Erdgeschichte: "Wir sind auf der Erde das dominierende Raubtier"

Globale Erwärmung,*Anstieg der Meeresspiegel, Brandrodung: Die Menschheit beeinflusst die Umwelt - so massiv, dass immer mehr Forscher*ein neues Erdzeitalter, das Anthropozän,*ausrufen wollen. Im SPIEGEL-ONLINE-Interview erklärt der britische Geologe Jan Zalasiewicz, ob die Forderung berechtigt ist.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/n...748356,00.html
  1. #140

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    Zitat von gkramm Beitrag anzeigen
    Nun ist es gut. Sie versuchen hier zu suggerieren, ich sei indirekt von der Oelindustrie abhaengig. Solche Unterstellungen sind boesartig und traefen im uebrigen auch meine Kollegen, die an diversen IPCC-Reports beteiligt waren.
    Sorry, aber dass in Alaska fast alles von den Einnahmen der Ölindustrie abhängt, ist nun mal eine Tatsache und keine Bösartigkeit von mir.
    Dass es sog. unabhängige Wissenschaftler geben würde, ist dagegen ein Märchen. Selbst arbeitslose Wissenschaftler sind auf eine gewisse Art abhängig.

    Im Gegensatz zu Ihnen kenne ich die Arbeit von Revelle und Suess. Eine Diskussion der Revelle-Suess-Gleichung werde ich in der 2. Jahreshaelfte zur Veroeffentlichung einreichen. Dann haben Sie ja die Gelegenheit, einen Kommentar dazu anzufertigen.
    Ich bin gespannt.

    Sie arbeiten mit der Methode der blossen Behauptung. Damit kommen Sie hier nicht durch. Zuerst behaupteten Sie, die Arbeit sei nicht "peer-reviewed", dann behaupteten Sie, die Zeitschrift sei von der Energiewirtschaft gefoerdert. Sie versuchen staendig, alles was Ihnen nicht in den Kram passt, zu diffamieren.
    Hm, nennen Sie es wie Sie wollen, es bleibt dabei. Oder stimmt es etwa nicht, was ich über Becks Arbeit und diesem Magazin geschrieben habe?

    Ich habe als Reviewer fuer eine Vielzahl von Fachzeitschriften der Meteorologie, Physik und Geophysik gearbeitet. Die Becksche Arbeit waere von mir eher akzeptiert worden als der Schrott von Neftel et al. (1982, 1985), auf den sich das IPCC beruft.
    Alles andere hätte mich auch gewundert. Übrigens, Lüdecke hat über Becks Arbeit eine ähnliche Ansicht wie Sie.

    Messungen der atmosphaerischen CO_2-Konzentration, wie sie seit Beginn des 19. Jahrhunderts durchgefuehrt wurden, sagen nichts ueber die Quellen und Senken des CO_2 aus.
    Hat auch niemand behauptet. Das erklärt immer noch nicht, woher und wohin Becks Riesenmengen CO2 innerhalb von drei - vier Jahren stammen, auch nicht die Schwankungen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhundert, wie er ausgemacht haben will. Haben Sie denn noch nicht mal eine Vermutung? Immerhin scheinen Sie die Arbeit für schlüssig zu halten.

    Das laesst sich nicht an Hand der Revelle-Suess-Gleichung herleiten, denn diese Gleichung ist substantiell falsch.
    Warten wir doch einfach mal Ihre Arbeit darüber ab. Soviel ich weiß, wären Sie der Erste, der sie falsifizieren würde.

    Meteorologie umfasst die Physik und Chemie der Atmosphaere. Klimatologie war und ist nur eine Randdisziplin der Meteorologie.
    Ist klar, aber wenn Sie selbst Arbeiten zur Klimatologie veröffentlichen, sind Sie dann trotzdem kein Klimaforscher oder möchten Sie sich nur abgrenzen?

    Das heutige Erscheinigsbild der Klimatologie ist weniger von der Meteorologie als von der Politik gepraegt.
    Da ist etwas dran. Aber als die grundsätzlichen Erkenntnisse des Treibhauseffekts und des anthropogenen Einflusses auf das Klima entdeckt und beschrieben wurden, hatte die Politik und auch die Wirtschaft keinen Einfluss darauf. Die hat den anthropogenen Klimawandel erst vor 20 Jahren entdeckt.