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Erlöserfigur Steve Jobs: Weltverbesserer für wenige
Apple-Produkte zu benutzen gilt schon lange als Religion - nach*seinem Tod wird Firmengründer Steve Jobs nun zur Erlöserfigur stilisiert. Hat der Mann wirklich die Welt verbessert? Nur für einen kleinen Teil der Menschheit in einem sehr kleinen Teil der Welt, meint Stefan Kuzmany.
http://www.spiegel.de/kultur/gesells...790325,00.html
- #320 07.10.2011 13:23 von
Soso
Form Follows Function. Wie wollen Sie denn so ein Gerät anders bauen als rechteckig mit abgerundeten Ecken und einem mittig angeordneten Display mit transparentem Glas (!) das bunte Icons zeigt?
Denn das - und nur das! - ist es, was Apple Samsung vorwirft kopiert zu haben. Apple behauptet gar nicht erst Samsung habe Patente verletzt... Nein, Apple geht es nur um den Geschmacksmusterschutz und der sieht aus wie oben formuliert.
Eins zu eins? An einem Samsung-Smartphone gibt es im Gegensatz zu Apple ausschließlich Standardanschlüsse: Einen Standard-USB-Anschluss und einen Klinkenanschluss.wieso man es bei Samsung nötig hat, Apple Produkte von der Verpackung über das USB Kabel, das Steckernetzteil, die Gehäuseform, die Icons in der Oberfläche und sogar grafische Elemente bestimmter Apps nahezu eins zu eins zu übernehmen.
Apple hingegen verwendet hier andere Konzepte.
Ist es nicht praktisch, wenn man die Schuld einfach auf andere schieben kann?Apple ist mit DRM eingestiegen, weil es eine von der Musikbranche aufdiktierte Voraussetzung für die Rechte war.
Nö, die haben nur als Getriebene agiert, weil die Kunden in Scharen zu den illegalen Downloadportalen strömten.Jobs persönlich und natürlich Bezos sind maßgeblich daran beteiligt gewesen, die Kundengängelung der Musikbranche zu beenden.
Jobs ist kein Entwicklungsingenieur. Er war der Chef vom Ganzen. Das ist natürlich auch eine Leistung, aber "erschaffen" haben seine Produkte andere.Jobs selbst war bis zuletzt maßgeblich an der Entwicklung der Produkte beteiligt.
Nein, wieso sollte ich? Das Marketing ist wirklich sein Baby, von den ersten Tagen von Apple an bis zuletzt.Ah, und hier ist's auf einmal Steve Jobs? Bei der Produktentwicklung reden Sie seinen Einfluss klein, beim Marketing auf einmal nicht? - #321 07.10.2011 13:29 von
Kein Titel
Ich finde man kann bei Steve Jobs gut sehen wie man erfolgreich wird. Es lief nicht wirklich von Anfang an bei Apple und er musste eine lange Durststrecke gehen, um wirklich erfolgreich zu werden. Das zeigt, dass die sonst typisch anglo-amerikanische Kurzfristdenke eben nicht zu wirklich herausragenden Ergebnissen führen kann, sondern nur lange harte Arbeit und Durchhalten.
Auf der anderen Seite zeigt es einem auch, dass man sich zwischen Leben um zu arbeiten und arbeiten um zu Leben entscheiden muss... - #322 07.10.2011 13:46 von
Titel
Diese Apple Jünger scheinen allerdings nur in der Phantasie derer zu existieren, die hier immer auf Apple eindreschen.
Die ganze quasi-religiöse Rhetorik kommt doch nicht von den Apple Fans. Ich glaube nicht dass viele Menschen zuhause einen Schrein eingerichtet haben an dem sie Steve Jobs anbeten, ebensowenig ziehen sie missionierend durch die Straßen und versuchen Leute von den Apple Produkten zu überzeugen. Praktisch niemand findet alles toll, nur weil es in Cupertino erdacht wurde.
Die Lemminge sind viel eher diejenigen, die nie mit einem Mac gearbeitet haben aber natürlich ganz genau wissen wie überteuert/langsam/etc. der doch im Vergleich zu einem standard PC ist. Die Religiösen sind diejenigen, die Apple für den Satan halten, der die Menschheit mit schicken Designs verführt.
Am neutralsten sind per Definition diejenigen, die beide Seiten kennen. Interessanterweise bleiben die meisten davon bei Apple hängen, darum nämlich das exorbitante Wachstum. Fast jeder Mac Nutzer hat zuvor einen Windows PC benutzt, fast jeder iPhone Besitzer hatte zuvor Geräte von Samsung, Motorola, Nokia, etc.
Umgekehrt ist die Zahl derjeniger die von Mac auf PC wechselten, bzw. von iPhone auf HTC oder Samsung deutlich kleiner.
Sofern Sie diesen Menschen also nicht kollektive Verdummung vorwerfen wollen müssen Sie doch anerkennen, dass es für viele Menschen offenbar gute Gründe gibt, die im Vergleich für Apple Produkte sprechen. Das macht einen aber noch lange nicht zum Jünger. - #323 07.10.2011 13:47 von
Gottgleich?
Ja, es ist traurig, wenn ein Mensch so früh sterben muss. Mein Mitgefühl gilt seiner Familie.
Die Apple-Produkte finde ich ebenso ungesund und krank wie die derzeitige Schneller-Höher-Weiter-Mentalität (siehe Finanzkrise). Überall erreichbar und jederzeit erreichbar zu sein ist kein Segen, sondern ein Fluch. Die Informationen, die ich im Netz finde, sind auch nur bedingt nutzbar. Es kursiert viel Müll. - #324 07.10.2011 13:49 von
,,,
Doch, regelmäßig, wenn auch nicht ganz so vereinfacht. Das iPhone war nicht das erste Smartphone, nicht das erste Telefon mit Touchbedienung, nicht das erste Telefon mit Browser und auch nicht das erste Telefon, das Musik abspielen konnte.
Alles zusammen jedoch in der Art und Weise, wie Hardware, Software, App-Store und so weiter aufeinander abgestimmt waren, gab es vorher in dieser Form und Reife noch nicht. - #325 07.10.2011 14:27 von
Reife
Das ist ja mein Credo: Apple hat einige Dinge verbessert, nicht erfunden. Und was die Abstimmung und die Reife betrifft: Das ist ja wohl subjektiv.
Ich empfinde ist z.B. als dramatisch praktischer, wenn sich ein Smartphone am PC einfach nur als Massenspeicher anmeldet und ich Songs, Filme oder auch Programme einfach per Drag & Drop hinein- oder herauskopiere, ohne irgendeine Software wie iTunes zu benötigen, und sich das Handy dabei ganz automatisch auch noch am Rechner wieder auflädt... Plug & Play eben...
So ist auch universelle Kompatibilität gewährleistet. So funktioniert das Verschieben oder Abspielen von Musik wahrlich überall: Am eigenen PC, am Arbeitsplatzrechner (wo selbstverständlich striktes Verbot von Programminstallation jeder Art herrscht), an der Auto-Hifianlage, beim Kumpel (der vielleicht ein ganz anderes Handy hat und deshalb nicht für 1x Kopieren meine Software installieren will), am Fernseher und und und... - #326 07.10.2011 14:29 von
- #327 07.10.2011 14:33 von
Dritte Welt
Ich lebe in London und bin erstaunt,wie man in Deutschland ueber die apple Produkte laestert.Viele Deutsche scheinen noch im Mittelalter zu leben
Die Armen in der dritten Welt koennen nun besser kommunizieren und Geschaefte machen,was in vielen Teilen der Welt vorher fast unmoeglich war.Besonderns in den vielen abgelegenen Ecken der Welt.
Natuerlich denkt man in Deutschland nicht darueber nach.
Steve Jobs war ein Outsider,was in England und Amerika aber akzeptiert wird.Wir haben eben eine andere Kultur,die es moeglich macht, Produkte wie das smartphone zu entwickeln.
We all (and NOT just a few)will continue to benefit from Apples product for many years to come.The "iparty" has only just startet!
Meine Freunde in Germany-Don't miss it! - #328 07.10.2011 14:47 von Wer ich wirklich bin
!
Ich erkläre es Ihnen nochmal: Ein iPhone kostet in der Herstellung 180 Euro. Etwa 7 Euro davon sind Lohnkosten (inkl. Gewinn für den Auftragsfertiger). Verkauft wird das iPhone für über 600 Euro. Macht eine Differenz von über 400 Euro. Sie sehen also, dass die Bezahlung der ArbeiterInnen kein Problem der Globalisierung, sondern ein Problem der Gier ist. Und diese Gier heißt mit Vornamen Apple.
Dass Sie menschenwürdige Arbeitsbedingungen als "Überbezahlung" titulieren, sagt viel über Sie aus. - #329 07.10.2011 15:10 von
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