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Erneuerbare Energien: Norwegen will Europas Akku werden

DPAWind- und Solarstrom sind chronisch unzuverlässig. Energiemanager suchen deshalb nach Speichern, die sie in dunklen und windstillen Zeiten anzapfen können. Ein norwegischer Konzern will Wasserkraftwerke im Norden zur Batterie für den ganzen Kontinent machen.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/t...834472,00.html
  1. #60

    ...

    Zitat von christian-h Beitrag anzeigen
    ...
    Bitte einfach mal die aktuelle Einspeisung betrachten und entsprechend skalieren.

    Z.B. heute 12:00:

    Bedarf etwa 65.000MW
    WK liefert ca. 5.000MW und PV 19.000MW.

    Anhand Ihrer Zahlen würden dann 12:00 Uhr WK ca. 30.000MW und PV 95.000MW einspeisen, in Summe also etwa 125.000MW bei einem Bedarf von 65.000MW. D.h es würden 60.000MW Leistung über dem Bedarf erzeugt werden.
    Was machen Sie mit der Leistung ohne Speicher?
    Na daran wirds ja wohl nicht scheitern.
  2. #61

    Zitat von bammy Beitrag anzeigen
    Aus diesem Grund brauchen wir jetzt schon dringendst Speichermöglichkeiten. Ober man schafft den Einspeisevorrang für EE ab. Was wesentlich sinnvoller wäre.
    Wieso sinnvoller?
    Wer würde dann heute noch EE-Kraftwerke bauen?
  3. #62

    Zitat von litholas Beitrag anzeigen
    Na daran wirds ja wohl nicht scheitern.
    Dann fragen Sie mal unsere polnischen Freunde, die wollen schon heute nicht unseren günstigen Überschussstrom, weil das deren Kraftwerkseinsatzplan beeinflusst :).
  4. #63

    Zitat von litholas Beitrag anzeigen
    Na daran wirds ja wohl nicht scheitern.
    Doch genau daran. Aber so lang man von EE-Kapzitäten völlig losgelöst von der realen Netzlast fabuliert, ist man auf dem Tripp mit Major Tom; da geht ja alles ohne Probleme. Willkommen bei der Deutschen "Energiewende".
  5. #64

    Zitat von bammy Beitrag anzeigen
    Wenn ich mich recht erinnere, hat die EU einen Riegel davor geschoben, weil NorGer Preisgarantien verlangte.
    So ist das falsch.
    Norger wollte als Kraftwerksbetreiber und nicht als Netzbetreiber anerkannt werden.
    Und das natürlich als EE-Unternehmen mit Strom aus Wasserkraft.
    Und damit hätten sie eine Mindesteinspeisevergütung gehabt, und ausserdem das Recht, jederzeit einspeisen zu dürfen..
    Selbst wenn deutsche WKA und PV schon Überleistung erzeugen..

    Spätestens wenn die eine zweite Leitung gebaut hätten, wären sie damit in der Lage gewesen, gleichzeitig das Überangebot aus AKW(´s) und herkömmlichen Kraftwerken zum Spottpreis zu kaufen oder sich dort sogar für die Abnahme bezahlen zu lassen, in Norwegen einmal Greenwashing zu betreiben und das ganze zum hohen EE-Preis mit Abnahmeverpflichtung in D wieder einzuspeisen.
    Und damit die anderen Kraftwerke noch weiter zu drücken..
    Eine bessere Gelddruckmaschine ist auf dem Energiesektor kaum denkbar.

    Den deutschen Politikern musste man diese Dinge drei Jahre lang immer wieder vorhalten, bevor die aufhörten, Norger eine Ausnahmegenemigung nach der anderen zuzusagen..

    Entweder waren die politisch Verantwortlichen strohdoof, oder aber hochgradig bestechlich.
  6. #65

    Zitat von ir² Beitrag anzeigen
    Doch genau daran. Aber so lang man von EE-Kapzitäten völlig losgelöst von der realen Netzlast fabuliert, ist man auf dem Tripp mit Major Tom; da geht ja alles ohne Probleme. Willkommen bei der Deutschen "Energiewende".
    Zumal auch noch die wirtschafliche Komponente außer acht gelassen wird.

    Bei so einem Szenario läge der Börsenpreis im günstigsten Fall bei 0ct/kWh, eher würde ich da mit einem negativen Preis rechnen, was bedeutet, das die Betreiber der Stromerzeugungsanlagen nicht nur kein Geld bekommen, sondern im Gegenteil welches drauflegen müssen.
    Die Anlagen wären somit wirtschaftlich nicht zu betreiben bei Gestehungskosten >5ct/kWh.
  7. #66

    Dezentrale Lösungen

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Wind- und Solarstrom sind chronisch unzuverlässig. Energiemanager suchen deshalb nach Speichern, die sie in dunklen und windstillen Zeiten anzapfen können. Ein norwegischer Konzern will Wasserkraftwerke im Norden zur Batterie für den ganzen Kontinent machen.

    Erneuerbare Energien: Norwegen will Europas Akku werden - SPIEGEL ONLINE
    Norwegen als Akku der BRD? Schleswig-Holsten will auch liefern. Gleiches gilt für Niedersachsen. Jetzt kommt Seehofer daher und droht mit dem Bayern-Werke-Konzept.

    Ich denke, es muss subsidiär zugehen. In den Ländern, in denen Atomkraftwerke abgeschaltet werden, müssen ersatzweise andere lokale Stromerezuger an vorhandene Netze angeschlossen werden.

    Die Zentale-Nord-Süd-Schiene bringt Abhängigkeiten und dauert zu lange. Deshalb hat Seehofer mit seinem Konzept Recht. Auch die Hannolore Kraft kann kein Interesse daran haben, ihre Stromliefer-Position zu verschlechtern durch ein Umkrempeln des Strommarktes.

    Deshalb: Subsidiär, also jeder für sich und nur unumgängliche zentrale Lösung für alle. Alles andere wird nur teuer und führt zur Fehlallokation von Steuergeldern!
  8. #67

    Nur gibt es einen Unterschied...

    Zitat von Anhaltiner Beitrag anzeigen
    Wenn wir weiterhin nach Frankreich, Russland oder Norwegen exportieren wollen, sollten wir denen auch abnehmen was sie zu bieten haben, sonst heizen wir im Winter mit ausländischen Schuldscheinen. Was die "Abhängigkeit" angeht stellt sich die Frage ob die einseitig oder zweiseitig ist: Atom gegen Kohlestrom, Gas gegen Industriegüter, etc. Internationaler Handel funktioniert seit tausenden Jahren wenn beide Seiten etwas davon haben.
    ... zwischen existentiellen Grundbedürfnissen (Energie & Nahrung) und Handel und Wandel durch Konsumartikel.
    Bestes Beispiel ist ja hier Norwegen, die energetisch völlig autark sind, aber dem Rest der Welt ihr Öl verkaufen. Und sie leben wirklich nicht schlecht dabei, ganz im Gegenteil.
    Wenn der Maschinenbau, die Chemie oder Automobilindustrie nur noch die Hälfte verkaufen, haben Sie deutlich geringere Probleme als wenn die Leute frieren und hungern müssen.
    Des Weiteren wird der Rest der Welt sehr wohl Verwendung für das nichtabgenommene Gas aus Rußland haben. Was mich stört, daß es noch nicht einmal Denkansätze in diese Richtung gibt, sondern die Lobby des "Russengases" schon fest in die Richtung plant.
  9. #68

    Warum erst in die Ferne schweifen ?

    Warum wird eigentlich bei den EE alles dermaßen verkompliziert. Beim heiligen Atomstrom redetet niemand über Zwischenspeicher, obwohl die unflexiblen AKW täglich nicht in der Lage waren, die Spitzenlast zu decken, da wurden stillschweigend Schattenkraftwerke, meist Geskraftwerke, gebaut die nur wenige Stunden am Tag sehr teuren Strom produzierten und niemand sah darin ein Problem. Nur bei den EE fällt plötzlich Hinz und Kunz die „Gefahr“ der Überproduktion auf, die unbedingt gespeichert werden muss, ansonsten sind die EE, die ohnehin keine Primärenergien verbrauchen natürlich untragbar. Wenn aber Atomstromüberproduktionen an die Industrie und das Ausland verschenkt, ja die Abnahme sogar bezahlt wurde, war das selbstverständlich vollkommen in Ordnung.

    OK, wenn die Energie gespeichert werden kann, so soll man das auch machen, ich frage mich nur, warum man sich dabei so schwer tut und den Strom erst verlustreich nach Norwegen und zurück transportieren muss, wenn man vor der eigenen Nase genug Speichermöglichkeiten hat.

    In ganz Deutschland befinden sich große Erz- und Kohlereviere, die sich hervorragend als Pumpspeicherkraftwerke mit Gefälle von über 1000 m. nutzen lassen, anstatt mit zigtausend Pumpen das Absaufen der Bergwerke zu verhindern, damit nicht riesige Gebiete, wie z.B. das Ruhrgebiet unter Grundwasserniveau absacken und überschwemmt werden.
    Einige Speicherkraftwerke dieser Art sind bereits erfolgreich in Betrieb. Mir fällt allerdings auf, wenn bei den EE einmal wieder ein von der alten Energielobby künstlich aufgeblasenes Problemchen geplatzt ist, versucht man bisher recht erfolgreich die Umsetzung und die Diskussion darüber zu behindern.

    http://www.sueddeutsche.de/wissen/erneuerbare-energie-windstrom-aus-dem-bergwerk-1.1018995
  10. #69

    Zitat von sachgerecht Beitrag anzeigen
    Warum wird eigentlich bei den EE alles dermaßen verkompliziert. Beim heiligen Atomstrom redetet niemand über Zwischenspeicher, obwohl die unflexiblen AKW täglich nicht in der Lage waren, die Spitzenlast zu decken, da wurden stillschweigend Schattenkraftwerke, meist Geskraftwerke, gebaut die nur wenige Stunden am Tag sehr teuren Strom produzierten und niemand sah darin ein Problem. Nur bei den EE fällt plötzlich Hinz und Kunz die „Gefahr“ der Überproduktion auf, die unbedingt gespeichert werden muss, ansonsten sind die EE, die ohnehin keine Primärenergien verbrauchen natürlich untragbar. Wenn aber Atomstromüberproduktionen an die Industrie und das Ausland verschenkt, ja die Abnahme sogar bezahlt wurde, war das selbstverständlich vollkommen in Ordnung.

    OK, wenn die Energie gespeichert werden kann, so soll man das auch machen, ich frage mich nur, warum man sich dabei so schwer tut und den Strom erst verlustreich nach Norwegen und zurück transportieren muss, wenn man vor der eigenen Nase genug Speichermöglichkeiten hat.

    In ganz Deutschland befinden sich große Erz- und Kohlereviere, die sich hervorragend als Pumpspeicherkraftwerke mit Gefälle von über 1000 m. nutzen lassen, anstatt mit zigtausend Pumpen das Absaufen der Bergwerke zu verhindern, damit nicht riesige Gebiete, wie z.B. das Ruhrgebiet unter Grundwasserniveau absacken und überschwemmt werden.
    Einige Speicherkraftwerke dieser Art sind bereits erfolgreich in Betrieb. Mir fällt allerdings auf, wenn bei den EE einmal wieder ein von der alten Energielobby künstlich aufgeblasenes Problemchen geplatzt ist, versucht man bisher recht erfolgreich die Umsetzung und die Diskussion darüber zu behindern.

    Erneuerbare Energie - Windstrom aus dem Bergwerk - Wissen - sueddeutsche.de
    Da haben Sie aber einen schönen Strohmann aufgestellt. Atomkraftwerke wurden in Deutschland, zusammen mit den Braukohlekraftwerken, für den Grundlastbetrieb konzipiert. Die Ergänzung mittels Gaskraftwerke bzw. PSW für die Spitzenlast war ebenfalls Teil des bewährten Konzeptes. Was nun gar nicht funktioniert, ist die Substitution dieser Kraftwerksstruktur durch fluktuierende WKA und PV. Strom wurde auch nie verschenkt, das gibt es erst seit die WKA ihre segensreiche Wirkung entfalten, sondern verkauft. Ja, man konnte mit dem Stromverkauf sogar Geld verdienen, aber damit macht die "Energiewende" ja jetzt Schluß denn am Ende wird der gesamte Strommarkt zum Subventionsmarkt. Dank ideologischer statt rationaler Energiepolitik.


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