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Erneuerbare Energien: Frischer Wind für Helgoland

SPIEGEL ONLINEVom Fuselfelsen zum Industriestandort: Ein neuer Bürgermeister hat viel vor mit Deutschlands einziger Hochseeinsel. Helgoland wird zum Servicehafen für Offshore-Windparks ausgebaut. Das Geschäftsmodell soll den Niedergang des Touristik-Eilands stoppen.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...832444,00.html
  1. #1

    Nie wieder Helgoland!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Vom Fuselfelsen zum Industriestandort: Ein neuer Bürgermeister hat viel vor mit Deutschlands einziger Hochseeinsel. Helgoland wird zum Servicehafen für Offshore-Windparks ausgebaut. Das Geschäftsmodell soll den Niedergang des Touristik-Eilands stoppen.

    Helgoland wird Servicehafen für Offshore-Windparks - SPIEGEL ONLINE
    Meinen Urlaub werde ich künftig nicht an einem Industriestandort verbringen. Wie kann man Helgoland nur so kaputt machen! Aber die Helgoländer waren schon immer geldgierig. Dies nun wird wohl deren Todesstoß sein. Vor allem die Parfümindustrie hat meiner Meinung nach viel Schuld an den Niedergang der Insel. In ihren wenigen Geschäftstraßen hängt ein Mischmasch verschiedener Parfüme, die aus den Stinkebuden dort herausmockern. Und weil besonders Rentner aus dem Osten Deutschlands sich mit dem Zeugs beim Probieren einstänkern lassen, mal hier etwas hingesprüht, mal dort, und trotzdem nichts gefunden, wabbert der chemische Gestank über die ganze Insel und später sind auch die Schiffe damit belastet. So kräftig kann der Wind, der eigentlich ständig über Helgoland weht, leider nicht sein, als dass er das Dreckszeugs fortbläst. Die Touristen, die sich auf den "Duftterror" der Helgoländer eingelassen haben, sind schließlich wie lebende "Duftkerzen" und verteilen den Gestank wie eine Pest. Und jeder, der die selbe Stelle berührt, die auch sie zuvor mit ihren parfümierten Fingern angefasst haben, holt sich Stinkefinger...
  2. #2

    In den Artikel steht viel Unsinn ...

    ´... und in dem Leserbrief "Nie wieder Helgoland!" noch mehr. Ich war etliche Male auf der Insel und habe noch nie außerhalb eines Geschäfts Parfumgeruch wahr genommen (es sei denn, ich laufe direkt an einer "aufgedonnerten" Person vorbei, was überall passiert). Den früher gelegentlich vorkommenden Stromausfall gibt es auf der Insel nicht mehr, seitdem sie ihren Strom vom Festland bezieht. Schon um die Jahrtausendwende hatte die Insel deutlich weniger als 1.500 Einwohner, das ist eine total übertriebene Dramatisierung. Der Bauunternehmer Arne Weber hatte selbst Schuld, mit seiner totalen Fehlplanung "Hotel Atoll" im Winter leere Betten zu haben: Gerade der Wintertourismus (mit Übernachtungen) hat auf Helgoland Dank anderer kreativer Unternehmer (Grips statt Beton) stark zugenommen.

    Helgoland wird auch in Zukunft kein Industriestandort, war aber auch nie eine "heile Welt", wie es "gugugy" zu suggerieren versucht. Wenn man sich nur ein wenig mit der spannenden Geschichte und der Entwicklung der Insel auseinander setzt, weiß man das, und nur von Natur können Menschen nun mal nicht leben. Wer den Helgoländern pauschal Gier unterstellt, hat keine Ahnung von den Lebensbedingungen auf der Insel und hat sich vermutlich nur an einem sonnigen Sommersonntag damit auseinander gesetzt. Das Jahr hat bekanntlich aber 365 Tage.

    Helgoland ist ein einzigartiger Mikrokosmos in Deutschland und wird das auch bleiben. Dafür werden die traditionsbewussten Helgoländer schon sorgen. Die waren in den letzten Jahren zwar oft uneinig (siehe Volksabstimmung über das "Vereinigungsprojekt Insel / Badedüne), haben dabei aber immerhin bewiesen, wie Demokratie funktionieren kann.
  3. #3

    unglaublich...

    "Ob die Robben weiterhin kommen, um am Strand von Helgoland ihre Jungen zu gebären, wenn sich die Windräder drehen, das wisse niemand."

    Meine Güte, was ein Quatsch. Meeressäuger interessieren sich für FISCH, das sind keine Windradphobiker.
    Im Gegenteil werden die Windparks zu einem attraktiven Ort für Schweinswale und Robben, weil in diesen Bereichen ein bißchen Hartsubstrat im Wasser steht, so etwas pflegt Fische anzulocken, Prinzip künstliches Riff.
    Die Schallemissionen im Betrieb sind unkritisch, vor allem aber ist Fischerei dort STRIKT verboten.

    DAS ist dann mal ein Meeressäuger-Schutzgebiet und nicht dieser Papiertiger vor Sylt.
  4. #4

    Stumpfsinnige Schönrederei!

    Zitat von stammbus Beitrag anzeigen
    ´... und in dem Leserbrief "Nie wieder Helgoland!" noch mehr. Ich war etliche Male auf der Insel und habe noch nie außerhalb eines Geschäfts Parfumgeruch wahr genommen (es sei denn, ich laufe direkt an einer "aufgedonnerten" Person vorbei, was überall passiert). Den früher gelegentlich vorkommenden Stromausfall gibt es auf der Insel nicht mehr, seitdem sie ihren Strom vom Festland bezieht. Schon um die Jahrtausendwende hatte die Insel deutlich weniger als 1.500 Einwohner, das ist eine total übertriebene Dramatisierung. Der Bauunternehmer Arne Weber hatte selbst Schuld, mit seiner totalen Fehlplanung "Hotel Atoll" im Winter leere Betten zu haben: Gerade der Wintertourismus (mit Übernachtungen) hat auf Helgoland Dank anderer kreativer Unternehmer (Grips statt Beton) stark zugenommen.

    Helgoland wird auch in Zukunft kein Industriestandort, war aber auch nie eine "heile Welt", wie es "gugugy" zu suggerieren versucht. Wenn man sich nur ein wenig mit der spannenden Geschichte und der Entwicklung der Insel auseinander setzt, weiß man das, und nur von Natur können Menschen nun mal nicht leben. Wer den Helgoländern pauschal Gier unterstellt, hat keine Ahnung von den Lebensbedingungen auf der Insel und hat sich vermutlich nur an einem sonnigen Sommersonntag damit auseinander gesetzt. Das Jahr hat bekanntlich aber 365 Tage.

    Helgoland ist ein einzigartiger Mikrokosmos in Deutschland und wird das auch bleiben. Dafür werden die traditionsbewussten Helgoländer schon sorgen. Die waren in den letzten Jahren zwar oft uneinig (siehe Volksabstimmung über das "Vereinigungsprojekt Insel / Badedüne), haben dabei aber immerhin bewiesen, wie Demokratie funktionieren kann.
    Ich widerspreche Ihnen und finde es gut, dass "gugugy" ein großes Problem angesprochen hat. Wenn die "traditionsbewussten Helgoländer" wirklich so traditionsbewusst wären, so hätten sie sich beizeiten von den hässlichen Häusern des Wiederaufbaus nach und nach verabschiedet und schönere, für ein Seedbad angemessene Häuser gebaut. Der Aspekt "Parfüm" zeigt, wie sehr sich die Helgoländer dem Untergang ihrer Insel verschrieben haben. Auch ich werde künftig Helgoland meiden, wenn dieser "Neue Besen"-Bürgermeister sich weiterhin so skrupellos verhält.
  5. #5

    Die "hässlichen Häuser des Wiederaufbaus" stehen vollständig unter Denkmalschutz, es ist sogar ein Problem, eine simple Gaube einzubauen. Unter Kennern gilt diese Architektur sogar als "blaue Mauritius". Außerdem sind die "gierigen Helgoländer" überwiegend gar nicht so reich, um nach 50 Jahren alle ihre Häuser abzureißen und neu zu bauen, zumal die Grundstücke dazu gar nicht groß genug sind.

    Bitte erst mal gründlich informieren!!!
  6. #6

    Bitte gründlicher informieren

    Zitat von stammbus Beitrag anzeigen
    Die "hässlichen Häuser des Wiederaufbaus" stehen vollständig unter Denkmalschutz, es ist sogar ein Problem, eine simple Gaube einzubauen. Unter Kennern gilt diese Architektur sogar als "blaue Mauritius". Außerdem sind die "gierigen Helgoländer" überwiegend gar nicht so reich, um nach 50 Jahren alle ihre Häuser abzureißen und neu zu bauen, zumal die Grundstücke dazu gar nicht groß genug sind.

    Bitte erst mal gründlich informieren!!!
    Es waren Menschen, die diese schrecklichen Häuser zu Baudenkmälern erhaben haben. Und es könnten Menschen sein, die sich künftig dagegen wenden und den teilweise unsinnigen Schutz aufheben, damit Helgoland und Helgoländer davon profitieren. Und damit auch Besucher der Insel. Es müssen doch nicht gleich dieselben Bausünden gemacht werden. Obwohl mein kleines Helgoländer Grundstück einen Abriss und Neubau erlaubt, bin ich gezwungen, dieses Haus, dessen Gemäuer von Hausschwamm befallen ist, um jeden Preis zu erhalten. Mit diesem Problem bin ich nicht allein auf dieser Insel. Wenn nicht bald ein Abriss und Neubau genehmigt wird, dann werde ich das Haus dem Bürgermeister schenken. Dann hat der diese Geldvernichtungsmaschine an der Backe. Ich argwöhne aber, dass es dann ganz schnell abgerissen wird.
  7. #7

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Vom Fuselfelsen zum Industriestandort: Ein neuer Bürgermeister hat viel vor mit Deutschlands einziger Hochseeinsel. Helgoland wird zum Servicehafen für Offshore-Windparks ausgebaut. Das Geschäftsmodell soll den Niedergang des Touristik-Eilands stoppen.

    Helgoland wird Servicehafen für Offshore-Windparks - SPIEGEL ONLINE
    Off-shore Windparks sind Subventionsgräber.
    Offshore Windparks: Stromkunden sollen draufzahlen - SPIEGEL ONLINE
    Und die Profite kassieren die "Heuschrecken"
    Blackstone investiert in Windparks - Wind säen, Gold ernten - Wirtschaft - sueddeutsche.de

    Aber bei der "Energiewende" setzt in Deutschland das Denken aus.
  8. #8

    Für mich kann ich sagen, dass ein wenig Industrie einen Standort immer aufwertet. Ich fahre nicht nach Hamburg wegen der Shippingcenter oder wegen der Kultur.

    Nein, ich will sehen, wie die Leute unter anderen geographischen Verhältnissen gelebt haben und idealerweise noch leben.

    Wenn ich nach Hamburg fahre, besuche ich in erster Linie ortstypische Industrieanlagen: Hamburger Hafen, Landungsbrücken, Speicherstadt, Pegel, Elbtunnel, altes Land, Airbus-Fabrik, Fischmarkt.

    Fahre ich nach Helgoland, so erwarte ich ebenso Dinge, die ich sonst nicht zu sehen bekomme: Landungsbrücken, Fischereihafen, Weltkriegsbunker und nun eben eine Wartungsfirma für die größten Windräder der Welt. Wenn die schlau sind, bieten die Fahrten in den Windpark an, wie es anderswo Begehungen zu Leuchttürmen, Bergwerken und Wasserkraftanlagen gibt.

    Ein Werkhof für diese Anlagen ist in meinen Augen keine "Industrielandschaft" mit rauchenden Schloten. Das Vorhaben klingt wahrlich nicht so, dass Kegelrobben und Vögel gefährdet sind.
    Es gibt wohl tatsächlich Touristen, die ein Disneyland mit künstlichen austauschbaren Asseccoirs bevorzugen, aber meins ist sowas nicht.
  9. #9

    Zitat von ir² Beitrag anzeigen
    Off-shore Windparks sind Subventionsgräber.
    Offshore Windparks: Stromkunden sollen draufzahlen - SPIEGEL ONLINE
    Und die Profite kassieren die "Heuschrecken"
    Blackstone investiert in Windparks - Wind säen, Gold ernten - Wirtschaft - sueddeutsche.de

    Aber bei der "Energiewende" setzt in Deutschland das Denken aus.
    Eigentlich setzt tatsächlich bei den meisten Bürgern im Bezug auf die Energiewende das Denken erst ein. Endliche Resourcen und nicht hinnehmbare Nachteile bei der Atomkraft sind Stichworte, die hier zu nennen sind. Dass dies natürlich nur durch finanzielle Anstrengungen realisierbar ist, war von vornherein klar. Leider scheint dieser Denkprozess noch nicht bei allen in Gang gesetzt worden zu sein. Oder kommt jetzt wieder das Totschlagargument Fusion?


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