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Erbgut-Analyse: Jedes Spermium ist anders

CorbisForscher haben das Erbgut einzelner Samenzellen untersucht: Die Spermien eines Mannes unterscheiden sich demnach deutlich voneinander. Auch gegenüber anderen Körperzellen gibt es erstaunlich viele Abweichungen.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/m...845469,00.html
  1. #1

    Auslese

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Forscher haben das Erbgut einzelner Samenzellen untersucht: Die Spermien eines Mannes unterscheiden sich demnach deutlich voneinander. Auch gegenüber anderen Körperzellen gibt es erstaunlich viele Abweichungen.

    Genetik: Erbgut in Samenzellen eines Mannes unterscheidet sich stark - SPIEGEL ONLINE
    Vermutlich wird es nicht lange dauern bis die Forscher die Spermien nach vorgegebenen Eigenschaften separieren können.
    Genmanipulation gibt es in der Agrarindustrie und der Landwirtschaft.
    Warum soll dies beim humanen Genom nicht möglich sein?
    Was möglich ist, wird auch umgesetzt, trotz Verbote und Gesetze.
    Eine schreckliohe Vorstellung. Mengele lässt grüßen!
  2. #2

    es könnte sein,

    dass die Hirnanhangdrüse indirekt die Programmierung der nächsten Generation beeinflusst.

    Die Idee, dass die Natur nur per Versuch und Irrtum agiert bzw. Andererseits ein zentraler Lenker wie auch immer die nächste Generation steuert (die nächste Generation soll an die Lebensumstände besser angepasst sein) wäre zu weit her geholt.

    Auch ist die Natur, wenn es oft so erscheint nicht verschwenderisch.

    (Brutpflege betreibende Lebewesen haben nur wenige Nachkommen;
    wären diese einem genetischen Roulette ausgesetzt, würde sich der Aufwand der Brutpflege nicht rentieren und die Brutpflege im klassischen darwinschen System aussterben - Darwin wusste noch nichts von Evolutionszyklen in der Software Entwicklung ..)

    Plausibler erscheint, dass der lebende Körper Informationen (verstärke das Gen Nummer 20, schwäche das Gen Nummer 37) direkt und per z.B. hormoneller Steuerung auf seine
    Nachfahren überträgt.

    (es gäbe auch noch die Möglichkeit präziser mit Protein und Enzym Blöcken aus dem Gehirn einzuwirken - die negativen Effekte beschädigter Prionen sind bekannt
    - ggf. haben sie normalerweise einen
    positiven Nutzen: nicht Zellen zu zerstören sondern mit neuer Information zu versehen - ein zellulärer Upgrade quasi)

    Die gemachten Beobachtungen deuten ggf. in diese Richtung.
  3. #3

    Aufschrei der Ethiker

    Ich höre schon den Aufschrei der Ethiker, die fordern, dass Spermien besser gesetzlich geschützt werden müssen...
  4. #4

    Mei, oh mei!

    Zitat von mhwse Beitrag anzeigen

    Plausibler erscheint, dass der lebende Körper Informationen (verstärke das Gen Nummer 20, schwäche das Gen Nummer 37) direkt und per z.B. hormoneller Steuerung auf seine
    Nachfahren überträgt.
    Nein, das erscheint überhaupt nicht plausibel.
    In der Meldung geht um die Folgen der meiotischen Rekombination.
    Siehe unter: Meiose.
    Das hat mit Hormonen nix zu tun.
  5. #5

    Zitat von wahlberechtigter Beitrag anzeigen
    Vermutlich wird es nicht lange dauern bis die Forscher die Spermien nach vorgegebenen Eigenschaften separieren können.
    Das ist schwierig, weil sie das Spermiun zur Analyse ja zerstören müssen. Dann können sie es abe rauch nicht mehr nutzen.
  6. #6

    Zitat von wahlberechtigter Beitrag anzeigen
    Vermutlich wird es nicht lange dauern bis die Forscher die Spermien nach vorgegebenen Eigenschaften separieren können.
    Genmanipulation gibt es in der Agrarindustrie ..!
    Bei Ihrem Kommentar lässt doch wohl eher Dieter Nuhr grüßen: "Wenn man keine Ahnung hat: Einfach mal Fresse halten!"
  7. #7

    Zitat von mhwse Beitrag anzeigen
    .

    Auch ist die Natur, wenn es oft so erscheint nicht verschwenderisch.

    (Brutpflege betreibende Lebewesen haben nur wenige Nachkommen;
    wären diese einem genetischen Roulette ausgesetzt, würde sich der Aufwand der Brutpflege nicht rentieren und die Brutpflege im klassischen darwinschen System aussterben - Darwin wusste noch nichts von Evolutionszyklen in der Software Entwicklung ..)
    Bis zur Brutpflege ist es ja ein weiter Weg. Vorher gibt es ja schon eine ganze Menge Kontrollmechanismen. Das fängt ja schon damit an, das sie von den vielen vielen Spermien nur eins die Befruchtung bewirkt. Und selbst dann kann noch viel schief gehen.

    Plausibler erscheint, dass der lebende Körper Informationen (verstärke das Gen Nummer 20, schwäche das Gen Nummer 37) direkt und per z.B. hormoneller Steuerung auf seine
    Nachfahren überträgt.
    Das geschieht auch im begrenzten Umfang.

    Aber das hat mit dem Forschungsergebnis ja nun gar nichts zutun.
  8. #8

    Hm. Bedeutet das, dass alle weiblichen Eizellen DASELBE genetische Erbgut

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Forscher haben das Erbgut einzelner Samenzellen untersucht: Die Spermien eines Mannes unterscheiden sich demnach deutlich voneinander. Auch gegenüber anderen Körperzellen gibt es erstaunlich viele Abweichungen.

    Genetik: Erbgut in Samenzellen eines Mannes unterscheidet sich stark - SPIEGEL ONLINE
    enthalten, männliche Spermien dagegen aus einer Vielzahl unterschiedlicher und individueller Erbgut-Pakete bestehen?
    Und wenn ja, warum ist das so? Damit sich die Nachkommen (Geschwister) genetisch voneinander unterscheiden? Es hat für mich so eine Art Roulette-Charakter, oder irre ich mich?
  9. #9

    Sehr interessant

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Forscher haben das Erbgut einzelner Samenzellen untersucht: Die Spermien eines Mannes unterscheiden sich demnach deutlich voneinander. Auch gegenüber anderen Körperzellen gibt es erstaunlich viele Abweichungen.

    Genetik: Erbgut in Samenzellen eines Mannes unterscheidet sich stark - SPIEGEL ONLINE
    In diesem Zusammenhang drängen sich mir einige Fragen auf:
    Gibt es diese Varianz auch bei den weiblichen Eizellen oder sind sie vollkommen identisch? Wenn ja, was bedeutet das? Verändern sich die Spermien im Laufe des Lebens eines Mannes und gibt es dabei Qualitätsunterschiede? Welche Faktoren spielen dabei möglicherweise eine Rolle? Ernährung? Stresslevel? Oder sogar Erfahrungen und die Persönlichkeitsentwicklung? Welche biologische Bedeutung hat der Umstand, dass Eizellen von Geburt an fest angelegt sind, die Spermien aber kontinuierlich neu gebildet werden? Liegt vielleicht darin der Umstand begründet, dass wir Männer alles begatten, was nicht schnell genug wegrennt, aber Frauen sich stark selektiv verhalten? Oder ist dies alles am Ende völlig irrelevant? Fragen über Fragen.








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