Erdgas statt Atomkraft: Sauber, aber teuer

Deutschland will raus aus der Atomkraft - doch die erneuerbaren Energien können die Lücke nicht schnell genug schließen. Politiker*hoffen nun auf Gaskraftwerke,*mit denen*ein idealer Übergang ins Öko-Zeitalter*gelingen könnte -*wäre da nicht ein Problem: Die Strompreise müssten steigen.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...764426,00.html
  1. #1

    Ökoterrroristen

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Deutschland will raus aus der Atomkraft - doch die erneuerbaren Energien können die Lücke nicht schnell genug schließen. Politiker*hoffen nun auf Gaskraftwerke,*mit denen*ein idealer Übergang ins Öko-Zeitalter*gelingen könnte -*wäre da nicht ein Problem: Die Strompreise müssten steigen.

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...764426,00.html
    Die Kosten wären nicht das Problem wenn die Ökoterroristen die den Atomausstieg verbrochen haben die auch tragen müßten. Aber nein, darunter hat natürlich die Allgemeinheit zu leiden. Es ist immer dasselbe.
  2. #2

    Gas ist auch keine dauerhafte Lösung

    Warum wird hier in SPON eigendlich nicht über die Pläne im Bereich der Windkraft berichtet:

    http://www.taz.de/1/zukunft/umwelt/a...m-windradboom/
  3. #3

    Das ist nun keine Überraschung

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Deutschland will raus aus der Atomkraft - doch die erneuerbaren Energien können die Lücke nicht schnell genug schließen. Politiker*hoffen nun auf Gaskraftwerke,*mit denen*ein idealer Übergang ins Öko-Zeitalter*gelingen könnte -*wäre da nicht ein Problem: Die Strompreise müssten steigen.

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...764426,00.html
    die wirtschaftliche Inkompentenz rothgrüner Gutfrauen ist ja erwiesen.
    Selbst GReenpeace hatte ja dummerweise zugegeben daß Atomstron billiger ist ("Billigstrom ist Atomstrom" Poster)
  4. #4

    siedlungsnahe Blockheizkraftwerke

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Deutschland will raus aus der Atomkraft - doch die erneuerbaren Energien können die Lücke nicht schnell genug schließen. Politiker*hoffen nun auf Gaskraftwerke,*mit denen*ein idealer Übergang ins Öko-Zeitalter*gelingen könnte -*wäre da nicht ein Problem: Die Strompreise müssten steigen.

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...764426,00.html
    Gaskraftwerke o h n e Abwärmenutzung in Siedlungsnahe sind eine Sünde! Gerade Gas schreit danach, bei der Verstromung auch die Heizwärme für Haushalte zu liefern. Nur dann sinkt die spezifische CO2-Emission. Also nix für den Großmassstab, eher für vernetzte Stadtwerke oder Privatverbraucher.
  5. #5

    Schon wieder?

    Die Strompreise steigen doch seit Jahren. Teilweise hat man auch lesen können, daß es unberechtigt war, da die Konzerne horrende Gewinne gleichzeitig einfuhren. Hoher Gewinn bedeutet gut abgeschröpft, oder?
    Warum verkauft der SPON uns nun diesen Artikel? In der Art ein Plädoyer für das geschröpfte Volk, in Wahrheit eine Rechtfertigung im Sinne der Lobby. Informiert der SPON das Volk über das was nun kommt und fungiert als Sprachrohr der Ausbeuter oder ist SPON immer noch das Blatt das keines vor den Mund nimmt? (kleiner Scherz, seit 9.11 ist der Spiegel stram auf Ja-Sager Kurs)
  6. #6

    Na endlich wird´s wieder rational

    "Megawattstunde Strom aus Erdgas auf rund 40 Euro", also pro kw/h 40 Cent.

    Dies hiesse am Markt eine Verdoppelung des Strompreises auf 45 Cent für den Verbraucher, Wahrscheinlich sogar auf 60 Cent. Bei gleichzeitiger Verdreifachung des Kohlendioxydausstosses, der das Klima ruiniert und die Umwelt allmählich vergast.

    Verdoppelung der Energiepreise heisst für 50 % der Industriebetriebe die Abwanderung ins Ausland, weil sie mit diesem Energiepreis in Deutschland nicht mehr wettbewerbsfähig produzieren können. Endlich wird der Spiegel seiner Aufgabe gerecht, die Bevölkerung über die Folgen eine irrwitzigen Entscheidung der Regierung auszuklären.

    Eine Regierung, die einen ungedeckten Wechsel auf die Zukunft zog, indem sie in Bewusstsein dieser kommenden zwangsläufigen Preissteigerung leierte, dass dies von neuen Ideen und Erfindungen (die es nicht gibt) ausgeglichen werden muss. Dabei wandern die guten und ideenreichen deutschen Ingenieure ins Ausland ab, weil sie von Politik und den vielen Narren in der Bevölkerung gemobbt werden.

    In 10 Jahren ist die Bundesrepublik nur noch ein Agrarland wie 1840 und die System sind zusammengebrochen. Alle Systeme. Auch das politische.
  7. #7

    Schulbildung

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Deutschland will raus aus der Atomkraft - doch die erneuerbaren Energien können die Lücke nicht schnell genug schließen. Politiker*hoffen nun auf Gaskraftwerke,*mit denen*ein idealer Übergang ins Öko-Zeitalter*gelingen könnte -*wäre da nicht ein Problem: Die Strompreise müssten steigen.
    http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...764426,00.html
    In der Schule hab ich noch von meinen - damals schon linken - Lehrern gelernt, daß Gaskraftwerke wahnsinnig teuer sind und deshalb nur als Spitzenlastreservestromlieferanten taugen. Aber unsere Politiker haben wohl in der Schule gepennt.

    Zudem ist es eine Verschwendung sondersgleichen, den sehr hochwertigen Brennstoff Gas in riesigen Kraftwerken zu verfeuern. Mit Gas kann man auch Kochen (Gasherd), Duschen und Baden (Gastherme) oder Kraftfahrzeuge betreiben. Mit Kohle geht das nicht !

    Also: Kohle für Kraftwerke, Gas für Endverbraucher !
  8. #8

    Richtig ! Sehr guter Beitrag! Ergänzung: Regenerativ erzeugtes Windgas...

    Lieber Herr Meyer, ich gratuliere Ihnen zu diesem herviragenden Beitrag, der endlich die Diskussion verschalicht und auf die richtigen Themen lenkt!

    Ich stimme Ihren Ausführungen zu 100% zu, möchte jedoch 2 wichtige Ergänzungen anbringen:

    1. Die bei der Gasverbrennung erzeugte Wärme muss im Rahmen der Kraftwärmekopplung unbedingt genutzt werden. Dies lässt sich am ehesten durch dezentral installierte und zentral gesteuerte, gasbetrieben BHKW´s in Wohngebieten erreichen. Genau darauf zielt die überall in Deeutschland zu dindende Bürgerbewegung mit dem Ziel der "Rekommunalisierung der Gas-, Strom- und Fernwärmenetze", z.B. das derfolgreiche Volksbegehren in Hamburg im Juni 2011.

    2. Zukünftig wird die Erzeugung von Erdgas (als Methan) aus der Elektrolyse von Wasser durch Wind- und Solarstrom sich durchsetzen, um einerseits die überschüssigen Windenergien zu nutzen, die heute durch Abschaltung der Rotoren ungenutzt bleiben, und andererseits, um das Speicherproblem elegant zu lösen: Das durch Windstrom erzeugte "Windgas" wird in das vorhandene riesige Erdgasnetz und die vorhandenen (genehmigten und akzeptierten!) Erdgasspeicher-Kavernen geleitet.

    Was noch fehlt:
    - Förderung der Windgas-Wandlung (Statt von Kohlekraftwerken)
    - Stärkere Förderung von dezentralen BHKW-Anlagen, die mit Windgas arbeiten gegenüber normalen BHKW
    - Normierung der Kopplungs- und Übergabe-Spezifikationen von Windgas in Erdgasnetz

    Das ganze wäre gleichzeitig ein Exportschlager und könnte sehr leicht in sonnen- und windreiche Regionen der Erde exportiert werden und dort zu Wertschöpfung und Wohlstand führen.

    Was hindert bisher ?
    - Die Macht der großen Erdgaskonzerne, die Netze kontrollieren
    - Eine fehlende Aufsichts- und Regulierungsbehörde für das Gasnetz im Sinne der BNetzAgentur für das Stromnetz
    - Der politische Wille von Schwarz-Gelb

    Aber: Wenn wir es wollen, wird es eine zukünftige Regierung machen!

    Nähere Informationen zu Windgas: Siehe Franhofer-Studie IWES Kassel vom Jan 2011: http://www.greenpeace-energy.de/file...er_Sterner.pdf

    Eine Pilotanlage wird bereits in Stuttgart beim ZSW erfolgreich betrieben. Die Technologie ist vorhanden. Jetzt muss es jemand tun!
  9. #9

    x

    "Politiker hoffen nun auf Gaskraftwerke, mit denen ein idealer Übergang ins Öko-Zeitalter gelingen könnte - wäre da nicht ein Problem: Die Strompreise müssten steigen."

    was für ein irreführendes gewäsch! strom aus wind oder sonne ist noch deutlich teurer als der aus gas. zudem müssen konventionelle kapazitäten vorgehalten werden.