Forum


 

Ernährung: "Friss' die Hälfte" erweist sich als beste Diät

Ratschläge zum Abnehmen gibt es viele: Weniger Fett! Weniger Eiweiß! Weniger Kohlenhydrate! Alles egal, wie ein Langzeit-Vergleichstest jetzt ergab. Das Ergebnis: Alle Diäten wirken*ähnlich, solange man sie nur befolgt.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/m...812221,00.html
  1. #10

    Zitat von badbeardxb Beitrag anzeigen
    ...also ich denke FdH hat ein hohes Jojo-Effekt-Risiko weil es doch relativ anspruchsvoll ist. Die besten Erfahrungen habe ich mit sehr langsamen Abnehmen gemacht, also so 200 Gramm pro Woche - das kann man ewig durchhalten, und das Fett verschwindet koninuierlich....aus Faulheit benutze ich ein weightwatchers-webseiten-Abo um alles einzutragen, was ich esse, koennte aber stattdessen auch einfach Kalorien aufschreiben.
    Wenn die Bewegung stimmt ist das relativ problemlos

    Problematisch wirds ja eher wenn die Leute ein kurzzeitiges Intensiv-Sportprogramm absolvieren und simultan dazu "unter 1000 Kalorien" hungern - das hält niemand lange durch und siehe da, sobald der Sport wegfällt weils so einfach keinen Spaß macht oder man die "Magerkur" satt hat.. naja, den Rest kann sich jeder denken

    Ich habe meine 40 Kilo langsam, SEHR langsam abgenommen und schmunzle jetzt immer meine Bekannte an die mir ihre "10 Kilo in ner Woche-"Erfolge mit "Wehweh" präsentiert hat und meinte mir erklären zu müssen wie toll es doch sei sich an Nudeln satt zu FRESSEN und dennoch dabei abzunehmen.. Quizfrage: hat sie es geschafft? ;-)

    Naja, ein persönliches Thema, da hat jeder seine eigenen Geschichtchen zu erzählen und manche meinen eben die Wahrheit in bunten Büchern gefunden zu haben
  2. #11

    Zitat von spon-1311436928183 Beitrag anzeigen
    ALs entschiedener Tierfreund protestiere ich dagegen, dass man Affen hungern lässt. Gibt es fette Affen?
    Und wie. Einfach mal nach "fetter Affe" googeln.
    In der Natur regelt sich das nur von selbst, indem ein fetter Affe weniger beweglich und weniger erfolgreich bei der Nahrungsbeschaffung wird, und somit automatisch auf Diät geht.
  3. #12

    zu kompliziert

    Die ganzen Diäten und weight watchers und so sind mir zu kompliziert.

    Wenn ich zuviel zunehme, und das hatte ich schon zweimal im Leben, dann streiche ich das Frühstück und /oder das Abendessen bis mein Gewicht wieder beim Idealgewicht angekommen ist.

    Stimmt, da hab ich Hunger, wochenlang. Und?

    aj
  4. #13

    Rasant schlank

    Die von mir persönlich erfundene Heringsdiät ist der absolute Hammer, eigentlich sollte ich sie ohne Honorar gar nicht verraten. Bei dem gemeinen Hering (Clupea harengus) handelt es sich zwar um einen sogenannten Fettfisch, aber so fett ist er nun auch wieder nicht, außerdem wirkt Fischfett im Körper nicht so fettig wie zum Beispiel Schweinemettfett, und es scheint sehr gesund zu sein. Entscheidend bei der Heringsdiät ist der hohe Gemüseanteil, also: Morgens eine Dose Bratheringe, abgetropft, mit ordentlich rohen Zwiebeln, Feinschmecker nehmen Schalotten, mittags eine Dose Hering in Tomaten, dazu gegrillte Zucchini, abends zwei Rollmöpse mit Gurkensalat. Es gibt viele Variationsmöglichkeiten, Bismarckhering, schwedische Heringshappen mit Porree, Bückling mit Apfelschnitzen oder Hering in Gelee mit rote Bete – bloß: keine Kohlenhydrate. Die Heringsdiät macht rasant schlank, garantiert.
  5. #14

    Zitat von TobiasCW Beitrag anzeigen
    FDH und den sport machen der einem gefällt = perfektes abnehmen
    Ergänzen würde ich hierzu: Zucker weglassen ! Braucht der Körper nicht, raubt Vitamine, bringt den Stoffwechsel durcheinander (macht müde und hungrig), kann gefäßschädigend wirken . ..
    Weißmehl ist übrigens auch nicht besser.
  6. #15

    Zitat von Pat-Riot Beitrag anzeigen
    Ich betrachte meinen Körper schon seit Jahrzehnten als vergleichsweise simplen chemischen Verbrennungsmotor: Was ich an Energie zuführe, muss als Arbeit wieder raus.

    Ist E größer A nimmt man zu.
    Ist A größer E nimmt man ab.

    Esse ich zu viel. darf/muss ich mehr Sport machen. Mache ich zu viel Sport, muss/darf ich mehr essen.
    Mein durchschnittlicher BMI seit Jahren: 24 mit minimalen Schwankungen.
    Taugt leider nicht für ein Diätbuch, sonst hätte ich das längst geschrieben. Zu simpel, zu kurz, zu desillusionierend.
    Wohl war, aber diese simple Erkenntnis ist wahrscheinlich für manche zu einfach. Ein Freund von mir diätet seit Jahren mit Pape, schlank im Schlaf, low carb, undwasweißichnichtnoch. Dumm nur, dass man zwar am Anfang etwas abnimmt, nach drei Wochen aber wenn die Disziplin nachlässt und man in alte Ernährungsgewohnheiten verfällt (mehr Kalorieninput als -verbrauch), das alles nichts nützt.
  7. #16

    ob kurz - ob lang

    Zitat von earl grey Beitrag anzeigen
    ... Diäten taugen sowieso nichts, da sie nur über einen kurzen Zeitraum angewandt werden und danach isst man wieder normal - nimmt also wieder zu...
    Ich kommentiere nicht so gerne Kommentare, aber jetzt muss ich doch mal:

    Was ist das denn für eine Aussage? Es ist doch Ihr Ding, über welchen Zeitraum Sie eine Diät gestalten. Wer in Windeseile abnimmt, das ist korrekt, darf mit dem Jojo-Effekt rechnen.

    Ich habe über 6 Monate ganz langsam abgenommen, 6 Kilo, gestartet mit 64 Kilo, das ist also nicht wenig und habe das Dauerhaft runter.

    Wenig Fett, spätes Essen vermeiden, keine Säfte trinken, wenig Nudeln, selten Pizza - fertig - kein Hungern, kein FDH, keine Heißhungerattacken, aber ich nenne es trotzdem Diät, weil man halt jene selbstauferlegten Grundsätze stets beachten sollte.
  8. #17

    Binsenweisheiten - oder doch nicht?

    Wenn man die Beiträge in solchen Threads liest, kann man eigentlich bestenfalls schmunzeln: jeder erzählt seine eigene Geschichte im Rahmen der unendlichen Geschichte.
    Dass die Geschichten so verschieden und teilweise diametral entgegengesetzt sind - wen stört´s? Das Gleiche gilt doch auch für die Artikel, die ihnen zugrunde liegen!
    Hat eigentlich schon mal jemand gesagt: da stimmt doch was nicht!? Das ist doch widersprüchlich!? Da sagen doch eigene Erfahrungen oder die von anderen teilweise was ganz anderes?

    Auf Logik scheint´s hier aber nicht anzukommen. Es scheint das Reich des freien Parlierens zu sein. Und das Reich des Hoffens und Verurteilens.

    Und das will man sich durch neuere Erkenntnisse auch nicht madig machen lassen. Genauso, wie viele hier gleichzeitig die Wahrheit sagen und ebenso einen Schmarrn reden. Denn was für sie selbst zutrifft, muss noch lange nicht auf andere zutreffen - was sie aber nicht müde werden, zu behaupten.

    Die Binsenweisheit trifft nämlich auch hier zu: jeder Mensch funktioniert verschieden - auch im Gewichtsbereich.

    Aber allein dieser erste Schritt der Erkenntnis würde ja schon die angeblich so richtige wie einfache "Energiebilanz"-Theorie angreifen.

    Diese starre und primitive Ernährung-Bewegung-Theorie wird von jeder neueren Erkenntnis ad absurdum geführt. Das kam ja sogar in der letzten Jauch-Sendung zum Thema zur Sprache.

    Was las ich im Spiegel schon vor Jahren: die Wissenschaft erkennt mehr und mehr, welche Rolle z.B. Hormone bei der Gewichtsregulierung spielen.

    Und wenn man bedenkt, dass das nur EIN Aspekt ist...
  9. #18

    OK, wenn ich täglich 750 kcal weniger zu mir nehme, nehme ich ab. Hat aber nicht wirklich jemand was anderes erwartet oder? Das Studiendesign ist uninteressant.

    Der Punkt ist doch, bei welcher Diät habe ich am meisten Hunger und muss mich am meisten quälen? Vermutlich eher bei Fett- und Zuckerhaltigen Mahlzeiten als bei Mahlzeiten mit hohem Eiweiß- und Ballaststoffanteil. Welche Diät am effektivsten ist, bleibt somit weiter offen.
  10. #19

    Ok, nach zwei Jahren also durchschnittlich 3,6 kg weniger Gewicht. Diejenigen, bei denen das spürbar etwas ausmacht, hatten von vornherein kein Gewichtsproblem. Und für diejenigen, die wirklich fettleibig sind, ist 3,6 kg ein Witz.

    Was soll das? Der Lebensmittelchemiker Udo Pollmer sagt seit Jahren, dass man durch andere Ernährungsgewohnheiten nicht spürbar (!) abnehmen kann -- es sei denn, man simuliert eine veritable Hungersnot. Der Versuch, über Ernährungstipps das Körpergewicht signifikant beeinflussen zu wollen, ist wie der Versuch, die Drehung der Sonne um die Erde beweisen zu wollen.

    Der Umstand, dass manche Menschen bei Änderung ihrer Ernährung deutlich abgenommen haben, ist übrigens ken Gegenargument, weil diese Menschen dabei immer generell an ihrem Leben etwas ändern. Es gibt bis jetzt keine einzige Langzeit(!)studie mit Kontrollgruppe (!), die eine signifikante Wirkung irgendeiner Diät zeigt. Der Glaube daran ist den Menschen aber so wenig auszutrieben wie ehedem der Glaube an das geozentrische Weltbild. Das hat jahrtausende überdauert, hoffen wir, dass der Unsinn von Diäten wenigstens in ein, zwei Jahrhunderten endlich einmal überwunden sein wird.


TOP



TOP