Auch hier zeigt sich wieder einmal überdeutlich, dass diese europäische Währungsunion überhaupt nicht zueinander passt und auch nie passte. Solange die negativen Auswirkungen dieser Währungsunion nur Deutschland, die Niederlande, Finnland oder Österreich betrafen, spielten Fehlentwicklungen nie eine Rolle (hohe Kapitalexporte in die Südzone, zu hohe Zinsen für die heutigen Stabilitätsländer). Nun hat sich die Entwicklung umgekehrt, andere Länder sind zu radikalen Anpassungen gezwungen, auch Frankreich selbst. Der hohe Eurokurs erschwert deren eigene binnenökonomische Erholung, sie sind einfach zu teuer geworden. Also soll quasi wiederum die EZB als Feuerwehr agieren.
Wenn man die Exportüberschüsse zu stark sind, bekommt man sogar eine Verwarnung. Siebzehn Eurostaaten, eine Vielzahl davon sind in dieser Währungsunion kaum eigenständig überlebens- und existenzfähig, sie besitzen eine nicht ausreichende eigene Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit, befinden sich in einer jahrelangen Rezession mit steigenden Arbeitslosenzahlen und steigenden Defiziten.
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