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Erfolgsgeheimnis der Polit-Neulinge: Wo der Piratenschatz wirklich liegt

Warum haben so viele Berliner für die Piratenpartei gestimmt - nur wegen der Netzpolitik? Nein, glaubt Sascha Lobo: Die Piraten sprechen einfach so mit ihren Wählern, wie das normale Menschen im Alltag auch tun. Damit heben sie sich von der Dauerinszenierung der Politik ab.

http://www.spiegel.de/netzwelt/netzp...787354,00.html
  1. #1

    Die Hoffnung nicht vergessen …

    … denn immer wenn ein neuer Stern am Polithimmel erscheint, dann schöpfen die Menschen wieder Hoffnung. Und speziell mit den Piraten wird eine Hoffnung verbunden:
    „Der Not-Aus Schalter für die Regierung“ … Link (voll die Retourkutsche), für den einstmals geplanten Not-Aus Schalter für das Internet. Dieser Schalter sollte dann gerade über das Internet bedienbar sein und die Regierung bei Verfehlungen, wie wir diese jetzt schon im Tagestakt beobachten können, einfach abzuschalten.

    Es ist die Hoffnung auf mehr Demokratie und möglicherweise sogar mal ein Online-Demokratie. Jetzt darf noch gerätselt werden wer sich dagegen künftig zu Wehr setzt … aus Angst die Massen nicht mehr aus dem kleinen Kreis heraus manipulieren zu können. Ja im Moment gibt es mit den Piraten tatsächlich ein klein wenig Utopie der hoffnungsvollen Art. (°!°)
  2. #2

    simpel

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Warum haben so viele Berliner für die Piratenpartei gestimmt - nur wegen der Netzpolitik? Nein, glaubt Sascha Lobo: Die Piraten sprechen einfach so mit ihren Wählern, wie das normale Menschen im Alltag auch tun. Damit heben sie sich von der Dauerinszenierung der Politik ab.

    http://www.spiegel.de/netzwelt/netzp...787354,00.html
    Wenn jemand heutzutage eine Partei mit dem Namen Bud-Spencer-Partei gründete, hätte die auch eine gute Chance, in ein Landesparlament einzuziehen (siehe Tunnelgeschichte in Schwäbisch Gmünd). Ich glaube, die Ursachen für den Erfolg der Piraten sind as simple as that.
  3. #3

    .

    Die Möglichkeit der Abstrafung anderer Parteien indem man die Piraten wählt, halte ich für wichtiger in diesem Zusammenhang als der Umstand, dass die Piraten Ihre Kleintel anders "ansprächen".
  4. #4

    Kurz und knapp

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Warum haben so viele Berliner für die Piratenpartei gestimmt - nur wegen der Netzpolitik? Nein, glaubt Sascha Lobo: Die Piraten sprechen einfach so mit ihren Wählern, wie das normale Menschen im Alltag auch tun. Damit heben sie sich von der Dauerinszenierung der Politik ab.

    http://www.spiegel.de/netzwelt/netzp...787354,00.html
    Jup, ganz genau.

    -> Womit bewiesen ist, dass Zustimmung nicht in "Ich stimme dem Athor dieses Artikels zu, möchte aber.... blabla" ausgedrückt werden muss.
  5. #5

    Schade

    Zitat von Sackaboner Beitrag anzeigen
    Wenn jemand heutzutage eine Partei mit dem Namen Bud-Spencer-Partei gründete, hätte die auch eine gute Chance, in ein Landesparlament einzuziehen (siehe Tunnelgeschichte in Schwäbisch Gmünd). Ich glaube, die Ursachen für den Erfolg der Piraten sind as simple as that.
    Da machst du es dir leider zu einfach.
    Ich finde das Erscheinen der Partei zunächst mal gut, da wichtig für die derzeitige politische Landschaft. Ob sie für mich wählbar ist sei mal dahingestellt.
    Jedoch fürchte ich, dass auch diese Partei mittelfristig käuflich zu Erwerben ist. Und wenn man sie nicht mit Geld bekommt, gibt es ja auch noch andere Methoden. Kriegen wird man sie auf jeden Fall.
  6. #6

    titelfrei

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Warum haben so viele Berliner für die Piratenpartei gestimmt - nur wegen der Netzpolitik? Nein, glaubt Sascha Lobo: Die Piraten sprechen einfach so mit ihren Wählern, wie das normale Menschen im Alltag auch tun. Damit heben sie sich von der Dauerinszenierung der Politik ab.

    http://www.spiegel.de/netzwelt/netzp...787354,00.html
    Ich glaube der Grund ist viel trivialer. Die Medien, auch das Staatsfernsehen, habe die Piraten hochgehypt. Grund ist das nichtssagende Parteiprogramm und Aussagen wie: Grundeinkommen für alle, Netze in Nutzerhand etc...etc.
    Die Piratenpartei ist nach der nächsten Berlinwahl wieder verschwunden.

    Diese Vorgehensweise hält Berlin noch eine Runde rot, dann wird mangels Masse Schluß mit lustig sein und die Versäumnisse mit griechischer Macht aufschlagen.
  7. #7

    Keine Angst...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    ... Die Piraten sprechen einfach so mit ihren Wählern, wie das normale Menschen im Alltag auch tun. Damit heben sie sich von der Dauerinszenierung der Politik ab.

    http://www.spiegel.de/netzwelt/netzp...787354,00.html
    ...das hält nicht lange. Das erste was ein Politker lernt ist mit vielen Worten nix zu sagen und bloß keine eindeutige Antwort zu geben sondern sich in sinnlosem Geschwaffel zu ergehen. Schaun wir mal in 6 Monaten wieder nach....
  8. #8

    Vereinfachung keine Lösung

    Klar, der Wutbürger/Protestwähler will heute einfache Erklärungen und einfache Lösungen. Das scheinen die Piraten zu liefern.
    Ich selber habe mal etwas Kommunalpolitik gemacht und muss sagen: Politik ist furchtbar kompliziert. Man muss ständig zwischen den eigenen politischen Wünschen, den Erwartungen der Wähler und dem politisch Erreichbaren abwägen und darf dabei die gesetzlichen Rahmenbedingungen nicht aus dem Auge verlieren. Ein Eiertanz!
    Am Ende steht dann ein Kompromiss, der kaum erklärbar und insbesondere für den Laien/Wähler nicht nachvollziehbar ist und als Enttäuschung erscheinen muss. Alle schimpfen dann über die Politiker und bei der nächsten Wahl kommt dann der Denkzettel vom "mündigen Wutbürger".

    Wer wirklich "Politik-mündig" sein will, dem kann ich nur raten, sich selber aktiv in der Politik zu engagieren. (Die Demokratie lebt vom aktiven Gestalten von Politik und genau das ist ja auf Kommunalebene nicht besonders schwierig.) Dadurch wird einem die Komplexität von politischen Entscheidungen erst klar. Das Schimpfen am Stammtisch und das Verweigern von Wahlen kann jedenfalls nicht die Lösung sein. Und auf "Vereinfacherer", die die Universallösung der Problem gefunden haben, sollte man erst Recht nicht reinfallen.
  9. #9

    .

    Zitat von Haio Forler Beitrag anzeigen
    Die Möglichkeit der Abstrafung anderer Parteien indem man die Piraten wählt, halte ich für wichtiger in diesem Zusammenhang als der Umstand, dass die Piraten Ihre Kleintel anders "ansprächen".
    Die Stärke der Piraten ist sicherlich die Schwäche der alten Parteien. Hätten diese ihre Arbeit gut gemacht, wären die Piraten nicht so stark.

    Ein Vorteil der Piraten ist, dass sie eine demokratische Protestpartei sind. Da muss man nicht die Schmuddelparteien Linke oder NPD wählen, das wollen viele nicht.
    Speziell bei jungen Menschen und der technischen Intelligenz ist der Erfolg der Piratenpartei aber mehr als Protest, da bedient sie das Milieu und wird hier eine feste Stammwählerschaft erhalten.


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