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Erbgut-Experiment: Forscher erschaffen künstliche DNA-Alternativen

AFPDas Erbgutmolekül DNA bildet die Basis des Lebens. Im Labor haben Forscher jetzt ihre Information auf künstliche Moleküle übertragen. Das Experiment gibt einen Hinweis darauf, wie das Leben auf der Erde entstand - und könnte auch praktische Anwendungen für die Medizin liefern.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/n...828479,00.html
  1. #120

    Zitat von reuanmuc Beitrag anzeigen
    Die Redundanz des genetischen Codes ist nicht dasselbe wie die Redundanz der DNA. Der Code ist redundant, weil die Basentripletts mehr Codons generieren können (nämlich 64) als für 20 Aminosäuren plus Start- und Stopcodon nötig ist. Deshalb sind manche Aminosäuren in zwei oder gar bis sechs Codons codiert und das Stopcodon ist dreifach vorhanden. In bestimmten Fällen können Mutationen dadurch maskiert werden.

    Die DNA ist redundant, weil sie als Doppelstrang vorliegt und weil jede Base nur jeweils genau eine bestimmte Base ankoppeln kann. Ein Strang bestimmt also genau den komplementären Strang, nur in spiegelbildlicher Reihenfolge. Zur Replikation wird der Doppelstrang aufgetrennt und jeder der Stränge wird wieder zum Doppelstrang ergänzt. Nach der Replikation sind sogar vier Chromatiden in jeweils zwei homologen Chromosomen vorhanden, die bei der Zellteilung auf die Tochterzellen verteilt werden.
    Okay, das ist richtig:-)
  2. #121

    Zitat von Piri Beitrag anzeigen
    Okay, das ist richtig:-)
    Was sollte es sonst sein? - Glauben Sie auch, dass nur Leute mit Diplom oder Doktor in Biologie fähig sind, ein Lehrbuch zu lesen? Selbstverständlich kann ich mich auch mal irren, oder als Amateur unprofessionell oder missverständlich formulieren. Dann hätten die Herren aber die Möglichkeit, mich durch konstruktive Beiträge zu korrigieren, statt nur höhnisch "falsch" zu schreien. Das macht man vielleicht im Kindergarten so:-)
  3. #122

    Zitat von Piri Beitrag anzeigen
    Welche Vereinfachungen meinen Sie??
    Er hätte nur richtig lesen müssen. Da stand klar spiegelbildliche Reihenfolge. Er meint aber, auf diese Weise meine Beiträge verächtlich machen zu können.
  4. #123

    Zerrspiegel

    Zitat von reuanmuc Beitrag anzeigen
    Er hätte nur richtig lesen müssen. Da stand klar spiegelbildliche Reihenfolge. Er meint aber, auf diese Weise meine Beiträge verächtlich machen zu können.
    5'-CTAGCCTTGAT-3'
    3'-GATCGGAACTA-5'

    Was ist denn da spiegelbildlich?
  5. #124

    Zitat von cassandros Beitrag anzeigen
    5'-CTAGCCTTGAT-3'
    3'-GATCGGAACTA-5'

    Was ist denn da spiegelbildlich?
    Sie haben aber doch gelesen, dass ein Laie (als der sich der Forist in sehr seltenen Fällen freimütig bezeichnet), gelegentlich Probleme mit einer präzisen, unmissverständlichen Ausdrucksweise hat. Wir wissen jetzt, was er meint, und da sollte man etwas großzügiger sein;-)
    Auch der Satz mit den 4 Chromatiden in JEWEILS 2 homologen Chromosomen ist so ein Fall...
  6. #125

    Zitat von reuanmuc Beitrag anzeigen
    Was sollte es sonst sein? - Glauben Sie auch, dass nur Leute mit Diplom oder Doktor in Biologie fähig sind, ein Lehrbuch zu lesen? Selbstverständlich kann ich mich auch mal irren, oder als Amateur unprofessionell oder missverständlich formulieren. Dann hätten die Herren aber die Möglichkeit, mich durch konstruktive Beiträge zu korrigieren, statt nur höhnisch "falsch" zu schreien. Das macht man vielleicht im Kindergarten so:-)
    Da ist die wieder, jene Mischung aus nicht in Frage zu stellender Besserwisserei und marginalen Zugeständnissen!

    Ich finde es schön, wenn sich Leute aus ganz anderen Berufen mit Biologie beschäftigen und erkenne Ihren Eifer wirklich an. Aber ich fände es auch schön, wenn die Zugeständnisse etwas deutlicher formuliert würden und auch das Wissen selbst mit einbezögen.
  7. #126

    Zitat von reuanmuc Beitrag anzeigen
    Nach der Replikation sind sogar vier Chromatiden in jeweils zwei homologen Chromosomen vorhanden, die bei der Zellteilung auf die Tochterzellen verteilt werden.
    Sie meinen vermutlich: Nach der Replikation liegen 2-Chromatid-Chromosomen vor. In der sich anschließenden Mitose werden die Chromatiden jedes Chromosoms voneinander getrennt, so dass die Tochterzellen identisches Erbmaterial enthalten.
    Homologe Chromosomen enthalten kein identisches Erbmaterial. Warum führen Sie sie hier an?
  8. #127

    Zitat von Piri Beitrag anzeigen
    Homologe Chromosomen enthalten kein identisches Erbmaterial. Warum führen Sie sie hier an?
    Sie fragten nach Redundanz - erinnern Sie sich? Und darauf zielte meine Antwort:-)

    Homologe Chromosomen enthalten homologes Erbmaterial, d.h. dieselben Gene, aber möglicherweise unterschiedliche Allele von Vater und Mutter. Bei der Zellteilung bekommt also jede Tochterzelle einen vollständig diploiden Chromosomensatz mit jeweils einem Chromatid. Das ist also immer noch (fast) 100% Redundanz. Das "fast" bezieht sich auf die unterschiedlichen Allele, die funktionell aber vollständige Redundanz bedeuten. Auch Mutationen könnten die Redundanz beeinträchtigen.

    Dazu kommt die gigantische Redundanz, indem jede einzelne Zelle des Organismus ein vollständiges und identisches Genom enthält! Deshalb können aus Stammzellen (in vitro) Organe oder Gewebe entstehen.

    Ohne Redundanz wäre Leben gar nicht möglich, auch die Evolution funktioniert nur mit Redundanz, indem genetische und organische Veränderungen die Lebensfähigkeit nicht unterbrechen.
  9. #128

    Peng! ..... Fahrkarte

    Zitat von Piri Beitrag anzeigen
    Sie haben aber doch gelesen, dass ein Laie (als der sich der Forist in sehr seltenen Fällen freimütig bezeichnet), gelegentlich Probleme mit einer präzisen, unmissverständlichen Ausdrucksweise hat..
    Mit Laien meint der weltgrößte Quantenklimatologe, der im Nebenberuf auch noch Genetiker ist, aber immer nur die anderen, nie aber sich selbst.
    Wenn man #47 und #69 gelesen hat, verfängt die neue, gespielte Bescheidenheit nicht!

    Er lernt auch nichts dazu. Er schießt weiter wie seit eh und je aus der Hüfte und wild um sich. Nach dem Motto: Dabei treffe ich irgendwann versehentlich auch mal die Zielscheibe; dann kann ich mich breitbeinig hinstellen und behaupten, daß ich Kunstschütze sei.
  10. #129

    Herr und Frau Redundanz bitten zum Tanz

    Zitat von reuanmuc Beitrag anzeigen
    auch die Evolution funktioniert nur mit Redundanz, .
    Wie evolviert denn dann ein Einzelstrangphage wie Phi-Chi 174?
    Das Genom dieses Virus ist gerade einmal 5386 Nucleotide groß und enthält diverse Genüberlappungen (der Genorte A/B, K/B, K/C, K/A + D/E). Fürwahr ein beeindruckendes Beispiel für "Redundanz".
    Das Gen B liegt innerhalb des Gens A, und das Gen K liegt teilweise in Gen A und teilweise in Gen C. In sehr kleinen Viren wie φΧ174 gibt es zu wenig DNA, um alle virusspezifischen Proteine zu codieren, außer wenn Teile des Genoms mehr als einmal in unterschiedlichen Leserahmen abgelesen werden.
    Die Gene D und E überlappen ebenfalls; das Gen E liegt vollständig innerhalb von Gen D. Zusätzlich überlappt das Terminationscodon von Gen D mit dem Initiationscodon des Gens J. Über die
    überlappenden Gene hinaus wird ein A*-Protein genanntes Protein durch die Reinitiation der Translation innerhalb der mRNA für das Gen A synthetisiert. Das A*-Protein wird innerhalb desselben Leserahmens der mRNA wie das A-Protein gelesen und beendet, aber an einem in dem Leserahmen liegenden Startcodon initiiert.

    Das nenne ich meisterhafte, auf die Spitze getriebene Nichtredundanz!


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