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Entzugsklinik in Kirgisien: Vom Vollrausch in die Vollnarkose

Silvana WedemannEr nennt sich "Dr. Life" oder "Dr. Cocaine": Jenishbek Nazaraliev betreibt in Kirgisien eine Entzugsklinik für Drogenabhängige. Der Psychiater kämpft mit martialischen Methoden und umstrittener Koma-Therapie gegen die Sucht. Der Erfolg scheint ihm Recht zu geben.

http://www.spiegel.de/panorama/gesel...836330,00.html
  1. #10

    Billige Sensation der Bericht

    Klar wollen das viele glauben das es so einfach ist. Ich fürchte das ist es aber nicht. Und so ganz nebenbei soll dann auch noch das Such6tgedächtnis gelöscht werden??? Toller Witz! Jedem Alki seine Vollnarkose und gut ist...... Mal ganz ehrlich, ist doch absolut lächerlich.
  2. #11

    Dr. Rubel

    Was für ein Unsinn! Und neu ist die Methode auch nicht, die gab und gibt es auch hier, Vollnarkose, Naltrexon und ein paar Downers, unter Hyper- oder Turboentzug bekannt. Nur die Kasse bezahlt das nicht. Die Rückfallquote ohne Nachsorge liegt bei fast 100%.
    Die körperliche Abhängigkeit ist nur ein Nebeneffekt vieler Suchtmittel, Rückfälle, auch nach Jahren, wären sonst kaum zu erklären.
    Clean- oder Trockenbleiben ist ein langwieriger, oft lebenslanger Prozess, dabei sehr individuell, manchmal ist er unmöglich.
    Solch einem Scharlatan hier kostenlose Werbung zu machen ist im Hinblick auf die Verzweiflung vieler Süchtiger verantwortungslos.
  3. #12

    Zitat von spon-facebook-803917678 Beitrag anzeigen
    hmmm...Iboga ist billiger und wirksamer...nicht dass man da nicht durch die Hoelle geht...
    Ibogain interessiert mich schon länger. Haben Sie praktische Erfahrungen?
  4. #13

    optional

    @sam07 hat total recht. da läßt sich nix wegzaubern. dauerhaft clean zu bleiben erfordert sehr viel arbeit!!!!
  5. #14

    Zitat von marlene9000 Beitrag anzeigen
    @sam07 hat total recht. da läßt sich nix wegzaubern. dauerhaft clean zu bleiben erfordert sehr viel arbeit!!!!
    Das bereits erwähnte Ibogain hat durchaus sehr positive Eigenschaften in diese Richtung. Man gibt es z.B. Heroinsüchtigen und nach dem Rausch ist der Suchtdruck und auch der Entzug weg. Zudem wird beschrieben, dass es den "Patienten" tiefe Einblicke gegeben hat, was sie im Leben falsch gemacht haben, es ist die Rede von einem Geist des Ibogain.

    Das mag sich alles wunderlich anhören, aber Sucht ist neben körperlichen Abhängigkeiten auch eine psychische Störung. Dass Psychedelika hier interessante Behandlungskonzepte versprechen ist nichts neues, leider aber nur unzureichend untersucht worden. Bei Ibogain gibt es z.B. Indizien dass dieses auch das Nervenwachstum anregt, was einige der Effekte erklären könnte.

    Um es nicht zu verschweigen: Auch Menschen die es mit Ibogain probiert haben werden zu nicht so geringen Prozentsätzen wieder rückfällig. Aber es scheinen weniger zu sein und nach längerer Zeit (also nicht der Junkie der gerade entzogen hat, wieder raus ist und sofort wieder drückt) und es ist dann weil diese Leute ihr Leben sonst nicht geändert haben.

    Eine gewichtige Hilfe kann es aber m.E. in schweren Fällen sein. Wer sich interessiert google nach "Iboga" und "Ibogain".
  6. #15

    <->

    Zitat von marlene9000 Beitrag anzeigen
    @sam07 hat total recht. da läßt sich nix wegzaubern. dauerhaft clean zu bleiben erfordert sehr viel arbeit!!!!
    Eine Sucht zu bekämpfen ist vergleichbar mit Übergewicht abbauen. Es ist harte Arbeit und es gehört verdammt viel eigener Wille dazu. Besonders, wenn man veranlagt ist schnell wieder Gewicht anzubauen.

    Das, was man sich als erstes klarmachen muss: ist der erste Schritt getan und sind die ersten Erfolge da, kann man nicht aufhören, man muss immer weitermachen im Programm, jede Pause davon erhöht die Wahrscheinlichkeit des Rückfalls.

    Dazu benötigt es aber keine allzu radikalen Methoden, nur etwas Einsicht und Vernunft. Wobei ich keine Erfahrung mit Drogensucht habe, aber ich kann mir gut vorstellen, daß es da noch etwas schwerer ist, weil der Körper immer wieder nach den 'Glücksmomenten' strebt.
  7. #16

    Durchaus vorstellbar!!

    Also ich war bis 1996 starker Raucher. Im Winter bekam ich dann einen schweren Asthmaanfall mit allen denkbaren schikanen bis hin zur Widerbelebung. Wurde von den Intensivmedizienern der Uniklinik in Greifswald für 4 Tage in Narkose versetzt und beathmet. Seit diesem Intermetzo habe ich bis zum heutigen Tage keine Zigarette mehr angefasst. Was mich erstaunt hat, es gab keine Entzugserscheinungen! Noch habe ich Probleme damit in einer verrauchten Kneipe zu sitzen. Diese Erscheinungen kannte ich schon von diversen vorherigen Versuchen das Rauchen sein zu lassen. Also ich kann mir diese Therapie durchaus vorstellen.
  8. #17

    Warum...

    ... WISSEN immer wieder so viele Menschen, was sich hinter dem einen, oder anderen Artikel tatsächlich verbirgt?!
    Warum soll "Dr. Life" ein Scharlatan sein?!
    Warum soll er kein Scharlatan sein?!
    Ich finde es äusserst anmaßend, diesen, oder andere Artikel pauschal als "Unsinn" abzustempeln.
    Eher würde ich den Umgang mit der Verantwortung, die mit der Veröffentlichung eines solchen Artikels einhergeht hinterfragen!!!
    Aber damit läuft der eine, oder andere Beitrag wohl an seinem wahren Zielpunkt vorbei...
    Munter bleiben!
    Hal
  9. #18

    Mal wieder...

    ..... ein reisserischer Artikel in BILD-Manier, ohne die geringste Sachkenntnis.
    Vermutlich macht sich bei SPON kein mensch Gedanken darüber, was solche schlichtgestrickten Erlebnisaufsätze bei der möglichen Zielgruppe anrichtet.

    Da Entzug stets mit Tachycardien und Extremen Blutdruckspitezn einhergeht ( der sogenannte "Noradrenalinsturm" ) ist Atropin eigentlich kontraindiziert. Hier wird es wohl eher potentielle katastrophale entsprechende Nebenwirkungen des Cocktails durch Sauerstoffunterversorgung wegen Atemdepression zusammen mit extrem erhöhtem Sauerstoffverbrauch etc. verhindern.
    Dieser Artikel hat absolut keinen Informationsgehalt und ist extrem kontraproduktiv, da er die Zielgruppe lediglich demotiviert, Angst macht und (fast) verschweigt, daß hierzulande eine sehr gute und verantwortungsbewusste Therapie existiert.
    Aber mit einem solchen Boulevardmäßigen und schlichtgestrickten Artikel kann man eben clicks generieren, und mir scheint, es geht hier einzig nur noch darum, nicht um seriöse Information.
    Schade. Rudolf Augstein wird sich eh schon pausenlos in seinem Grab drehen, jetzt sind es wohl noch 1-2 Umdrehungen mehr...
  10. #19

    Keine Zauberei in der Narkose

    Zitat von heinzunger Beitrag anzeigen
    Also ich war bis 1996 starker Raucher. Im Winter bekam ich dann einen schweren Asthmaanfall mit allen denkbaren schikanen bis hin zur Widerbelebung. Wurde von den Intensivmedizienern der Uniklinik in Greifswald für 4 Tage in Narkose versetzt und beathmet. Seit diesem Intermetzo habe ich bis zum heutigen Tage keine Zigarette mehr angefasst. Was mich erstaunt hat, es gab keine Entzugserscheinungen! Noch habe ich Probleme damit in einer verrauchten Kneipe zu sitzen. Diese Erscheinungen kannte ich schon von diversen vorherigen Versuchen das Rauchen sein zu lassen. Also ich kann mir diese Therapie durchaus vorstellen.
    Ihre Abstinenz in Ehren, ich denke allerdings, dass eher der Schock über die tatsächlich erfahrenen Folgen des Rauchens motiviert, nicht so sehr die Narkose, die hat Ihnen vielleicht geholfen, die körperlichen Symptome nicht so stark zu erleben.
    Es ist wohl menschlich, dass die meisten Süchte erst angegangen - überhaupt erkannt - werden wenn sie zu massiven gesundheitlichen oder sozialen Folgen führen.
    Und ehrlich, warum sollte man ein Verhalten ändern, das eher angenehm und vermeintlich problemlos ist?








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