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Erhöhung der Pendlerpauschale: Einmal Vernunft tanken, bitte!

DPADer Spritpreis klettert auf Rekordhöhe - und die Politik diskutiert über eine Anhebung der Pendlerpauschale. Das klingt irgendwie gerecht, ist aber leider falsch. Vor allem ist die Debatte um das Recht auf Benzin von einer erschreckenden Gestrigkeit geprägt.

http://www.spiegel.de/auto/aktuell/0...825499,00.html
  1. #40

    Zitat von der_fünfte_reiter Beitrag anzeigen
    Deutlich weniger als 4 liter? Das Auto, das das in der Praxis schafft, möcht ich gerne sehen... vielleicht lässt sich der geneigte Autor mal darüber aufklären, mit welchen Tricks diese Fantasie-Verbräuche in den Prospekten so zustande kommen.
    Ich fahre einen VW Lupo, keinen Lupo3L, aber einen normalen VW Lupo Diesel. Der Verbrauch liegt bei eleganter Fahrweise (Autobahn zw. 100 und 120) tatsächlich bei 4 Litern... Ich fahre aber gerne schneller und will es genießen, solange die Autobahnen noch nicht auf 120 begrenzt sind, da steigt natürlich der Verbrauch auch wiederum um ein paar Liter. Allerdings handelt es sich hier um keinen Trick und um keinen Fantasie-Verbrauch...

    Zitat von der_fünfte_reiter Beitrag anzeigen
    Zudem ist nicht jeder mit einem Einkommen gesegnet, das die regelmäßige Anschaffung eines Spritspar-PKW's zulässt. Wenn das Geld, wie bei mir, eben nur zu einem Gebrauchten reicht, dann kann man auf moderne Technologien nicht zurückgreifen... zumal sich die Hersteller ihre aufs Spritsparen ausgelegten Modelle im Vergleich zu den herkömmlichen noch teurer bezahlen lassen.
    Da hat er recht... Strom angetriebene Autos haben zudem bisher noch keine reichweite, die für Vielfahrer geeignet ist. Die meisten Elektroautos sind auf den Stadtgebrauch ausgerichtet...

    Zitat von der_fünfte_reiter Beitrag anzeigen
    Ebenso wenig kann es sich jeder erlauben einen Kleinwagen zu fahren, wenn ich beruflich meine gesamte Ausrüstung mitnehmen muß, tuts kein Up!, da brauchts leider einen Kombi. Und das Geld, um mir neben dem Kombi für die Langstrecken zum Kunden noch einen Kleinstwagen zum Shoppen anzuschaffen fehlt mir auch... zumal hier ja auch eine Chance mit dem Wechselkennzeichen einfach weggeworfen wurde.
    Ja, natürlich sollte man dies auch berücksichtigen. Zu beachten gilt jedoch, dass auch hierfür ausgereifte Lösungen angeboten werden, wie Zum Beispiel zusätzliche Gastanks für gerade mal 1500 euro...

    Zitat von der_fünfte_reiter Beitrag anzeigen
    PS: Wer sich z.b. einen SUV mit über 200PS leisten kann, klagt auch nicht über den hohen Benzinpreis...
    Da hat er Recht !
  2. #41

    Zitat von Herr Hold Beitrag anzeigen
    Ja.Und wieder einmal frage ich mich: warum sind die Leute die das Patentrezept haben, nicht in der Politik.Manchmal argwöhne ich, dass das darüber schreiben einfacher sein könnte als das Machen.
    Nein. Das Auseinandersetzen mit einem gemachten Vorschlag, frei von macht- und parteipolitischen Grenzen und dem Einfluss der Lobbyisten ist einfach - und zu allem Überfluss meist richtig.
    In diesem Fall wollen sich halt Politiker für die in wenigen Wochen stattfindende Landtagswahl profilieren, indem sie beweisen wollen, dass man was "gegen die Benzinpreise" und "für den kleinen Mann "tut.
    Was ist beispielsweise mit den Pendlern, die ihre Kosten nicht absetzen können? Den dezentral wohnenden Bürgern, die für alle Erledigungen (Einkauf, Kinderbetreuung ...) auf das Auto angewiesen sind? Die zum Beispiel um Angehörige zu pflegen unterwegs sind (regelmäßig die pflegebedürftige Mutter/Oma besuchen, damit die etwas soziale Kontakte hat)? Die würden von der populistischen Erhöhung der Pauschale nicht profitieren, sondern unter der darauf folgenden Benzinpreiserhöhung nur mehr leiden. Im Gegensatz sind es ja auch gerade die Pendler, die öfters durch gewisse Komfortabstriche auch Alternativen haben. Bis auf die Wintermonate Fahrrad fahren - oder einen Roller, der sich mit 2l/100km begnügt, bei Langstrecken ÖPNV nutzen ... Und gerade die sollen subventioniert werden?
  3. #42

    Ich bin auch

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der Spritpreis klettert auf Rekordhöhe - und die Politik diskutiert über eine Anhebung der Pendlerpauschale. Das klingt irgendwie gerecht, ist aber leider falsch. Vor allem ist die Debatte um das Recht auf Benzin von einer erschreckenden Gestrigkeit geprägt.

    Erhöhung der Pendlerpauschale: Einmal Vernunft tanken, bitte! - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Auto
    Pendler.
    Und wohne gezwungener massen auf dem Lande.
    In der Stadt frisst mich die Miete auf, bzw. in der Stadt der ich arbeite möchte ich nicht leben.
    Nein ich kann mit 51 nicht einfach so einen neuen Job bekommen.
    Besonders nicht wenn man hoch spezialisiert ist.
    Nur mal so vorweg.
    und 45 km, eigentlich keine Entfernung, ist mir zu weit mit dem Fahrrad. ÖPNV braucht über Peine Pattensen Paris 2 Stunden.

    Wir aus der arbeitenden Bevölkerung sind noch diejenigen die fleissig Steuergelder in diesen Staat pumpen.
    Aber ich bin auch gegen eine Erhöhung der Pauschale.
    Denn es hilft nicht denen die wirklich auf das Auto angewiesen sind.
    Ja sicher gönne ich auch Fahrrad- und ÖPNV Benutzern die Pauschale, aber hier würde die Falschen partizipieren.
    Wenn unser Gollum mal wirklich nachdenken würde, dann weg mit der Kfz-Steuer und mal den Bleistift gespitzt
    wie man eine wirklich verbrauchsorientierte Benzinverbrauchssteuer
    hinbekäme.
    Dann die Pendlerpauschale für die wahren Auto Benutzer anpassen.
    Der Rest bleibt wie es ist.
    Und vielleicht auch mal Arbeitsmarktkonzepte überdenken.
    Mehr richtige Arbeitnehmer die von ihrer Arbeit auch leben können, sind Steuerzahler und bringen Geld ins Säckel.
    Und vielleicht sollte man mal dorthin schauen wo Gewinne gemacht werden, aber keine Steuern fliessen.
    Nein kein Sozialismus auf Teufel komm raus.
    Aber mehr soziale Gerechtigkeit und Mitverantwortung.
    Gewinne würden immer noch genügend gemacht werden und Deutschland würde schwimmen im Geld.
  4. #43

    Es ist noch viel Luft nach oben!

    Die Spritpreise sind noch viel zu billig, wenn man sieht, wie viele unsinnige und/oder unnötige Autofahrten unnommen werden. Auch Warenlagen gibt es heute keine mehr. Die Ware kommt ja just-in-time.
  5. #44

    Sprit ist zu billig

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der Spritpreis klettert auf Rekordhöhe - und die Politik diskutiert über eine Anhebung der Pendlerpauschale. Das klingt irgendwie gerecht, ist aber leider falsch. Vor allem ist die Debatte um das Recht auf Benzin von einer erschreckenden Gestrigkeit geprägt.

    Erhöhung der Pendlerpauschale: Einmal Vernunft tanken, bitte! - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Auto
    Angesichts der damit verbunden zerstörung der umwelt, sowie rescourcen ausbeutung ist der spritpreis weiterhin VIEL zu niedrig.
    Die echte rechnung zahlen künftige generationen.
  6. #45

    Zitat von Liberalitärer Beitrag anzeigen
    Man muss gar nichts fördern, sondern die Einkommensteuer oder MwSt. senken. Das ist sozial und würde alle begünstigen. Den Rest regelt der Markt über den Mobiltätspreis und im Wettbewerb.
    Sorry..aber bei der immer weiter auseinander klaffenden Scheren von arm und reich in diesem Land sollen nicht ALLE begünstigt werden..denn das wäre unsozial !
  7. #46

    Fehlendes Verständnis

    Wer gegen eine Erhöhung der Pendlerpauschale ist, der hat das Prinzip nicht erkannt; dies sage ich als Nicht-Pendler.

    Durch das Pendeln und die Spritkosten verringert sich tatsächlich das Einkommen des Pendlers. Gerecht wäre es, wenn diejenigen, die für das Allgemeinwohl arbeiten gehen und Steuern bezahlen, nur Ihr tatsächliches Einkommen versteuern müssten.

    Stattdessen wird fiktiv eine viel zu niedrige Pauschale angesetzt, die die tatsächlichen Kosten nicht im Ansatz ausgleichen kann. Es wäre das mindeste diese Pauschale anzupassen, um dem tatsächlichen Einkommen wenigestens etwas näher zu kommen.

    Umweltschutz muss an anderer Stelle betrieben werden. Meinetwegen mit noch höherer Ökosteuer oder einem Verbot für Kühlschränke bei Wählern der Grünen...egal.

    Aber die Pendlerpauschale muss zur steuerlichen Gerechtigkeit dringend heraufgesetzt werden!
  8. #47

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der Spritpreis klettert auf Rekordhöhe - und die Politik diskutiert über eine Anhebung der Pendlerpauschale[/url]
    Der wichtigste Punkt, den bei solchen Diskussionen regelmäßig niemand anspricht, weil er eines der großen Volksmissverständnisse ist, ist der Punkt "Das kannst Du von der Steuer absetzen!":

    "Von der Steuer absetzen" heißt eben gerade nicht, dass man diese Kosten vom Staat ersetzt bekommt, sondern bedeutet nur eine Steuerminderung in Höhe des persönlichen Steuersatzes auf diese Kosten.

    Und viele Arbeitnehmer werden es auch mit einer erhöhten Pendlerpauschale sowieso nicht über den Arbeitnehmer-Pauschbetrag von 1.000 Euro pro Jahr schaffen, den es immer gibt.

    In Steuerberaterkreisen sorgt eine Diskussion zur Erhöhung der Entfernungspauschale also nur für zynisches Gelächter, mehr nicht. Wegen grober Sinnlosigkeit.
  9. #48

    es trifft nur die Armen

    Zitat von lindenbast Beitrag anzeigen
    Eines ist ja sicher wahr: seit Jahr und Tag spielt der Beniznverbrauch bei der Kaufentscheidung eine viel zu geringe Rolle. Das Problem ist nur: diejenigen, die wirklich auf den Verbrauch schauen müssen und das auch wollen, sind auch oft nicht in der Lage, sich einen Neuwagen zu kaufen (und dabei dann den richtigen Trend zu setzen) - sie kaufen die abgelegten Krücken anderer.
    Im Deutschland der Armut hat sich seit der 70er die Anzahl der PKWs im Privatbesitz fast verdreifacht.
    Fazit: Wer sich überhaupt ein Auto leisten kann, sollte auch das Geld für Treibstoff, Steuer, Versicherung, Wartung, Kapitalkosten und Wertverlust haben.
  10. #49

    Echt super der Kommentar!

    ja, das finde ich auch. In jeder Beziehung.


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