Ich wusste gar nicht, dass Tübingen eigentlich gleich neben Ulm liegt...
Wenn die anderen Städte ähnlich geografisch angesiedelt sind, bin ich froh, dass Konstanz nicht an der Nord/Ostsee gelandet ist!
DPAFünf Aufsteiger, drei Absteiger, elf Elite-Unis insgesamt - das ist die Bilanz des Exzellenz-Wettbewerbs für deutsche Hochschulen. Doch kaum ist die Kür vollzogen, beginnt die nächste Debatte: Wie geht es eigentlich weiter, wenn die Forschungsmilliarden ausgegeben sind?
http://www.spiegel.de/unispiegel/stu...839162,00.html
Ich wusste gar nicht, dass Tübingen eigentlich gleich neben Ulm liegt...
Wenn die anderen Städte ähnlich geografisch angesiedelt sind, bin ich froh, dass Konstanz nicht an der Nord/Ostsee gelandet ist!
was sagt eigentlich das Ausland dazu? Was sagen die internationalen Rankings dazu? Sich selbst "Elite" zu nennen mag ja ganz lustig sein, aber etwas Substanz sollte das ganze dann doch schon haben, oder?
Kann mir irgend ein Mensch vielleicht mal den Sinn des Ganzen erklären, ich versteh´s nicht. Entweder existiert am Ort X eine Elite-Uni und da wird entsprechend investiert und logischerweise nicht Hinz und Kunz zum Studium zugelassen, od. eben nicht. Was soll das Ganze eine Uni für fünf Jahre od. so als Elite-Uni zu klassifizieren und dann war´s womöglich. So schafft man kein deutsches Oxford, Cambridge, MIT od. wie sie alle heißen.
Das ist doch alles ausgemachter Unsinn. Jede Uni besteht aus zig Fakultäten, die wiederum aus zig Lehrstühlen besteht. Natürlich kann Universtität A gegenüber Universität B unter dem Gesichtspunkt 12 "vorne" liegen.
Die Frage ist doch eine andere: Wie identifizieren wir wirkliche Könner(innen) unter der Wissenschaftlern.
Sicherlich nicht über die Drittmittel! Ich kann verstehen, dass Forschungen wie CERN eine Menge Geld kosten und es wohl auch wert sind. Aber was kostet ein forschender Geschichtswissenschaftler?
Differenzieren lohnt sich... Wird aber wohl Nix. Die Intelligenz ist bekanntermaßen immer auf Seiten der Massen.
Da hab ich ja in Köln an einer Elite-Uni mein Diplom und meinen Doktor gemacht. Und, was hab ich nun davon? Werden die Personalchefs jetzt hellhörig? Und vielleicht doch bereit, einem mittlerweile fast 50jährigen den Job zu geben? Werden die jetzigen Doktoranden in Köln endlich ihr Geld für ihre Arbeit an den Bio-instituten kriegen? Oder die Hörsääle und Praktikumsräume besser ausgestattet? Aus meinen Erfahrungen sag ich: mitnichten! Doch auf jedenfall wird der Senat in Köln auf seine Studiengebühren nicht verzichten, eher noch kräftig bei den jetzigen Studis zulangen. Sie sind ja jetzt an einer Eliteuni; auch wenn sich das Gros der Profs nach wie vor einen Dreck um die Lehre kümmert.
Nun, das ist leicht erklärt. Es geht dabei nur sehr am Rand um Lehre, sondern viel mehr um Forschung. Da kann man nun Bundesmittel mit der Gieskanne gleichmäßig ausschütten. Das ist fair, aber vermutlich nicht sehr effektiv. Oder man identifiziert die Orte, an denen die Leute besonders erfolgreiche Strukturen geschaffen haben, gut vernetzt sind und auf hohem internationalen Niveau arbeiten. Denen gibt man dann für ein paar Jahre einen Haufen Geld, damit sie ihren Vorsprung ausbauen und eben exzellente Arbeit leisten können.
Grundsätzlich kein falscher Ansatz. Was bei diesem Förderinstrument mit dem zeitlich recht kurzem Horizont aber mal wieder vollständig ignoriert wird ist, dass Forscher auch Menschen sind. Mancher möchte vielleicht mal irgendwann irgendwo sesshaft werden, hat vielleicht die verwegene Idee eine Familie zu gründen. Die Hauptarbeit in der Forschung wird vom sog. Mittelbau geleistet. In diesem Bereich gibt es de facto nur Zeitverträge mit wenigen Jahren Laufzeit. Dannach ist häufig ein Ortswechsel zwingend erforderlich. Die Exzellenzinitiative befördert meiner Meinung nach diese Entwicklung. Ein Nebeneffekt ist, dass aufwendige und teure Geräte nicht ideal ausgenutzt werden, weil sich ständig neue Leute einarbeiten müssen.
Kein Wunder, dass wirklich sehr gute Forscher oft ins Ausland oder in die Insdustrie abwandern. Wer in Deutschland langfristig in der akademischen Forschung arbeiten möchte, kann nur versuchen Professor zu werden. Darunter wird er sehr wahrscheinlich keinen festen Job bekommen. Hat er es dann geschafft (was natürlich nur wenige können, da die Stellen sehr rar sind), macht er einen völlig anderen Job, der eher dem eines Forschungsmanagers als dem eines Forschers entspricht...
Eine Initiative, die Exzellenz in der deutschen Forschung fördert, muß meiner Meinung nach zwingend dafür sorgen, dass feste Stellen im Mittelbau geschaffen werden.
Wie schon die Mehrheit meiner BWL-Freunde aus Köln ganz stolz den Artikel in ihrem Facebook-Profil veröffentlichen. Eine Nachfrage meinerseits, ob sie denn wissen, welche Cluster oder Graduiertenschulen gefördert wurden, wurde mit einem: "Sch*** egal, hauptsache Eliteuni" geantwortet. Mehr muss man nicht sagen.
Hier geht es doch nur darum, wer die besten Connections zu den Gutachtern hat und wer sich bestens aufs Blenden versteht. Die DFG sollte mal ernsthaft fachlich prüfen, was wirklich in der Exzellenzinitiative geleistet wird, und schon würde man feststellen, dass bei vielen "erfolgreichen" Graduiertenschulen und Clustern der Mehrwert im Vergleich zu einer konventionellen Projektförderung (z.B. DFG Sachbeihilfe) gleich 0 ist.
hat das ein befreundeter Wissenschaftler mal genannt ... es ist einfach lächerlich, was hinter diesem Elitegetue wirklich steckt. Es zeigt sich das wirklich einschlägige Institute wie das KIT zurecht sagen, das sie lieber auf ihre eigenen Projekte achten, als sich nach irgendwelchen externen Gutachtern zu richten. Das der Bund den Unis gerne die Freiheit nimmt ihre eigenen Dinge zu fördern ist noch viel schlimmer. Das dazu auch noch die Lehre nicht beachtet wird runded das Bild ab! Bitte schafft die Exzellenzinitiative ab! Ich glaube Unis, die sich wenig vom Bund oder sonst irgendwem reinreden lassen sind die besten ...