SPIEGEL ONLINEVom Fuselfelsen zum Industriestandort: Ein neuer Bürgermeister hat viel vor mit Deutschlands einziger Hochseeinsel. Helgoland wird zum Servicehafen für Offshore-Windparks ausgebaut. Das Geschäftsmodell soll den Niedergang des Touristik-Eilands stoppen.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...832444,00.html
Ich weiß nicht, wer für Sie alle sind. Ohne Mehrkosten bis 2013 aus der Atomkraft haben nichtmal die größten Optimisten versucht.
Dass es ohne Mehrkosten geht ist vermutlich fast allen klar. Dass dies auch der Ansatzpunkt für Atomfreunde ist, ist auch klar. Atomkraft gibts ja schließlich für umsonst aus der Steckdose und alle Folgen sind auch umsonst.
Es wird immer vom Industriestandort Helgoland gesprochen, aber was wird den hier gebaut? Es werden nur drei Lagerhallen für Ersatzteile auf dem Hafengelände gebaut. Auf diesem Gelände steht auch die Kläranlage, der Hubschrauberlandeplatz und der Betriebshof des Wasser und Schiffahrtsamt, und noch eine kleines Betonwerk, also wer möchte da schon spazieren gehen? Das Leben für den Urlauber spielt sich dort nicht gerade ab! Wir wollen doch den Ausstieg aus der Atomkraft, aber jeder möchte weiterhin seinen Strom beziehen, nur darf von der Produktion nichts zu sehen sein, aber so geht das leider nicht. Der Standort Helgoland ist nun einmal dichter dran an den Windparks und das heisst kürzere Strecken, weniger Treibstoff für die Versorger bzw. Instandhaltungstrupps und das ist doch wohl nachvollziehbar oder? Man hat sich hier auf der Insel auch an den riesigen Sendemast gewöhnt (ohne den angeblich der Fernseh und Telefonempfang nicht mehr möglich wäre). Es wird zwar in den nächsten zwei bis drei Jahren etwas mehr Bautätigkeit hier sein, aber im Winter wird das trostlose Ortschaftsbild doch durch einige Windparkmonteure belebt, den Gäste sind in den Wintermonaten leider nur in sehr geringen Zahlen anzutreffen (das rauhe Klima im Winter hier ist aber auch nicht unbedingt für jedermann zum Urlaub machen geeignet)
wird innerhalb einer Einwohnerversammlung zum Thema "Offshore" informiert und anschließend diskutiert werden...ich wünschte, so einige Kommentatoren wären morgen anwesend und trügen zum kontroversen Austausch bei...Es sei nochmal gesagt: "Geldgier, Engstirnigkeit, Beharrungsvermögen bis zum Verlust der wirtschaftlichen Grundlagen, (auch gern aggressive) Beratungsresitenz und politisches Desinteresse" sind sicher nicht nur auf Helgoland zu finden...da sitzt wohl ein jeder im Glashaus! Manchmal verhindert auch Angst vor Veränderung (zum Schlechteren) die notwendige Bewegung...es ist auf so einer kleinen Insel so wenig Platz für "Bewegung"...In so einem Forum wie hier sagt sich anonym so leicht, was "die Helgoländer tun oder lassen sollten"...Kommen Sie auf die Insel zu solchen Terminen wie morgen und sagen Sie sachlich Ihre Meinung...Sie sind willkommen!
...kommen sollen zur Einwohnerversammlung! Aus "Industriestandort" wird "Servicestation", der frische Wind bleibt und wir alle hoffen, er wird kein Sturm. Es wird nicht einfach sein, die Belange der Offshore-IIndustrie mit den Bedürfnissen der durch den Tourismus wirtschaftlich existierenden Gemeinde in Einklang zu bringen in den jetzt anstehenden 3 Jahren Bauzeit. Am 25.6. beginnt die "Baureifmachung" des Südhafengeländes...
Wir wollen den Ausstieg aus der Atomkraft, aber ein paar wollen ihn nicht. Gehen Sie getrost davon aus, dass die Mehrheit der Meckerfritzen nur aus dem einen Grund meckert, weil sie sich immer noch an ihre Kernkraftwerke klammern oder weil sie dafür bezahlt werden, solche Ansichten zu äußern.
Die Ertrinkenden klammern sich an den letzten Strohhalm. so war es schon immer u. ist hier nicht anders. Die idiotische u. hochsubventionierte Windenergie als "Chance" zu sehen ist so wie wenn ein Lungenkrebspatient seine chance in der letzten Zigarette sieht.