Erreichbarkeit: Freizeit und Arbeit verschmelzen immer mehr

CorbisNach Feierabend noch mal schnell die Mails checken, am Sonntag ein kurzes Telefonat führen: Arbeitnehmer ziehen immer seltener einen klaren Strich zwischen Arbeit und Freizeit, zeigt der AOK-Fehlzeitenreport. Dadurch schaden sie ihrer Gesundheit.

http://www.spiegel.de/gesundheit/psy...850397,00.html
  1. #30

    optional

    Und wie wieviel der so geschunden Arbeitnehmer nutzen die Arbeitszeit für die erledigung von privaten Angelegenheiten im Internet zu Beispiel?
  2. #31

    Unsinnige Auffassung

    Die Leistungsfeindlichkeit nimmt echt groteske Zuege an. Vor allem das unmoegliche Gejammer darueber, dass alles immer schneller, kranker, verdichteter usw. wird. Alles quatsch. Das Gejammer kommt vor allem aus den Bueros, in denen traditionell wenig gearbeitet wird.
  3. #32

    Nette Diskussion.
    Eigentlich schon mal was von befristeten Arbeitsverträgen gehört? Die machen heute nicht mal mehr vor einem Professor halt. Da heißt es dann nur noch Ergebnisse, Ergebnisse, Ergebnisse, Publikation, DFG-Antrag, Ergebnisse usw. . Oder Harzreise.
    Rente? Gibt es nach dem Sarg.
    Funktioniert sogar bei Beamten. Die heißen Beamte auf Zeit.
  4. #33

    optional

    Nun, ich arbeite gern und es ist mir egal wie lange und wo,aaaaber, dafür wird bezahlt und wenn nicht arbeite ich bei meinen Hühnern weiter ;-))
    Wer meint er wird befördert weil er immer viel arbeitet glaubt auch an den Weihnachtsmann. So einen Mann läßt der Chef doch nicht weg. Wäre ja auch doof. Ein guter Verbesserungsvorschlag, eloquentes Auftreten etc sind da viel hilfreicher.
  5. #34

    Zitat von siegfriedderdrachentöter Beitrag anzeigen
    Mich regt es immer auf, wenn man als Angestellter nur den Vorgesetzten auf die Trennung Arbeit und Freizeit ansprechen muss. Ich war Vorgesetzter von 20 Personen, die meisten mit Hochschulabschluss. ich habe selbst oft abends meine emails gelesen, noch mit meinen Leuten telefoniert, auch im Urlaub. Die haben sich alle daran gewöhnt, dass man erreichbar sein muss, denn eine Refinanzierung und Restrukturierung wartet nicht darauf, dass Schlüsselabteilungen Urlaub machen. Auch die Betriebsräte haben dem immer zugestimmt. Für mich war immer wichtig, dass alle irgendwie ihren Jahresurlaub nehmen. Aber es ist vollständig naiv und realitätsfern, dass man einfach Aufgaben heutzutage lange liegen lassen kann. Mein Vorgesetzte aus dem Vorstand hatten nie und nimmer Verständnis für liegengeblienene Aufgaben, denn dort war der Aufsichtsrat und Investoren immer aktiv. Einmal habe ich für meine Leute gekämpft, die Abmahnung für mich erfolgte. Deshalb halte ich heute manche Soziologen und Personaler weltfremd, denn die stehen nie unter Dauerdruck wie die Leute aus dem Finanzbereich. Denn die Finanzmärkte schlafen nie, wie man ja jeden Tag lesen darf.
    Wenn die Firma Aufgaben liegenlassen muß oder Termine nicht wahrnehmen kann, weil ein paar Mitarbeiter den ihnen zustehenden Urlaub wahrnehmen, dann liegt das wohl daran, daß diese Firma entweder schlecht organisiert oder unterbesetzt oder beides ist. Und sollte das Erste der Fall sein, könnte dies auch der Grund für das Zweite sein. Ich jedenfalls würde nicht in einer Firma arbeiten, die ihre Belegschaft nicht dem Arbeitsaufkommen entsprechend besetzt.

    Leider gibt es heutzutage genug Leibeigene, die alles dafür tun, ihren erbärmlichen Arbeitsplatz nicht zu verlieren. Mit solchen rückgratlosen Leuten kann man gegen die Arbeitgeber natürlich keinen Blumentopf mehr gewinnen.
  6. #35

    Zitat von gepro Beitrag anzeigen
    Niemals würde ich das akzeptieren. 40 Stunden in der Woche müssen ausreichen und so superspannend und wichtig und oberaffengeil ist der Job nun auch nicht. Das gilt übrigens für die meisten Jobs. Manchmal glaube ich, dass die Menschen einfach nur ein Problem damit haben, guter Durchschnitt zu sein. Ich nicht.

    Zum Glück gibt es Telefone, die einem zeigen, WER da anruft. Berufliche Anrufe nehme ich außerhalb der Arbeitszeit grundsätzlich nicht an.