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Ermittlungen gegen Bankkunden: Panne führte Steuerfahnder zur Credit Suisse

REUTERSWie kamen die Steuerfahnder an die Kundendaten der Credit Suisse? Zeitungsberichten zufolge haben sie nichts für die Informationen bezahlt. Auslöser für die Ermittlungen war offenbar das peinliche Versehen eines Bankmitarbeiters.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...843947,00.html
  1. #1

    Mich wundert das nicht!

    Das Mitarbeiter von Banken scheinbar sehr sorglos mit den sehr privaten Daten, die eigentlich strengster Vertraulichkeit unterliegen umgehen, habe ich auch gerade erst erlebt. Meine Bank hat es geschafft, die Kontoauszüge von insgesamt 3 Monaten und andere vertrauliche Unterlagen einfach mal an jemanden per Post zu senden, der mir sehr viel Geld schuldet. Datenschutzrechtlich eigentlich der Supergau.

    Insofern glaube ich, dass auch hier die Sorglosigkeit eines Bankmitarbeiters zu solchen Dingen führen kann. Allerdings frage ich mich, ob solche Daten durch die Ermittlungsbehörden überhaupt verwendet werden dürfen, wenn sie widerrechtlich an diese kamen. Denn es ist doch mindestens ein Verstoß gegen das Bundesdatenschutzgesetz, das Bankengeheimnis usw.

    Fazit: Auch wenn man sich an alle Gesetze hält, sollte man grundsätzlich misstrauisch sein. Denn offensichtlich haben die Banken in ihren Abläufen erhebliche Sicherheitslücken.
  2. #2

    ich wohne in der Schweiz

    Auch in der Schweiz ist jeder Rappen und jeder Cent den jemand weltweit verdient - steuerpflichtig.
    Und wenn ich jetzt wieder lese wie die CS versucht internationale Abkommen - zum Vorteil der CS - zu umgehen. Muss ich auch sagen, dass D keinesfalls das Abkommen unterschreiben darf, es schützt nur die Reichen und das Kapital. Jeder Bürger in der CH, ausser den reichen Klöthen, Rockefeller, Vettel und Co, KG, zahlen ihre Steuern auch.
    Damit die Umverteilung von unten nach oben nicht noch weiter fortschreitet muss das Abkommen gecancelt werden.
    Sollen sich die Vielzahler doch mal die Frage stellen, ob es nicht auch eine Ehre sein kann, viel Steuern zahlen zu können.
  3. #3

    Die deutschen Steuerfahnder müssen sehr viel Fingerspitzengefühl

    zeigen, nicht jede Steuerhinterziehung soll tatsächlich ans Tageslicht kommen. Auch, wenn man hierzulande sehr schnell zum Tagesgeschäft übergeht: hat man vergessen, dass der "große Vereinigungskanzler" durch sein angeblich gegebenes Ehrenwort, jede Wahrheitsfindung im Falle der "Leuna-Raffinerie" verhinderte? Es ging um mehrere Hundert Millionen, die irgendwo landeten. In Lichtenstein? Waren die Schwarzgelder der hessischen CDU aus Liechtenstein der hessische Anteil an der Beute, das man als "jüdische Vermächtnisse" deklarierte, die widerliche Lüge zwar nicht bestätigte, aber auch sonst keine Erklärung fand und den "härtesten" Aufklärer Roland Koch Parteikarriere machen ließ? Ein weiteres Mitglied des Aufklärungsauschusses (das nichts aufklärte), die CDU-Richterin Karin Wolski, wurde plötzlich an den Hessischen Gerichtshof gerufen, sollte CDU-Kandidatin für das OB-Amt in Offenbach werden, ist trotz strafrechtlichen Ermittlungen gegen ihren Ehemann –trotz Hinweise auf Mittäterschaft- nie belangt worden und ist weiterhin Verwaltungsrichterin, quasi wegen Verjährung. Und jetzt stellt sich heraus, dass die Liechtensteiner CD gar nicht ausgewertet wurde. Rein zufällig ist Roland Koch kurze Zeit danach als MP zurückgetreten und versucht sein Glück in der Bau-Industrie (ein Aufsichtratmandat bei einer Schweizer Großbank darf da natürlich auch nicht fehlen).
  4. #4

    Undenkbar!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Wie kamen die Steuerfahnder an die Kundendaten der Credit Suisse? Zeitungsberichten zufolge haben sie nichts für die Informationen bezahlt. Auslöser für die Ermittlungen war offenbar das peinliche Versehen eines Bankmitarbeiters.

    Panne führte Steuerfahnder zur Credit Suisse - SPIEGEL ONLINE
    es gilt die Devise - Legalisierung von jeglicher Steuerhinterziehung - möglichst rasch Unterzeichnung des Abkommens und Vollziehung des Ablasshandels.

    Danach, dürften die kreativen Kräfte der Finanzbranche kräftigst agieren, um die notwendigen Gestaltungsspielräume schaffen zu lassen, die nötig sind auch künftig das feudale Pack von Steuerzahlungen zu verschonen und dafür Subventionen zu erhalten.

    Das ist ein wesentlicher Teil des Gewinner- Verlierer- Spiels, das global gilt und das die Gewinner auf keinen Fall einstellen möchten.

    Das dumme - die Verlierer hoffen meist - eines Tages Gewinner zu sein.

    Das Spielprinzip bleibt immanent, wer in Deutschland geboren ist, hat zumindest einen "Kleingewinn" gezogen - selbst wenn er Hartz IV beziehen muss und im Park die Hundekacke aufsammelt - die Verlierer arbeiten 60 Stunden, leben in Verschlägen und sind völlig rechtlos - mir kommt es so vor als arbeite man gerade daran, die Kleingewinne zu vermindern und die Nieten dafür zu vermehren.
  5. #5

    Zitat von franks meinung Beitrag anzeigen
    (...) Allerdings frage ich mich, ob solche Daten durch die Ermittlungsbehörden überhaupt verwendet werden dürfen, wenn sie widerrechtlich an diese kamen. Denn es ist doch mindestens ein Verstoß gegen das Bundesdatenschutzgesetz, das Bankengeheimnis usw. (...)
    Der Irrtum war bereits häufig bei der Debatte um die Steuerdaten-CD zu lesen. Das dt. Recht verbietet nicht automatisch, anders als das angelsächsiche, Beweise, die durch Straftaten erlangt wurden, zu verwerten.
  6. #6

    geld her! sagt der steuerzahler.

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Wie kamen die Steuerfahnder an die Kundendaten der Credit Suisse? Zeitungsberichten zufolge haben sie nichts für die Informationen bezahlt. Auslöser für die Ermittlungen war offenbar das peinliche Versehen eines Bankmitarbeiters.

    Panne führte Steuerfahnder zur Credit Suisse - SPIEGEL ONLINE
    sorglosigkeit hin oder her. auf jeden fall ist hiermit der beweis erbracht, dass razzien bei banken so gut wie immer etwas einbringen. warum also nicht mehr davon? banken sind ganz offensichtlich kriminelle vereinigungen, bei denen man beliebig oft suchen kann. wir brauchen das hinterzogene steuergeld dringend für die unterhaltung des staates, für kindergärten, schulen, hochschulen, altenheime, krankenhäuser. es macht keinen sinn noch länger auf die verfolgung der kriminellen zum verzichten.
  7. #7

    nicht gestohlen

    Zitat von franks meinung Beitrag anzeigen
    Allerdings frage ich mich, ob solche Daten durch die Ermittlungsbehörden überhaupt verwendet werden dürfen, wenn sie widerrechtlich an diese kamen. Denn es ist doch mindestens ein Verstoß gegen das Bundesdatenschutzgesetz, das Bankengeheimnis usw.
    Die Ermittlungsbehörden sind ja offenbar nicht widerrechtlich an die Daten gekommen - sie wurden ihnen ohne Druck oder Drohung ausgehändigt. Also werden sie dei Daten auch verwenden dürfen. Sie wurden anscheinend auch nicht gestohlen - wie es damals bei der Daten-CD der Fall war. Und die CD darf laut Bundesgericht trotz ihrer nicht astreinen Herkunft genutzt werden - das dürfte umsomehr für nicht gestohlene, ohne Not ausgehändigte Daten gelten.

    Ob die Bank gegen ihren Mitarbeiter wegen dessen sorglosen Umgangs mit bankinternen Daten rechtlich vorgehen will, muss sie selbst entscheiden.
  8. #8

    zum glück sind razzien noch immer legal

    Zitat von eduardschulz Beitrag anzeigen
    Der Irrtum war bereits häufig bei der Debatte um die Steuerdaten-CD zu lesen. Das dt. Recht verbietet nicht automatisch, anders als das angelsächsiche, Beweise, die durch Straftaten erlangt wurden, zu verwerten.
    eine razzia ist eine ermittlungsmethode die vom richter abgesegnet wurde, also sowieso niemals unrechtmäßige beweismittelerlangung.
  9. #9

    Zitat von adolf.stoll Beitrag anzeigen
    ....Jeder Bürger in der CH, ausser den reichen Klöthen, Rockefeller, Vettel und Co, KG, zahlen ihre Steuern auch.
    Damit die Umverteilung von unten nach oben nicht noch weiter fortschreitet muss das Abkommen gecancelt werden.
    Sollen sich die Vielzahler doch mal die Frage stellen, ob es nicht auch eine Ehre sein kann, viel Steuern zahlen zu können.
    Mal ehrlich: auf die Ehre, möglichst hohe Steuern zahlen zu dürfen, verzichtet jeder gerne. Auch die, die sich darüber aufregen, dass Vielverdiener Steuerschlupflöcher nutzen. Machen wir uns nichtzs vor, diese Schlupflöcher würden alle nützen, so sie könnten. Darüber kann man sich zwar ärgern, aber strafbar ist das nicht. Und moralische Handlungen sollte man von anderen nur fordern, wenn man sicher ist, dass man selbst so einer Forderung auch nachkäme. Falls die Politik die Steuerschlupflöcher wirklich nicht will, muss sie diese stopfen.

    Anders sieht es bei Verstössen gegen das geltende Recht vor (wie jetzt offenbar bei den CS-Karibik-Lebensversicherungen): Da sollen die superschlauen Herrschaften zur Kasse gebeten werden.

    Und noch eine Bemerkung zu den Reichen, die in der Schweiz angeblich keine Steuern zahlen. Sie zahlen durchaus - nur prozentual weniger als "Normalverdiener" und reiche Schweizer Bürger, weil es die sogenannte Pauschalbesteuerung (die sich nach der Höhe des Lebensaufwands richtet und nicht nach dem tatsächlichen Einkommen) nur für reiche Ausländer gibt, die nicht in der Schweiz arbeiten. Weshalb beispielsweise Radrennfahrer nur davon profitieren können, so lange sie in der Schweiz an keinem Radrennen teilnehmen - was die meisten aber tun bzw. getan haben. Damit unterstehen sie der üblichen Steuerpflicht. Für Formel-1-Fahrer dagegen ist es einfacher - es gibt keine Schweizer Formel-1-Rennen.

    Alle diese Kritisierten zahlen aber - ausser den sehr günstigen Schweizer Steuern - in Deutschland für die Einkommen Steuern, die sie in Deutschland erwirtschaften.








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