DPAParadoxes Ergebnis einer Studie: Menschen, die oft Schokolade naschen, sind im Durchschnitt dünner als jene, die sich von der Süßigkeit selten locken lassen. US-Forscher nehmen an, dass bestimmte Substanzen aus dem Kakao den Stoffwechsel beeinflussen.
http://www.spiegel.de/wissenschaft/m...823796,00.html
Entweder das - oder schlankere Menschen gönnen sich im Gegensatz zu den dickeren die Schokolade...
Bei mir war jedenfalls die Gewichtszunahme der Grund, auf Schokoladenkonsum zu verzichten - und ich werde wieder Schokolade essen, wenn ich wieder mein altes Gewicht erreicht und eine Weile gehalten habe...
In einem Land, das von Übergewicht und Bewegungsarmut gekennzeichnet ist, ist möglicherweise Schokolade das kleinere Übel im Vergleich zu Junkfood der Schnellimbisse und den allgegenwärtigen Softdrinks.
Wer Chips in der Familienpackung kauft, wer Transfette ohne Ende zu sich nimmt, für den wäre Schokolade vielleicht die bessere Alternative.
Ich halte solche Untersuchungsergebnisse nur für sehr beschränkt übertragbar auf unsere Verhältnisse.
Es wird leider nicht ausgeführt, welche Schokolade gegessen wird - die mit 80 und mehr Prozent Kakaoanteil oder ganz normale Milchschokoladen mit viel Zucker und Fett. Die positive Wirkung von Kakao als solchen ist schon oft untersucht und bestätigt worden. Der Mensch, der nachweisbar am ältesten wurde, eine Französin, die mit nachweisbar 122 Jahren und 5 Monaten (Calvent, 1997). Sie soll in der Woche 1 kg Schokolade gegessen haben, wie sie einmal Journalisten verriet. Inzwischen gibt es hochwertige Schokoladen mit sehr hohem Kakaoanteil ohne Zucker, mit Stevia gesüßt, wo allein eine Tafel 11 EUR kostet und mehr. Und wer bei Hungerattacken zur Schokolade greift und nicht zum Schweineschnitzel mit Kartoffeln, hat vermutlich die gesündere Wahl getroffen, wenn er kein Diabetiker ist. Und dass Schokolade glücklich und fröhlich macht, auch eine alte Weisheit, die sich früher nur die Betuchten leisten konnten - heute sicherlich auch. Dass Kakao wie Koffein wirkt, munter macht/hält, fröhlich und glücklich, da fragt man sich schon, warum nicht lieber gute Schokolade anstatt Zigaretten?
Das Problem ist die Studie selbst:
Mir ist aus meiner Erfahrungswelt mit Dicken immer aufgefallen, dass diese angeben nie Süßigkeiten zu naschen. Es ist wohl einfacher zuzugeben Schokolade zu essen, wenn man schlank ist.Das Team um Beatrice Golomb hat rund tausend Menschen zu ihren Ernährungsgewohnheiten befragt und ihren Body-Mass-Index (BMI) ermittelt, der sich Körpergewicht (in Kilogramm) dividiert durch das Quadrat der Körpergröße (in Quadratmeter) ergibt.
Durch Sport nimmt man aber auch mehr Kalorien zu sich, weil man mehr isst. Sport ist zwar tatsächlich gut für's Gewicht, allerdings nicht, weil man mehr Kalorien verbraucht oder verbrennt, sondern weil man Stress reduziert u.ä.m.
Die Vorstellung, man könne durch seine Ernährung sein Körpergewicht wesentlich (!) und langfristig (!) beeinflussen, ist vergleichbar mit der Vorstellung, die Sonne drehe sich um die Erde. Um diese Vorstellung zu verlassen, hat die Menschheit tausende von Jahren gebraucht, denn sie war ja so offensichtlich richtig. Hoffen wir, dass wir den Unsinn der Ernährungsberatung vielleicht in hundert Jahren überwunden haben.
Die erste Frage die der Spiegel, als auch die vom Spiegel interviewten Ärzte und Forscher hätten stellen sollen ist, um was für eine Schokolade es sich handelt: Mehrheitlich wird Schokolade ja nicht in Reinform konsumiert, sondern vermengt mit Zucker, Milchbestandteilen, Milchfetten usw. Letztere gelten als ungesund. Gibt es dazu genaueres?