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Ermittlungen der Ärztekammern: Fast tausend Korruptionsverfahren gegen Mediziner eing
DPAKorruption kommt unter Medizinern offenbar regelmäßig vor: Bundesärztekammer-Präsident Montgomery hat im Gespräch mit dem SPIEGEL eingeräumt, dass in den vergangenen Jahren in fast tausend Fällen gegen Mediziner ermittelt wurden.
http://www.spiegel.de/wissenschaft/m...-a-877205.html
- #220 15.01.2013 16:16 von
Es gibt auch genügend Ärzte. Es werden genügend ausgebildet. Nur hauen viele Ärzte ins Ausland ab, gehen in die Industrie oder sonstwohin. Dorthin, wo Arbeitsbedingungen und Geld stimmen.
Als ich vor 20 Jahren angefangen habe, bestand mein Tag aus 90% Medizin und 10 % Bürokratie. Jetzt ist das Verhältnis 60/40. Ärzte müssen Abrechnungen machen, was in anderen Ländern Controller machen. Ärzte schieben ihre Patienten selber zu Untersuchungen, weil am Transportpersonal gespart wird. Ärzte müssen Blut abnehmen und selber ins Labor schaffen, weil Schwestern fehlen.
Ärzte müssen tagtäglich hunderte Anfragen der Kassen beantworten, wann der der Patient wieder gesund ist, obwohl er erst einen Tag zuvor wegen eines Unfalles eingeliefert wurde. Macht er es nicht, bekommt er Ärger mit der Verwaltung, weil die sonst kein Geld bekommen.
Glauben Sie vielleicht, so hätte ich mir meinen Berufsalltag vorgestellt? - #221 15.01.2013 21:10 von
Das gibt es bereits.
So teuer ist ein Arztbesuch - Verbraucher - Ratgeber - Home - Westdeutsche Zeitung
AOK Baden-Württemberg - Service - Service für Versicherte - AOK-PatientenQuittung
Übrigens sind die Kosten für Medikamente oder Hilfsmittel auch sehr interessant.
Was verstehen Sie unter Null-Leistung? - #222 16.01.2013 08:33 von
Der Frust der Ärtze verstehen, ist in den Fließband-Praxen unübersehbar. Es gibt noch Ärzte, die führen ihre Praxis nicht im Eiltempo. Es geht also anders, trotz Aktenbergen. In vielen Praxen steht die Gewinnmaximierung im Vordergrund, den Eindruck erhält man als Patient. Dazu passt dann auch die Käuflichkeit durch Pharmakonzerne. Und das Argument, in anderen Arbeitsfeldern verdiene man mehr: es gibt viele Berufszweige, in denen das zutrifft, Beispiel Politiker. Aber im Härtejob eines Altenpflegers, der sich ebenfalls aufarbeitet und irgendwann ausgebrannt ist, verdient man so wenig, das es kaum zum Leben reicht! Ach man hat ja als Medicus studiert! Vielleicht ist man der Gesellschaft, die einem das ermöglicht hat, auch etwas schuldig? Ein Studium ist eine Leistung und ein Geschenk. Die Schulden durch Studiengebühren, die haben Sozialpädagogen und Lehrer auch abzuzahlen. Die können ihre Arbeit nicht als Schnellabfertigung betreiben – das würde ihnen nichts bringen und da ist wohl der Haken.
- #223 16.01.2013 12:49 von
macht und möglichkeit...
..... verleiten immer mehr oder weniger schwarze schafe, sich zu bereichern. wenn frust dazu kommt, fühlen sie sich heimlich im recht, sich illegal entschädigen zu lassen. zum kotzen ist das. nicht nur stinkendes gammelfleisch, sondern ekelhafte gammelmentalität
- #224 17.01.2013 11:29 von
Mit Null-Leistung meine ich die Behandlung, die ein Patient in einer Fließbandpraxis erhält, wenn der Arzt sich nicht die Zeit nimmt, die es braucht, um die Ursache des Leidens zu finden. Krankheitsbilder und Symptome sind meist nicht in 5 Minuten abklärbar. Das wird dem Patient aber natürlich so nicht gesagt.
In einer Talkrunde ging es um eine bessere Bezahlung für Ärzte. Ein Arzt meinte, dass er am Tag 100 (!) Patienten behandelt. Das Beispiel sollte zeigen, wie viel er arbeitet. Niemand hat gefragt, wie ein einziger Arzt an einem Tag 100 Patienten ordentlich behandeln kann. Wenn man in eine solche Praxis gerät, dann sieht man allerdings, wie das von statten geht. Niemand kann mir erzählen, dass sich diese Fließband-Ärzte aufopfern. Den Patienten tut man damit nichts Gutes. Die oberflächliche Abfertigung ist sogar gefährlich, weil die Zeit zur Berücksichtigung von Vorerkrankungen, Wechselwirkungen, Unverträglichkeiten usw. fehlt. - #225 17.01.2013 16:37 von
- #226 17.01.2013 16:56 von
Stimmt. Da ist Ihnen Recht zu geben. Allerdings sind bei diesen Zahlen auch viele einfache Dinge dabei wie Wiederholungsrezepte ausstellen, Formulare übergeben, Kontrollen ... Blutdruckmessen ..., Sachen, die in drei Minuten erledigt sind.
Bei einer Erstdiagnostik wird kaum ein verantwortungsvoller Arzt nur drei Minuten diagnostizieren.
Ich stelle immer wieder gerne die Frage an die Kritiker, wie ich es denn machen soll? Soll ich die letzten 10 der 30 Patienten nicht drannehmen? Was haben Sie für ein Vorschlag? Mein Arbeitstag hat 12 Stunden, dann bin ich ausgelaugt, mehr arbeiten geht nicht, dann läge ich selber bald flach. Also Ihr Vorschlag? - #227 18.01.2013 08:25 von
- #228 18.01.2013 18:19 von
[QUOTE=spon-facebook-10000215408;11790514]wenn ja warum ? War Ihnen die Minderbezahlung nicht im voraus klar ?
Traurig, wie sich Leute immer über Ihren Job und insbes. den geringen Verdienst und die Härte des Jobs beklagen als hätte man sie zwangsausgebildet.[/QUOTE
wieso schließen Sie, aus einem angeführten Beitrag, ich müsse Altenpfleger sein und noch dazu Sozialneider, wo doch hierzulande Chancengleichheit besteht und jeder seinen Beruf soooo frei wählen kann. Ich hatte die Möglichkeit der Wahl, mit meinem Einser-Abbi, aber das habe ich auf dem zweiten Bildungsweg gemacht und ich weiß, wie es aussieht mit der angeblichen Chancengleichheit. - #229 21.01.2013 16:04 von
Lobbyisten
Mein früherer Hausarzt(heute in Rente)begrüßte den Pharmareferenten
unfreundlich im Eingangsbereich.
z.b. Was er wohl von ihm will.
Bei Anwesenheit vieler Patienten.
Bei Beendigung eines Röntgenvorgangs bei mir,
wartete ich in einem Computerraum,der neben
den Sprechzimmers lag, auf mein Ergebniss.
Dabei hörte ich ein spannendes Gespräch des
Arztes mit dem Pharmafritzen.
Über ihre Luxusreisen,Schiffsreisen,Hotelessen
und-und-.
Und das Alles in Du Form.
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