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Erreichbarkeit: Freizeit und Arbeit verschmelzen immer mehr

CorbisNach Feierabend noch mal schnell die Mails checken, am Sonntag ein kurzes Telefonat führen: Arbeitnehmer ziehen immer seltener einen klaren Strich zwischen Arbeit und Freizeit, zeigt der AOK-Fehlzeitenreport. Dadurch schaden sie ihrer Gesundheit.

http://www.spiegel.de/gesundheit/psy...850397,00.html
  1. #1

    ^^^^^^^

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Nach Feierabend noch mal schnell die Mails checken, am Sonntag ein kurzes Telefonat führen: Arbeitnehmer ziehen immer seltener einen klaren Strich zwischen Arbeit und Freizeit, zeigt der AOK-Fehlzeitenreport. Dadurch schaden sie ihrer Gesundheit.

    AOK-Fehlzeitenreport: Freizeit und Arbeit verschmelzen immer mehr - SPIEGEL ONLINE
    Ich bekomme jede Menge Mails außerhalb meiner Arbeitszeiten, aber entscheidend ist ja, ob sich lese und beantworte :)
    Ansonsten kann ich aber schon zustimmen: die Grenzen verschieben sich in der Tat, insbesondere wenn (wie bei mir) zusätzlich ein Ehrenamt, eine Nebentätigkeit und eine Promotion bearbeitet werden wollen. Trotz (nach eigener Einschätzung) guter Strukturen, kommt es manchmal dazu, dass in der Freizeit noch was geleistet werden will. Aber dank Gleitzeiten kann man sich das ganze ja wieder zurückholen. 16:00 Feierabend und Stift fallen lassen hat aber sicher auch etwas reizvolles ....
  2. #2

    Freizeit und Arbeit verschmelzen ?

    Nein, es wird vom Arbeitgeber erwartet, so sieht es mittlerweile aus! Aber bitteschön 24/7 und 365 Tage im Jahr!
    Ohne Entgelt, natürlich!
    Wir wundern uns das immer mehr " vor allem ältere Arbeitnehmer!" an der Last zu Grunde gehen? wie kommt das nur?
    Aber auch hier gibt es eine Erklärung dafür...Die Märkte erwarten das von uns! Das gute ist, fallen die alten um, bekommen sie weniger Rente!
    Tolle neue Welt, Willkommen im 21 Jahrhundert, sie dachten im Mittelalter gab es Sklaverei? nun, die gibt es jetzt auch wieder, nur etwas perfider und hinterhältiger als jäh zuvor!
    Geändert von ( um Uhr)
    Gruß unixV
  3. #3

    Völlige Idiotie

    Die Leute sind doch völlig krank. Bei ihrer Einstellung haben sie einen Arbeitsvertrag unterschrieben, in dem höchstwahrscheinlich eine Regelarbeitszeit pro Woche aufgeführt war. Diese Zeit ist das Mass der Dinge. Ab und an Überstunden abzuleisten ist ok, wenn diese a) angeordnet werden und b) auch entsprechend abgegolten werden.... alles Andere ist Augenwischerei....
    Es ist nicht hipp, in irgendwelchen Büros bis zum Abwinken zu programmieren, zu entwickeln oder sonst etwas zu tun, ohne Rücksicht auf den Körper oder die Familie.
    Das soziale Leben findet keinesfalls in der Firma statt, sondern zu Hause.
    Die Einzigen, die von dieser Dämlichkeit der immer Erreichbarkeit profitieren, sind die Firmeneigentümer / Shareholder oder wie man das auch immer nennen mag. An dem Tag, an dem ein solcher MA durch diese Selbstausbeutung umfällt, wird er sofort durch den nächsten Dummen ersetzt.... da gibt es kein "oh wie schlimm" oder gar ein "Dankeschön"....
    8 Stunden / Tag sind das Mass der Dinge und wenn Arbeit in dieser Zeit längerfristig nicht erledigt werden kann, sollte man sich entweder vom "Acker" machen, oder es sollten zusätzliche MA eingestellt werden.....
  4. #4

    Schwachsinn

    Was für ein Schwachsinn! Selbständige keinen auch keinen Arbeitsschluß und werden deshalb nicht krank. Sowas blödsinniges kann nur einer kranken Beamten oder gewerkschaftlich verblödeten Angestelltenseele entsprungen sein!
  5. #5

    Im Gegenteil: Mich befreit das...

    ...da ich in der Gestaltung meiner Arbeit freier bin - so schreibe ich diesen Beitrag jetzt, während meiner "Arbeitszeit", da ich eben auch mal in meiner "Freizeit" arbeite.
    Wenn mal eine Deadline naht und die Zeit knapp wird, ist es doch toll, wenn man sich aussuchen kann, ob man lieber wochentags länger arbeitet oder lieber am Wochenende.

    Wer damit nicht umgehen kann und sich nur mehr Arbeit aufhalsen lässt, ist doch dafür selbst verantwortlich.
  6. #6

    Ja, das beobachte ich auch...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Nach Feierabend noch mal schnell die Mails checken, am Sonntag ein kurzes Telefonat führen: Arbeitnehmer ziehen immer seltener einen klaren Strich zwischen Arbeit und Freizeit, zeigt der AOK-Fehlzeitenreport. Dadurch schaden sie ihrer Gesundheit.

    AOK-Fehlzeitenreport: Freizeit und Arbeit verschmelzen immer mehr - SPIEGEL ONLINE
    ...allerdings liegt es an einem selbst, was man zulässt. Ich habe ein Firmenhandy, das wird konsequent ausgeschaltet nach Feierabend. Und Mails, nee, die haben Zeit bis ich wieder arbeite. Ich mache mich doch nicht zum Sklaven von irgendwelchen albernen Maschinen. Natürlich gibt es seltene Ausnahmen, die sind aber Ausnahmen und selten.
    Noch vor 20 Jahren waren wir auch nicht immer erreichbar und die Wirtschaft funktionierte. Heute werden ja die Leute schon nervös, wenn sie nach 30 Minuten keine Antwort haben. Das ist albern.

    Ich leiste mit - wie einige meinen, den Luxus - nicht immer erreichbar zu sein und fahre sehr gut damit. Den Takt meines Lebens gebe ich vor, kein plärrendes Handy!
    Wir hatten im Unternehmen kürzlich die Diskussion, ob die Außendienstler immer über Handy erreichbar sein müssen. Der Geschäftsführer meinte ja, wollte aber kein Handy zur Verfügung stellen, sondern erwartete allen ernstes, dass die Leute unentgeltlich ihre eignen Handys nutzen. Diese wären ja sowieso vorhanden, meinte er. Rund die Hälfte tut das und zahlt drauf, denn Rückrufe gehen ja zu Lasten des Arbeitnehmers.

    Es ist die mangelnde Solidarität der Arbeitnehmer, die solchen Unternehmern in die Hände spielt.
  7. #7

    Keine Leistung ohne Gegenleistung

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Nach Feierabend noch mal schnell die Mails checken, am Sonntag ein kurzes Telefonat führen: Arbeitnehmer ziehen immer seltener einen klaren Strich zwischen Arbeit und Freizeit, zeigt der AOK-Fehlzeitenreport. Dadurch schaden sie ihrer Gesundheit.

    AOK-Fehlzeitenreport: Freizeit und Arbeit verschmelzen immer mehr - SPIEGEL ONLINE
    Ich bin bereits in Rente und nicht mehr im Rennen. Ich habe meine Startnummer letztes Jahr abgegeben.
    Wenn ich so zurück denke fällt mir auf, dass ich auch viel gearbeitet habe. Es gab Jahre, da habe ich jeden Samstag gearbeitet. Manchmal auch an Sonntagen. Lange Zeit wurde dies auch sehr gut bezahlt. Später hatte ich teilweise bis zu 450 Stunden auf meinem Gleitzeitkonto. Die, da ich sie kaum abfeiern konnte, irgendwann bezahlt wurden.
    Wenn ich aber im Flugzeug Richtung Urlaub saß, war ich für die nächsten 3 Wochen nicht mehr erreichbar.
    Ebenso nicht zwischen dem 23.12 und 1.1. Natürlich auch nicht an den Restwochenenden.
    Emails habe ich nicht gelesen, und meine Handynummer nicht bekannt gegeben.
    An die Firma habe ich auch bei meinen 20km Waldläufen gedacht. Da sind mir die besten Verbesserungsvorschläge eingefallen, die ebenso gut honoriert wurden.
    Das Ziel muß sein: keine Leistung ohne Gegenleistung – das lernt schon ein Industriekaufmann im ersten Ausbildungsjahr.
  8. #8

    Zitat von fort-perfect Beitrag anzeigen
    Die Leute sind doch völlig krank. Bei ihrer Einstellung haben sie einen Arbeitsvertrag unterschrieben, in dem höchstwahrscheinlich eine Regelarbeitszeit pro Woche aufgeführt war. Diese Zeit ist das Mass der Dinge. Ab und an Überstunden abzuleisten ist ok, wenn diese a) angeordnet werden und b) auch entsprechend abgegolten werden.... alles Andere ist Augenwischerei....
    Sie scheinen die Augen vor der Realität zu verschließen. Hier zwei Zitate aus dem Artikel:
    Vielen Arbeitnehmer fällt dies schwer, da der Druck am Arbeitsplatz zunehmend steigt. Verlässliche Daten darüber, wie stark der Stress am Arbeitsplatz zugenommen hat, gebe es kaum, sagt Birgit Köper von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin in Dortmund.
    Ein Grund für die Entwicklung ist laut Panter eine zunehmende Verdichtung der Arbeit: Erwerbstätige müssen häufig immer mehr in immer weniger Zeit schaffen.
    Wenn ich in der Situation stecken würde und auf die Schnelle keinen anderen Arbeitsplatz finde, würde ich die Herausforderung annehmen. Lieber ranklotzen statt arbeitslos zu sein.

    Zitat von fort-perfect Beitrag anzeigen
    Die Einzigen, die von dieser Dämlichkeit der immer Erreichbarkeit profitieren, sind die Firmeneigentümer / Shareholder oder wie man das auch immer nennen mag. An dem Tag, an dem ein solcher MA durch diese Selbstausbeutung umfällt, wird er sofort durch den nächsten Dummen ersetzt.... da gibt es kein "oh wie schlimm" oder gar ein "Dankeschön"....
    Seit wann hat der öD Eigentümer bzw. Shareholder? :
    Öffentlicher Dienst: Den Stellenabbau zu weit getrieben - Hans-Böckler-Stiftung
    Opposition warnt vor Einsatz von Privatfirmen: Streit um Stellenabbau bei der Polizei - Berlin - Tagesspiegel
    Studie zum Stellenabbau im öffentlichen Dienst | Arbeitskreis Gewerkschafter/innen Aachen
    usw.
    Man kann auch so ausgetauscht werden, wenn die Arbeitsleistung nicht stimmt. Eine ordentliche Kündigung kann jeden treffen oder man wird so lange madig gemacht, bis man selber kündigt. Hartz IV (ALG II) kann jeden treffen (bis auf Beamte).
  9. #9

    ist doch klar .....

    Leute wollen alle einen super Vertrag und gutes Geld verdienen.
    Viele entscheiden sich dann für einen außertariflichen Vertrag.
    Firmenlaptop, Firmen Handy, Firmenwagen, am besten noch ein I-Pad usw.

    Alles Dinge die man gerne haben möchte aber wenn dann der Arbeitgeber verlangt man müsste mal Samstags erreichbar sein da man schließlich dafür ein Firmenhandy hat oder auch mal Sonntags auf dem Firmenlaptop von zuhause was arbeiten muss, dann ist das Geschrei groß !

    Firmen werden immer Globaler und wenn man mit Kollegen aus aller Welt zu tun hat, muss man aufgrund der Zeitverschiebung oder anderer Feiertagsregelung mal Samstags Morgens ans Firmenhandy gehen. Dafür bekommt man es ja schließlich !


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