Sie hatten wohl nicht den Eindruck, daß ich das mit der länglichen Einlassung unter #27 getan habe?
Schön.
Ich lese unter der bezeichneten Quelle (ZItat):
"Maria untersucht die Telomere genannten Endstücke von Chromosomen. Bei der Zellalterung werden die Telomere der Zellen immer kürzer, bis die Zelle abstirbt. Mäuse mit einem Mangel an Telomerase – das Enzym das für die Verlängerung der Telomere sorgt – altern vorzeitig. (...)
Da die Telomeraseaktivität durch epigenetische Modifikationen gehemmt werden kann, besteht eine Verbindung zwischen der Telomer-Epigenetik und Krebs. (....)."
a) Da steht, daß Telomere die Endabschnitte von Chromosomen sind. Das hatten wir schon. Es sind also DNA-Abschnitte. Da steht nicht, daß Telomere "etwas epigenetisches" sind.
b) Da steht, daß die Telomere selbst einer epigenetischen Regulation unterliegen (können).
Das kann natürlich der Fall sein, wenn die DNA im Bereich der Telomere durch Methylierung von Cytosinylresten modifiziert (Vergleichen Sie einmal die angegebene Oligonucleotidsequenz mit den bekannten Methylierungssequenzen) oder die dort anhängigen Histone durch Methylierung und/oder Acetylierung von Lysylresten modifiziert werden.
c) Die Feststellung unter b) trifft schlechterdings für jedes Gen und jeden regulatorischen Bereich der DNA eines Chromosoms zu.
d) Die Aussage "Da die Telomeraseaktivität durch epigenetische Modifikationen gehemmt werden kann, ..." ist zweideutig, da aus ihr nicht hervorgeht, ob hier epigenetische Modifikationen des Telomerasegens oder der Telomere gemeint sind.
e) Die Telomerase ist ein Nucleoprotein, das außer der Polypeptidkette noch ein RNA-Molekül als prosthetische Gruppe enthält. Es gibt also streng genommen zwei Genorte, an denen Komponenten des Enzyms codiert werden. Diese können ihrerseits einer epigenetischen Regulation unterworfen sein.
PS: Bei weiteren Beleidungen gibt es gar keine Erläuterungen mehr.

Antworten / Zitieren

