Forum


 

Erneuerbare Energien: Textilbranche klagt gegen Öko-Subventionen

DPAZu teuer, zu einseitig: Die Förderung erneuerbarer Energien ist nach Meinung der deutschen Textilfirmen verfassungswidrig. Nachdem ein Zahlungsboykott erfolglos war, wollen sie das umstrittene Gesetz nun vor Gericht kippen.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...850044,00.html
  1. #1

    Recht so!

    Kann doch nicht sein, dass die dummen Deutschen das Klima alleine retten! Die Inder lagern Rohöl in Erdgruben und wir spülen die Joghurtbecher aus. Umweltschutz? Ja bitte aber ohne nennenswerte Mehrkosten und ohne die Freiheiten anderer zu beschneiden!
  2. #2

    optional

    "Zugleich senkt mehr Ökostrom aber auch die Einkaufspreise für Strom, viele Versorger geben diese aber nur bedingt an die Kunden weiter."

    Man sollte das ganze Problem an der Wurzel angehen. Die großen Energieversorger versuchen die Energiewende zum Scheitern zu bringen, weil sie mit abgeschriebenen AKWs schlicht mehr Geld verdienen können. Und das, obwohl der Atomausstieg gesellschaftlicher Konsens ist.
  3. #3

    Bereits seit März hatten die Firmen die EEG-Umlage nicht mehr gezahlt, mit der Strom aus Wind und Sonne gefördert wird. Der Boykott sollte Klagen der Energieversorger provozieren - doch die kamen nicht.
    Warum wohl? Es wird höchste Zeit den Unsinn namens "Energiewende" zu stoppen ehe der Industriestandort Deutschland weiteren Schaden nimmt.
  4. #4

    Einfacher Zusammenhang: Stromerzeugung wird um so teurer, je höher der Öko-Anteil ist

    Zitat von der_stille_beobachter Beitrag anzeigen
    "Zugleich senkt mehr Ökostrom aber auch die Einkaufspreise für Strom, viele Versorger geben diese aber nur bedingt an die Kunden weiter."

    Man sollte das ganze Problem an der Wurzel angehen. Die großen Energieversorger versuchen die Energiewende zum Scheitern zu bringen, weil sie mit abgeschriebenen AKWs schlicht mehr Geld verdienen können. Und das, obwohl der Atomausstieg gesellschaftlicher Konsens ist.
    Ganz egal wie sie herumlavieren: Tatsache ist, dass Ökostrom in der Erzeugung erheblich teurer ist als konventionell erzeugter Strom ist! Ende!

    Das führt schlicht und ergreifend dazu, dass die Erzeugung von Strom systematisch um so teurer wird, je höher der Ökostromanteil ist.

    An diesem ganz einfachen Zusammenhang ändert sich auch dann nichts, wenn Ihr Einwand stimmen sollte.

    PS: Die Wurzel des Problems sehe ich im Übrigen an einer ganz anderen Stelle:

    Die deutsche Politik hat eine neue Bestimmung gefunden und scheint entschlossen zu sein, notfalls ihr Volk zu zwingen, die ganze Welt zu retten! Selbst wenn alle anderen abspringen, die Deutschen können ihren Politikern nicht entkommen. Notfalls zwingen sie uns im Alleingang Umwelt und Euro zu retten.

    Unser Pech: Wenn sie sich irren, haben wir die die Probleme!
  5. #5

    Aha, der letzte Satz bringt es auf den Punkt!

    Zugleich senkt mehr Ökostrom aber auch die Einkaufspreise für Strom, viele Versorger geben diese aber nur bedingt an die Kunden weiter.

    Hätte man ja auch am Anfang schreiben können!

    Ist der Benzinpreis eigentlich auch so hoch, weil es das EEG gibt?

    Hat nichts miteinander zu tun? Richtig!

    Die Preise werden doch nicht frei bestimmt, die großen Energieerzeuger holen doch raus was rauszuholen ist. Glaubt wirklich jemand, der Preis wäre jetzt niedriger ohne EEG? So wie beim Benzin oder was?

    Würden wir die EEG-Umlage von heute auf morgen weglassen und anderweitig die Erneuerbaren energien fördern, z. B. durch Steuern, dann würde doch der Preis sofort nach oben angepasst, oder glaubt jemand wirklich daß die Energieerzeuger die chance ungenutzt lassen.

    Was komplett nicht im Bericht erwähnt wird, ist doch auch die Tatsache warum Energieintensive Unternehmen keine EEG-Umlage zahlen müssen? Und wer gehört eigentlich zu diesen Unternehmen?

    Welchen Sinn macht es, Privatleuten und Energieextensiven Unternehmen die ganzen Kosten überzubügeln und nicht die Großverbraucher durch hohe Kosten dazu zu zwingen Energie zu sparen.

    kaufe ich ein gebrauchtes Haus, muß energetisch modernisiert werden. Baue ich ein neues Haus, dann nur Niedrigenergiebauweise.

    Aber beim Auto oder den große Unternehmen traut man sich nicht ran.

    Die Unternehmen könnten womöglich nach Indien (Tschuldigung, habe den Unsinn hier gelesen) und billiges Öl aus Erdlöchern verfeuern.

    Und das Auto ist heilig. Keiner meckert an der Tankstelle, oder?
  6. #6

    Wir retten nicht die Welt - aber uns

    Zitat von Jule25 Beitrag anzeigen
    Kann doch nicht sein, dass die dummen Deutschen das Klima alleine retten! Die Inder lagern Rohöl in Erdgruben und wir spülen die Joghurtbecher aus. Umweltschutz? Ja bitte aber ohne nennenswerte Mehrkosten und ohne die Freiheiten anderer zu beschneiden!
    Wollen wir wirklich hier so leben wie in Indien? Wir tun das ja nicht (alleine) für "die Welt", sondern auch für uns:
    - Investionen in Zukunftstechnologien und Märkte - OK, davon muss man überzeugt sein. Sind wir doch auch alle oder? :-))
    - Weniger Geld an "Energiestaaten" (Saudi, Russland, ....) und mehr Geld bleibt im Land (Handwerker, Hersteller von Windanlagen, Umrichter, Solarmodule (OK, das ist gerade keine super Beispiel))
    - Ich wohne lieber neben einem Windrad (mind. 800m wie gefordert), als neben einem konventionellen Kraftwerk
    - ...
  7. #7

    Zitat von der_stille_beobachter Beitrag anzeigen
    "Zugleich senkt mehr Ökostrom aber auch die Einkaufspreise für Strom, viele Versorger geben diese aber nur bedingt an die Kunden weiter."
    Das ist doch gerade das Problem der Textilindustrie. Nur einige hundert Grossverbraucher sind von der EEG-Umlage befreit. Das bedeutet, dass alle anderen, Mittelständler und natürlich auch die privaten Verbraucher, diese Umlage tragen müssen. Zur Zeit 3,59 Cent/KWh, ab 2013 über 5 Cent. Plus Mehrwertsteuer.
    Man sollte das ganze Problem an der Wurzel angehen. Die großen Energieversorger versuchen die Energiewende zum Scheitern zu bringen, weil sie mit abgeschriebenen AKWs schlicht mehr Geld verdienen können. Und das, obwohl der Atomausstieg gesellschaftlicher Konsens ist.
    Die grossen Energieversorger versuchen überhaupt nichts "zum Scheitern zu bringen", die mischen im EE-Geschäft kräftig mit. Ausserdem muss irgendjemand den Strom ja einsammeln und verkaufen.
  8. #8

    Offensichtlich bleibt nur noch der Weg, die großen Energieversorger zu zerschlagen, weil Ihre Macht zu groß geworden ist. Die Regierung ist zum Bediensteten und Zuarbeiter der mächtigen Energieversorger verkommen, die EVU bestimmen den Weg und bauen Blockaden ein, wo immer sie nur können.
    Weg damit, die Bürger können sich RWE und Co nicht mehr leisten, diese Parasiten saugen den Wirt aus, bis er letztlich zusammenbricht. Eine Flohkur muss her, um den Befall einzudämmen. Frau Merkel, nehmen Sie endlich Ihren Amtseid ernst und wenden Schaden vom deutschen Volke ab!
  9. #9

    Falsche Logik

    Zitat von Tolotos Beitrag anzeigen
    Ganz egal wie sie herumlavieren: Tatsache ist, dass Ökostrom in der Erzeugung erheblich teurer ist als konventionell erzeugter Strom ist! Ende!

    Das führt schlicht und ergreifend dazu, dass die Erzeugung von Strom systematisch um so teurer wird, je höher der Ökostromanteil ist.

    An diesem ganz einfachen Zusammenhang ändert sich auch dann nichts, wenn Ihr Einwand stimmen sollte.

    PS: Die Wurzel des Problems sehe ich im Übrigen an einer ganz anderen Stelle:

    Die deutsche Politik hat eine neue Bestimmung gefunden und scheint entschlossen zu sein, notfalls ihr Volk zu zwingen, die ganze Welt zu retten! Selbst wenn alle anderen abspringen, die Deutschen können ihren Politikern nicht entkommen. Notfalls zwingen sie uns im Alleingang Umwelt und Euro zu retten.

    Unser Pech: Wenn sie sich irren, haben wir die die Probleme!
    Na für den Endverbraucher stimmt das HEUTE schon nicht mehr: Für PV Strom bekomme ich inzwischen viel weniger, als ich für EVU Strom an der Dose bezahle! Und es wird jedes Jahr besser! Gut, manches geht, wegen Steuer etc. Aber wenn ich den Strom selber verbrauche, dann fällt nun mal keine Energiedurchleitung an, kein Verlust, keine Steuer (ich mache ja keinen Umsatz, etc.), kein Gewinn der EVU, etc.
    Und je mehr umsteigen, umso günstiger wird die Herstellung (ist bei den meisten Dingen so - warum nicht bei Ökostrom?)

    Wir wollen ja nicht die Welt retten (wenn es klappt, dann umso besser), sondern uns (siehe meinen Kommentar weiter oben).

    Und die Mehrheit im D. wollte/will aus der nuklearen Erzeugung aussteigen. Das waren doch nicht die Politiker, die das getrieben haben, sondern wir selber. Oder glaubt jemand wirklich, dass sie die Mehrheit der Wähler verprellen wollen?

    Also etwas mehr Optimismus: Wir schaffen das! und die anderen werden sich die Augen reiben! Ich habe noch keine (kaum) Firmen gesehen, die wegen der Stromkosten ins Ausland gehen (wer ist denn de-industrialisiert? England oder Deutschland). Entweder machen diese Kosten nur einen winzigen Anteil an den Produktkosten aus oder der Strom ist so wichtig, dass z.B. die Netzstabilität viel wichtiger ist. Und da ist Deutschland (noch) ganz vorne (Stromausfall: In D: 10 Min/Jahr und Einwohner, Frankreich: Fast 200 Min/Jahr und Einwohner).


TOP



TOP