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Erinnerungsvermögen: Forscher finden Gedächtnis-Eiweiß
DPADnmt3a2 heißt das Protein, das im Gehirn die Fähigkeit unterstützt, Informationen abzuspeichern. Neurologen der Uni Heidelberg haben es im Tierversuch entdeckt - ob die Erkenntnisse auf den Menschen übertragen werden können, ist unklar.
http://www.spiegel.de/wissenschaft/m...842127,00.html
- #1 02.07.2012 16:47 von
Verständnisfrage
Was bedeutet das? Wozu ein Virus für die Injektion ins Gehirn? Für die Freisetzungsmodulation? Ein Virus als Carrier wird ja wohl nicht gemeint sein, denn dann wäre entweder die intracerebrale Injektion unnötig oder das Virus.Problematisch sei zudem das Injizieren des Proteins mittels eines Virus ins Hirn eines Menschen. - #2 02.07.2012 17:32 von
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Wenn in Tausenden von Jahren einmal Archäologen über einen Stapel Medizinischer Journale stolpern sollten, werden die sich bestimmt fragen warum wir so um die Gesundheit von Mäusen besorgt waren.
Ein erheiternder Gedanke.
Wenn nur die hälfte aller Behandlungen die bei Nagern erfolgreich sind auf den Menchen anwendbar wären, wäre die Welt ein besserer Ort.
Mice lie and monkeys exaggerate - #3 02.07.2012 17:56 von
@ Schäfer
Es könnte sein, dass das Genom, welches das Virus integriert, das entsprechende Gen trägt. Es werden dabei allerding andere Enhancer bzw. Promotoren benutzt. Bekanntestes beispiel ist zb. das KlGal4 aus der Hefe, welches viel bei Drosophila benutzt wird.
- #4 02.07.2012 18:11 von
- #5 02.07.2012 18:20 von
aber ...
[QUOTE]Im nächsten Schritt spritzten die Experten älteren Mäusen Viren, die dieses Protein enthielten, ins Gehirn.]/QUOTE]
Das Protein liegt doch schon fertig in seiner Tertiär- oder Quartärstruktur vor. Wozu wird das Gen gebraucht? Ich habe es nicht so verstanden, dass das Protein erst an Ort und Stelle synthetisiert wird. Dann wäre auch wahrscheinlich die intracerebrale Injektion nicht zwingend. - #6 02.07.2012 18:23 von
KlGal4
KlGal4 ist ein Protein zur Transkriptionsregulation. Der entsprechende KlGal4 Promotor (Promotor ist ein Bereich vor dem kodieren Genabschnitt, der die Genexpression (also die Proteinsynthese) reguliert)wird vor das gewünschte Genom gestellt. KlGal4 unterliegt einem gut untersuchen Mechanismus (stammt aus der Bäckerhefe) über den man gewünscht gene "anschalten" und "abschalten" kann.
- #7 02.07.2012 18:41 von
Nomenklatura
Etwas ähnliches dachte ich mir:
1) Wenn man den GAL4-Promotor meint, muss man GAL4-Promotor schreiben!
Gal4 ist nämlich das Protein, ein Transkriptionsfaktor. Das Gen heißt GAL4.
2) KlGAL4 bedeutet: GAL4 aus Kluyveromyces lactis, also eben nicht aus der Bäckerhefe (Saccharomyces cerevisiae).
Vor das ganze Genom?
Da hat der Promotor aber eine Menge zu tun!
Zur Entwirrung der Verwirrung:
- The Galactose Switch in Kluyveromyces lactis Depends on Nuclear Competition between Gal4 and Gal1 for Gal80 Binding - #8 03.07.2012 14:48 von
Protein
[/QUOTE]Das Protein liegt doch schon fertig in seiner Tertiär- oder Quartärstruktur vor. Wozu wird das Gen gebraucht? Ich habe es nicht so verstanden, dass das Protein erst an Ort und Stelle synthetisiert wird. Dann wäre auch wahrscheinlich die intracerebrale Injektion nicht zwingend.[/QUOTE]
Ein virus als Lieferant für ein fertig gefaltenes Protein? na dass wäre ja mal was..
Wenn man den artikel kurz anließt lässt sich schnell erfahren, dass es sich hier um Überexpressions- bzw. RNAi-Knock-down-Experimente handelt. Die benutzten AAV-Viren enthielten also DNA welche die Zellen zur Überexpression des Proteins zwingen oder eben eine Herunterregulierung des Proteins zur Folge haben.
Die Ausdrucksweise des Autors von SPON ist recht unglücklich.
Das Protein direkt in die Zellen zu kriegen wäre nicht nur schwierig sondern auch ziemlich unsinnig da das komplette Equipment zur Beeinflussung des Proteinlevels ja schon vorhanden sind. Man muss den Zellen nur die Baupläne zuschieben, gewürzt mit einer Dringlichkeitserklärung in Form eines starken Promotors.
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