Ich kann Ihrem Beitrag nur zustimmen, obwohl andere Menschen da natürlich auch andere Interessen haben könnten.
Zur Besichtigung - die gibts schon:
Offshore Windpark Alpha Ventus
SPIEGEL ONLINEVom Fuselfelsen zum Industriestandort: Ein neuer Bürgermeister hat viel vor mit Deutschlands einziger Hochseeinsel. Helgoland wird zum Servicehafen für Offshore-Windparks ausgebaut. Das Geschäftsmodell soll den Niedergang des Touristik-Eilands stoppen.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...832444,00.html
Ich kann Ihrem Beitrag nur zustimmen, obwohl andere Menschen da natürlich auch andere Interessen haben könnten.
Zur Besichtigung - die gibts schon:
Offshore Windpark Alpha Ventus
...soll die Windindustrie bringen („150 Arbeitsplätze würden durch das Servicezentrum entstehen. Singer nimmt an, dass zehn Prozent davon durch Helgoländer selbst besetzt würden.“). Wie viele Arbeitsplätze im Tourismus-Bereich werden dafür verschwinden?
Das ganze Abenteuer beruht auf einer für die Wind- und auch Sonnenergie typischen Milchmädchenrechnung und wird mit ziemlicher Sicherheit als gigantische Subventionsblase enden.
Die Leistung der Windräder wird gewaltig überschätzt- 200 Windräder mit je 5 MW werden bei Vollast 1000 MW liefern, gerade mal so viel wie ein großes modernes Kohlekraftwerk. Nun wird diese Vollast aber nur sehr selten erreicht. Übers Jahr gerechnet ist mit einer durchschnittlichen Leistungsabgabe von ca. 30 % zu rechnen (Zum Vergleich: viele deutsche Kernkraftwerke erreichen 90 %, ebenso Kohlekraftwerke für die Grundlast – und hier erfolgt die Leistungsabgabe kontinuierlich und sehr berechenbar. Auch in der windreichen Nordsee wehr der Wind nicht immer in ausreichender Stärke und oft genug gibt es Flaute, so daß die 200 schönen neuen Windräder überhaupt keinen Strom erzeugen. Daher muß grundsätzlich für jedes MW Windstrom ein MW konventioneller Leistung bereitstehen, also Kohle- bzw. Gaskraftwerke. Wo früher eine Anlage, z. B. ein Kohlekraftwerk gebaut und unterhalten werden mußte, sind jetzt immer noch ein Kraftwerk, aber zusätzlich 200 Windmühlen erforderlich. Das ist wirtschaftlich schwachsinnig, aber auch ökologisch ein GAU =größter anzunehmender Unsinn. Und das alles für 15 zusätzliche Arbeitsplätze für Helgoländer!
Ja, denn jetzt erst wird Millionen Menschen, die noch nie ein Kraftwerk gesehen haben und Überlandleitungen nur aus dem Fernsehen kennen bewusst, dass sie dank "Energiewende" demnächst im Windpark und unter einer Hochspannungsleitung wohnen werden. Das Nachdenken wird dann aber andere Folgen haben als Sie denken.
Kohle und Gas gibt noch für Generationen, Atomangst und Klimahysterie sind Pawlowscher Reflexe die den Deutschen von den Grünen angezüchtet wurden.
Und daß diese "Anstrengungen" beim "nicht privilegierten Endverbraucher" auflaufen auch; wurde nur geschickt vernebelt.
Es wird, es wird. Die Diskussion um die EEG-Umlage 2013 (bis > 5 ct/kWh sind schon genannt) wird spannend werden.
Die grünverführten werden irgendwann merken was los ist, dann ist Schluß mit der "Energiewende".
Das ist schlicht gelogen.
alpha ventus: Forschung und Industrie präsentieren gemeinsame Erfolge - Fraunhofer-Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik
Aktuelle Ergebnisse zeigen, dass mit einer durchschnittlichen Leistungsabgabe von 50% zu rechnen ist. Flaute, ergo keine Leistungsabgabe, ist offshore dagegen sehr selten. Dazu kommt: ist auf der Nordsee Flaute ist dies im restlichen Land nicht zwingend so. Flaute auf See kann also in gewissem Maße auch durch Anlagen an anderen Standorten kompensiert werden. Dazu werden idealerweise derzeit schneller regelbare Gaskraftwerke miteinbezogen.
Jede erzeugte Kilowattstunde Windenergie reduziert den Ausstoß von CO2, die Verbrennung fossiler Brennstoffe und die Erzeugung radioaktiven Mülls. Ist es das etwa nicht wert? Ich denke schon!
Gut, 15 Arbeitsplätze für 1000 Inselbewohner, die einen Schnitt von 58 Jahren haben? Das ist für die arbeitsfähige Bevölkerung nicht schlecht. Dazu 135 Dauergäste, die mal keine Alkoholtouristen sind, würd die örtlichen Dienstleister auch erfreuen.
An der Technik hängt dann aber auch viel mehr Zulieferei. Vom örtlichen Maler, Trockenbauer, Fliesenleger, Klempner, Elektriker, Putzfrau bis zum Koch.
Gas und Wind muß tatsächlich kombiniert werden. Aber durch die zusätzliche Windkraft kann man die Gasturbine abschalten und bekommt den Energieträger Wind kostenlos.
Ein Kohlekraftwerk braucht 2 Tage zum hoch/runterfahren und braucht für die Lastspitzen ebenso Gaskraftwerke. Mir ist nicht bekannt, dass die den Brennraum wie eine Thermoskanne isolieren um dann die Feuerung für einen halben Tag auszusetzen.
Dann schauen wir mal, was Ihre Aussagen wert sind! In Japan haben 54 Kernkraftwerke eine Leistungsabgabe von Null %, das heißt 4 sind ein Trümmerhaufen und 50 stehen still, weil die Akzeptanz in der dortigen Bevölkerung sehr nahe bei Null angekommen ist. Sie halten das für "kontinuierlich und sehr berechenbar". Offenbar sind Sie kein großer Rechenkünstler.
Es könnten auch deutlich mehr Insulaner beschäftigt sein. Das Problem dürfte in der Ausbildung liegen.
Und ein Wartungsstützpunkt für WKA mit seiner Halle unterscheidet sich von einer Fischverabeitungshalle durch den Geruch. Vorteil von Helgoland ist halt, dass das Schiff in zwei Stunden vor Ort ist. Zusätzlich hat Helgoland eine Stromanbindung ans Festland. Die kann als Backup-Leitung genutzt werden.
Die Millionen Bürger sind sicherlich tatsächlich froh darüber, Kernkraftwerke nur aus dem Fernsehen zu kennen und nicht hautnah.
Ich bin wahrlich kein Paniker und die Risiken sind minimal. Aber sie sind existent und in einem dicht besiedelten Land wie dem unseren sollten diese minimalen Risiken bereits Ausschlusskriterium genug sein.
"Im Windpark" wohnt übrigens niemand. Dafür gibt es klare Regelungen. Unter einer Hochspannungsleitung wohnen bereits viele. Bisher wurde das aber noch nicht als Argument ausgeschlachtet um die "Hochspannungsleitungsphobie" zu schüren.
"Klimahysterie" entsteht durch klar messbare Veränderungen des Klimas. Inwieweit diese negative Auswirkungen haben ist durchaus Frage der Interpretation. Es gibt viele Experten, die sagen, dass die Auswirkungen verheerend sein wird.
Inwieweit ein Engagement in Windenergie durch die "German Angst" verursacht wird will mir nicht so ganz einleuchten, wenn man die Installationen europa- und weltweit, insbesondere z.B. in China sieht.
Die derzeitige Anfangsvergütung für Offshorewind beträgt 15ct/kWh. Das sind ca. 7-8 cent mehr als konventionelle Stromgestehungskosten.
Als kleines Gedankenexperiment können wir ja mal versuchen zu überschlagen, wieviel Prozent am Strom Offshorewind ausmachen müsste um zu 5ct/kWh Umlage zu führen.
Anders herum könnten wir aber auch einfach feststellen, dass die Umlage nicht von der Windenergie in die Höhe getrieben wird. Die Windenergie ist nämlich 2010 nur für 20% der Umlage verantwortlich gewesen bei gleichzeitigem Anteil von fast 50% am EEG-Strom.
Dass es privilegierte und nichtprivilegierte Endverbraucher gibt ist sicherlich diskussionswürdig, wobei es hier auch Argumente für beide Seiten gibt.
Diesen Satz verstehe ich nicht ganz. Die Mehrheit der Bevölkerung spricht sich für eine Energiewende aus. Allerdings wählt die Mehrheit der Bevölkerung gar nicht grün? Der Atomausstieg ist, wie man so schön sagt, "gesellschaftlicher Konsens", also sollten wir unsere Energien darauf verwenden, auch gemeinschaftlich daran zu arbeiten.
Dann denke ich mal ganz angestrengt nach und komme zu dem Schluss, dass Sie entweder Atlantis entdeckt haben, welches 30 - 40 Kilometer nördlich von Helgoland liegt und Millionen Einwohner hat; oder falls Sie doch die Millionen Menschen auf dem Festland gemeint haben (wo ja auch Windräder aufgestellt werden), dass bei denen der Atomstrom bisher im Eimer angeliefert und morgens vor der Haustür abgestellt wurde.
@riebot: Ich habe - wohl gemerkt - den Denkmalschutz nicht verteidigt, aber er ist ein Fakt. Ich bin auch dafür, dass er in diesem Falle zumindest eingeschränkt wird. Ich habe nur den seltsamen Meinungen widersprochen, die meinen, man könne die Inselbebauung ganz einfach durch zeitgerechte Bauten ersetzen, wenn man individuell nur wolle.