26.06.2012 08:47 von
Pionier vor 25 Jahren? Schlecht recherchiert, Spiegel Online!
Mal ganz ehrlich: Auslandssemester gab es schon vor ewigen Zeiten. meine Mutter war 1968 ein Semester in Birmingham und meine Großmutter 1937 in Genf. Zwar waren das damals natürlich noch keine Massenphänomene, aber so zu tun, als ob vor 25 Jahren Pioniere am Werk waren, die (laut Text ja bereits im Rudel) nach England gingen – das ist nun wohl doch etwas übertrieben.
- #2 26.06.2012 09:08 von
Langweilig
Osnabrueck scheint etwas absets der Welt zu liegen. Ich habe vor fast 30 Jahren 2 Semester in England studiert und das war schon damals mittlerweile recht normal. ETwas mehr ueber die ERfahhrungen in England haette der Autor schon mitteilen koennen. Eigentlich haben wir nutr erfahren, dass es frittiertes gab....Ich hatte meine beste Studienzeit in England, bin immer wieder mal da gewesen und lebe nun dauerhaft im Koeniginnenreich. zurueckwieder zurueckgt.
- #3 26.06.2012 09:15 von
Gemeint ist hier wohl eher das Erasmus-Programm, für welches sie die Pioniere waren. Das andere schon vorher ins Ausland gingen, weiß man ja auch, siehe hierzu Albert Einstein, der ebenfalls verschiedene Stationen in seinem Lebenslauf vorweisen konnte.
Und eins darf man nicht vergessen; heute ermöglicht es nahezu jeden ein Auslandssemester zu machen, dank Förderung durch Erasmus sowie dem Auslandsbafög (wobei erstere sehr marginal ist, ich erhielt im Jahr 2010 knapp 130,-€/Monat). Ich glaube, dass ging zu Zeiten deiner Großmutter nicht ohne weiteres.
Ich kann allen empfehlen, ein Auslandssemester zu absolvieren. Neben vielen internationalen Bekanntschaften lernt man die Universitäten anderer Länder und das Land selbst kennen. Ich war übrigens in Istanbul und werde wahrscheinlich jetzt im Masterstudiengang noch einmal nach Istanbul gehen. Die Stadt ist einfach gigantisch. Erasmus erhält man allerdings nur einmal. - #4 26.06.2012 10:44 von
- #5 26.06.2012 10:56 von
Nothing new under the sun
Kommentator 1 hat völlig recht. Schon während meiner Studienzeit (ab 1969) waren Auslandssemester, teilweise über den DAAD und andere Organisationen, sehr verbreitet. Viele meiner Kommilitonen verbrachten 1 oder 2 Semester in England/Schottland (Edinburgh), Chicago - damals Partneruni von Frankfurt - 'Oxbridge' - etc., was zu einer regen Reise- und Besuchstätigkeit führte, denn man wohnte entweder in Studentenwohnheimen oder WGs mit Einheimischen, so dass man das wirkliche und nicht das Erasmusleben erfuhr. Richtig ist, dass heute mehr Länder zu Auswahl stehen, aber halt mit den bekannten Einschränkungen. Also, Jung-SPON-Journalisten: die 'moderne' Zeitrechnung begann schon vor Erasmus!
- #6 26.06.2012 12:56 von
Erasmus heute
Tja und wohin hat es dieses Programm geschafft?
Heute frägt man sich warum man 1 oder 2 Semester braucht um im Ausland feiern zu gehen.
Das mag jetzt zwar etwas über den Kamm geschert sein, trifft aber sicher nicht die Minderheit der Erasmusstudenten. - #7 26.06.2012 13:02 von
Wenn ich das schon lese:
"Ein Lebenslauf ohne Auslandsstation wirkt heute seltsam leer."
- #8 26.06.2012 13:08 von
Wenn ich das schon lese:
"Ein Lebenslauf ohne Auslandsstation wirkt heute seltsam leer."
- #9 26.06.2012 13:59 von
Auslandssemester mit Erasmus?
Also nach meiner Erfahrung fällt tatsächlich ein Großteil der Erasmus-Leute unter den Punkt: Partypeople im Ausland. Ein Semester off campus, vielleicht mit einem oder zwei Scheinchen, die man zu Hause noch einbauen kann, aber Hauptsache Party und wohnen in einer interessanten Stadt im Ausland - das ist Erasmus. Ausbildung von sozialen und interkulturellen Kompetenzen, Erwerb von fremdsprachlichen Kompetenzen etc.? Fehlanzeige. Ebenso wie hier in Deutschland ballen sich die Erasmus Leute überall zusammen, man spricht die eigene Sprache oder englisch, wohnt zusammen, feiert zusammen etc. Wer wirklich für die eigene Entwicklung einen Gewinn aus dem Auslands-Semester mitnehmen möchte, der macht vorher 1-2 Semester einen Sprachkurs zu Hause und zieht dann im Auslandssemester in eine WG mit einheimischen Studenten bzw. verbringt seine Zeit mit solchen einheimischen Komillitonen. Außerdem empfiehlt es sich, sich möglichst früh fachlich über das Veranstaltungsangebot zu informieren. Und zu Istanbul: mal ehrlich, wie kommt es eigentlich, dass Istanbul jetzt so gehypt wird? Klar ist Istanbul eine tolle Stadt, wahnsinnig interessant - ganz anders - aber sonst?!
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