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Erbgut-Analyse: Kinder später Väter leben länger

CorbisSpäte Vaterschaft verlängert womöglich das Leben des Nachwuchses - zu diesem Ergebnis kommen Wissenschaftler nach dem Vergleich von Erbgut-Strängen. Alte Väter vererben ihren Kindern demnach schützende Kappen in den Genen.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/m...838198,00.html
  1. #1

    Gute Nachrichten !?!

    Bei meiner Geburt war mein Vater knapp 40, bei dessen Geburt mein Großvater schon fast 49 Jahre alt. Demnach müsste ich ja alt wie Methusalem werden können ;o)

    Bleibt nur abzuwarten, ab wann die Rentenversicherer solche Daten abfragen und in Beitragserhöhungen umwandlen :o(
  2. #2

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Späte Vaterschaft verlängert womöglich das Leben des Nachwuchses
    So einfach kann es nicht sein, denn sonst müssten die Menschen von heute längst die 200 Jahre erreicht haben, da sich der Effekt als positive Rückkopplung verstärken würde. Alternativ müsste sich eines der Organe deutlich als altersbegrenzende Schwachstelle zeigen. Eine Korrelation ist selbstverständlich möglich, aber das ist bekanntlich noch keine Kausalität, schon gar nicht in der Komplexität eines Organismus.
  3. #3

    Super Sache das.
    Mein Papa war 43 als er mich gemacht hat. Und mein Opa väterlicherseitswar auch steinalt.

    Jetzt verstehe ich auch, warum immer alle aus allen Wolken fallen,
    wenn ich ihnen mein Alter sage. Immer der Spruch: ..... gut gehalten.

    Und das die Telomere ganz sicher einer der wichtigsten Schlüssel zum Thema Alter sind, dürfte unbestritten sein. Ich sage nur Progerie, die haben nämlich schon bei Geburt drastisch verkürzte Telomere.
  4. #4

    Zitat von reuanmuc Beitrag anzeigen
    So einfach kann es nicht sein, denn sonst müssten die Menschen von heute längst die 200 Jahre erreicht haben, da sich der Effekt als positive Rückkopplung verstärken würde. Alternativ müsste sich eines der Organe deutlich als altersbegrenzende Schwachstelle zeigen. Eine Korrelation ist selbstverständlich möglich, aber das ist bekanntlich noch keine Kausalität, schon gar nicht in der Komplexität eines Organismus.
    Wieso? Die Frage ist ja wie stark der Effekt ist. Wenn 10 Jahre später Vater werden bedeutet das das Kind 1 Monat älter wird als vergleichbare Kinder fällt das vielleicht erst in 100 Generationen auf. Selbst bei einem Jahr wird es schwierig werden das festzustellen, da es noch genügend andere Faktoren gibt. Möglich ist auch das sich zwei Faktoren teilweise aufheben - längeres Lebend durch Telomere, kürzeres duch Schäden am Erbgut.
  5. #5

    Die Frauen sind schuld

    Zitat von reuanmuc Beitrag anzeigen
    So einfach kann es nicht sein, denn sonst müssten die Menschen von heute längst die 200 Jahre erreicht haben, da sich der Effekt als positive Rückkopplung verstärken würde.
    Das würde voraussetzen, daß dieser Effekt zumindest intuitiv erkannt und vorsätzlich und konsequent bei der Fortpflanzung der Population (Partnerwahl) zugrunde gelegt worden wäre.
    Da aber Frauen zur Fortpflanzung nicht konsequent ältere Männer heranziehen, haben wir bislang geringe Aussicht, 200 zu werden.

    Man kann aber im Tierexperiment nachschauen, ob es dort einen ähnlichen Effekt gibt und diesen dann in Kreuzungsexperimenten mit REinzuchtlinien im Sinne der benannten pos. Rückkoppelung zu verstärken versuchen.
  6. #6

    Zitat von Anhaltiner Beitrag anzeigen
    Wenn 10 Jahre später Vater werden bedeutet das das Kind 1 Monat älter wird als vergleichbare Kinder fällt das vielleicht erst in 100 Generationen auf.
    Glauben Sie, dass die Menschheit jünger als 100 Generationen ist? Wieviele Generationen sind seit Adam und Eva vergangen?-)
  7. #7

    Zitat von cassandros Beitrag anzeigen
    Das würde voraussetzen, daß dieser Effekt zumindest intuitiv erkannt und vorsätzlich und konsequent bei der Fortpflanzung der Population (Partnerwahl) zugrunde gelegt worden wäre.
    Da gebe ich Ihnen recht, aber statistisch über die ganze Menschheit müsste es solche Methusalems gegeben haben, auch ohne weiblichen Vorsatz.
  8. #8

    OPIS im Kreißsaal erwünscht

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Späte Vaterschaft verlängert womöglich das Leben des Nachwuchses - zu diesem Ergebnis kommen Wissenschaftler nach dem Vergleich von Erbgut-Strängen. Alte Väter vererben ihren Kindern demnach schützende Kappen in den Genen.

    Lebenserwartung: Späte Vaterschaft verlängert Leben des Nachwuchses - SPIEGEL ONLINE
    Schon wieder Werbung -diesmal wissenschafftlicher Natur- für Opis mit Kinderwagen.
    Die Wissenschaft hat anscheinend kein Interesse gynäkologische Forschung für ältere Frauen zu betreiben.
    Und "die Pille" darf weiter ausschließlich die Frau schlucken.
  9. #9

    Telomere

    Zitat von reuanmuc Beitrag anzeigen
    So einfach kann es nicht sein, denn sonst müssten die Menschen von heute längst die 200 Jahre erreicht haben, da sich der Effekt als positive Rückkopplung verstärken würde. Alternativ müsste sich eines der Organe deutlich als altersbegrenzende Schwachstelle zeigen. Eine Korrelation ist selbstverständlich möglich, aber das ist bekanntlich noch keine Kausalität, schon gar nicht in der Komplexität eines Organismus.
    Natürlich ist es nicht "soo" einfach. Schließlich war die tatsächliche Lebenserwartung drastisch kürzer, als die potenzielle Lebenserwartung. Einfach weil das Leben sehr viel risikoreicher war und Infektionskrankheiten auch in jungen Jahren verheerend wirken konnten.
    Daher war eine möglichst frühe Fortpflanzung angesagt.
    Der Lebenszeitverlängernde Effekt verzögerter Fortpflanzung ist bei Taufliegen und Fadenwürmern ja schon lange bekannt.
    Das der Effekt auch bei Menschen gefunden werden kann, eigentlich wenig überraschend.
    Aber die Telomerlänge ist eben auch nicht alles.


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