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Eric Schmidt auf der Ifa: Prophet der heilen Google-Welt
Den größten Auftritt gab es kurz vor dem Ende: Google-Chef Eric Schmidt hielt die Schlussrede auf der Multimediamesse Ifa in Berlin. Er nutzte sie, um von einer Epoche der grenzenlosen Information zu schwärmen - und*ein paar*Einblicke in Googles TV-Pläne zu geben.
http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0...716247,00.html
- #1 07.09.2010 20:35 von
"dass Buzz, der kürzlich eingestellte Dienst"
Habe ich was verpasst oder ist da Wave gemeint?
- #2 07.09.2010 20:54 von
Positions-Ortung mittels WLAN-SSIDs
Dass es nicht immer ganz rund läuft in dieser Welt, hat auch Schmidt erfahren müssen. Beispielsweise als publik wurde, dass seine Street-View-Fotowagen auch W-Lan-Daten aufgezeichnet haben. Als er davon erfahren habe, sei er ziemlich wütend gewesen, sagt Schmidt. Die Malaise sei einem Techniker anzulasten, der einen Fehler gemacht hatte.
Was soll dann das Gelaber, daß "ein Techniker" einen Fehler gemacht hätte?
Entweder ist das eine schlechte Mär oder sämtliche Instanzen außerhalb Googles (= Datenschützer & Politiker) und innerhalb Googles sind nicht in der Lage es abzustellen.
Ich glaube eher, daß das zu 100% Googles Geschäftszielen entspricht, und man die öffentliche Meinung mit dem Statement weichspülen möchte.
Als Beispiel: Benutzen Sie jegliches Smartphhone mit Google-Maps und schalten GPS vorher aus (bez. schalten den Button "GPS verwenden" in GMaps gar nicht erst an): Google Maps wird ihre Position auf 1000 Meter ungefähr anzeigen.
Oder Man nehme Mozillas Positionsortung. Man klicke bei z.B. bei dem heise.de Preisvergleich auf den Button aktuellen Standort (http://www.heise.de/preisvergleich/a494608.html) nehme die ermittelten gps daten und kopiere sie in Google Maps und fange an zu staunen....
In Zukunft werden wir gar nicht mehr bestimmen können, welche Website unsere Standort-Daten abfragt. Wenn nicht mehr. Und das i.d.R. nur aufgrund von Scripts, die jeder Browser lädt. Von Apps will ich gar nicht reden.
Letztlich läuft es darauf hinaus, daß wir mit allen Smartphones uns datentechnisch in den Supergau begeben: Provider mit ihren gelabelten Systemen, Handyhersteller und ihre Bertiebssysteme, App-Entwickler - 90% Prozent wollen an dem fetten Kuchen verdienen, der da heisst: WERBUNG
Das ist schließlich Googles milliardenschwere Geschäftsgrundlage. Und ohne Location-Based-Services funktioniert die mobile Werbewelt nun mal nicht.
Wir sollten uns wahrscheinlich damit anfreunden. Aus amerikanistischer daueroptimistischer Perspektive gibt das auch nur Vorteile. Warten wir es ab, welche Blüten es treiben wird.
Vielleicht sollte man das deutsche Bedenkerträgertum ablegen. Wenn ich demnächst auf ein halblegales $50.000-Live-Freeroll in Neukölln hingewiesen werde, weil ich gerade vorbeifahre, werde ick mir och den Arsch abfreuen. Nur darauf arbeitet Google hin (zynisch? ironisch? optimistisch?). Nen Wahrscheinlichkeits-Tipp für Fußballwetten wenn man am Cafe King vorbeifährt? Solange es nicht manipulierbar ist.... Egal! Es bleibt spannend!
Wer E.S. sehen willen und anderen graue Herren (Michael Ende):
http://ifa-tv.de/
(gerade überlastet anscheinend - oder beim Redesign innerhalb
3 Stunden, wurden eklatante Fehler gemacht) - #3 08.09.2010 06:45 von
- #4 08.09.2010 07:28 von
Location Based Services
@MaxGrabowski: Ich glaube du hast da was verwechselt. Dass WLAN-SSIDs und ähnliche Daten aufgezeichnet wurden, war volle Absicht, und darüber war er sicher auch nicht wütend. Wütend war er wohl eher darüber, dass auch Nutzdaten aufgezeichnet worden waren, die bei unverschlüsselten Netzwerken schonmal Emails, abgerufene Webseiten und ähnliches enthalten können.
Location Based Services sind sicher im Kommen. Wenn der Nutzer einen Vorteil für sich sieht, wird er ihn auch nutzen. Jedenfalls wird man beim Einrichten eines Android-Telefons "unaufgefordert" danach gefragt, ob die Positionsdaten für Suchanfragen, etc. genutzt werden dürfen. Und solange das so bleibt und Dienste wie google latitude optional sind, bin ich auch zufrieden.
Bei Festnetzanschlüssen gibt es schon sehr lange die Möglichkeit über die IP eine grobe Positionsinformation zu bekommen, für gewöhnlich etwa so genau, dass man die Stadt herausfinden kann. Das fällt bei Mobilanschlüssen natürlich erstmal weg, und wird nun durch die freiwillige Weitergabe der vom Gerät ermittelten Standortdaten ersetzt. - #5 08.09.2010 08:09 von NorQue
Bitte geben Sie einen Titel für den Beitrag an!
Hurra für hysterie.
WLAN-Daten: damit meint er die Aufzeichnung von Datenfragmenten, die erstens nur anfallen wenn gerade Netzwerkverkehr auf dem WLAN stattfindet und zweitens verschlüsselt, deshalb nutzlos sind. Weiterhin war die geloggte Menge zu gering um irgendetwas damit anfangen zu können. Alles spricht tatsächlich für einen Fehler des verantwortlichen Ingenieurs, wie man da eine Verschwörungstheorie draus basteln kann ist mir schleierhaft.
Die Positionsbestimmung per WLAN kann man bei der Installation eines Android Gerätes ablehnen, weiterhin kann man auch einfach WLAN abschalten wenn man es nicht braucht.
Die Positionsbestimmung von heise.de schlussendlich funktioniert über die IP Adresse. Da wird nur die Position des Datencenters angezeigt von dem man seine IP Adresse zugewiesen bekommen hat. Bei mir ist das z.B. die 75 km entfernte Großstadt.
Machen Sie ruhig weiter damit, sich die Welt in Schwarz und Weiss auszumalen. Aber wundern Sie sich nicht, wenn die Leute Datenschützer irgendwann mal nicht mehr ernst nehmen.
Sagt jemand, der schon 2006 in Bielefeld auf der Freiheit statt Angst demonstriert hat. - #6 08.09.2010 09:41 von
Nehmt den Menschen nicht ihre Konspirationen
Wenn man verfolgt wird und ausgespäht wird, kann man sich für bedeutender halten als man ist. Das erhöht die eigene Wichtigkeit.
Die Positionsbestimmung ist wirklich witzig, bei mir zeigt sie kein Datencenter, sondern die Molkereiprodukteabteilung eines Supermarkt in der übernächsten Stadt. Sollte unter dem Gebäude ein getarnter IP-Hub liegen? Ups, eine neue Verschwörungstheorie, LIDL-Märkte als Tarnung. - #7 08.09.2010 11:51 von
Blödsinn
Wenn Sie das schon als eine Verschwörungstheorie bezeichnen, dann tut es mir für Sie leid. Ledigleich eine logische Schlussfolgerung aus Google Geschäftsgebaren. Wenn es nur ein Fehler war, warum wird die Funktionalität, dann nicht deaktiviert?
Und hysterisch würde ich ganz andere Dinge bezeichnen, wie die Mediendebatte um Sarrazin z.b., aber das gehört hier icht her. Die mobile Welt und damit jeder User sind mit den angebotenen mobilen Datendiensten in einem krassen Wandel, was die produzierten Datenspuren betrifft, bei denen sich schon im PC-Bereich einige in die Hosen machen. Smartphones sind da ein offenes Scheunentor. Streetview ist Kokolores dagegen. Wenn Sie die geistige Auseinandersetzung mit diesen Fakten hier nicht tolerieren oder nur blöd kommentieren, empfehle ich es Ihnen demnächst zu überlesen.
In den Annahmen gehe ich von Otto-Normal-User oder Tante-Elli aus. Ich weiß auch, wie ich alternative DNS im Smartphone einrichte und mein WLAN-deaktiviere. Nicht, die Poweruser bringen den Umsatz, sondern Max Mustermann, der keinen Schimmer von Technik hat, aber Facebook und Twitter nutzen will und sich über personalisierte Werbung ermittelt durch Cookie- und Fingerprint-Tracking freut. Oder Bluetooth-Marketing im Großstadtraum. Da liegen die Millionen für die Industrie. Ist nun mal Fakt. Ich veruteile das nicht, ich sehe nur den Wandel. Vielleicht ist das unser aller Zukunft (in der mobilen Welt)? Die offene Frage war implizit mein Fazit.Die Positionsbestimmung per WLAN kann man bei der Installation eines Android Gerätes ablehnen, weiterhin kann man auch einfach WLAN abschalten wenn man es nicht braucht.
Nur zum Teil richtig. Bei stationären PC mit festverkabltem Netzzugang bekommt man die Lokalität der ermittelten IP-Adresse. Ist bei mir auch ca. 15km entfernt. Notebook mit eingeschaltetem WLAN bringt Positionsdaten, die vielleicht gerade hundert Meter entfernt sind - ergo WLAN-SSID-Ortung.Die Positionsbestimmung von heise.de schlussendlich funktioniert über die IP Adresse. Da wird nur die Position des Datencenters angezeigt von dem man seine IP Adresse zugewiesen bekommen hat. Bei mir ist das z.B. die 75 km entfernte Großstadt.
Achja, ich vergaß noch die Mobilfunkzellen-Ortung: Oldschool-Smartphone (WM 6.1) mit ausgeschaltetem WLAN und ausgeschaltetem GPS zeigt in Google Maps auch fast perfekte Ergebnisse. (hier ein Beispiel einer App, die das nutzt http://de.blog.qype.com/2008/12/19/q...pp-furs-ipone/ - hab gerade nichts besseres gefunden.)
Wenn Sie zwischen den Zeilen gelesen haben, war das keine Hysterie, sondern eine Sensibilierung für das Thema vermittelt durch Fakten. Nicht für Power-User, für Herrn und Frau Mustermann gedacht.Machen Sie ruhig weiter damit, sich die Welt in Schwarz und Weiss auszumalen. Aber wundern Sie sich nicht, wenn die Leute Datenschützer irgendwann mal nicht mehr ernst nehmen. - #8 08.09.2010 12:09 von
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