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Entwicklungspolitik: Hilfsorganisationen fordern zwei Milliarden Euro mehr
REUTERSDie Bundesregierung breche ihre Zusagen bei der Entwicklungszusammenarbeit, kritisieren Welthungerhilfe und "terre des hommes". Sie verlangen zusätzliches Geld und fordern die Ministerien auf, den Streit untereinander beizulegen.
http://www.spiegel.de/politik/deutsc...828122,00.html
- #1 17.04.2012 16:15 von
Noch Mehr?
Warum wird immer noch in der Entwicklungshilfe versenkt die letzten Jahre gab es doch keine wirklich sichtbaren Verbesserungen.
Die neuen Geberländer erwarten ja auch im Gegenzug für Gelder Rohstoffe, wir sollten es genau so machen.
Ja ja, welch menschenverachtende und ausbeuterische Weltansicht. - #2 17.04.2012 16:44 von
Honi soit
Da die Entwicklung dort am besten funktioniert hat, wo am wenigsten Entwicklungshilfe geflossen ist (Korea, Brasilien, Malaysia), und am wenigsten dort, wo am meisten reingesteckt wurde (eigentlich ganz Schwarzafrika), könnte der kühl denkende Beobachter schon auf die Idee kommen, dass Entwicklungshilfe nicht funktioniert.
Aber nein, grundfalsch, wenn Entwicklungshilfe nicht funktioniert, liegt es nicht an falschen Instrumenten, schlechtem Rat, verkehrter Mentalität, mangelnder Initiative, Korruption in den Empfängerländern, sondern einfach an zu wenig Geld.
Wenn das Geld einfach so versickert, ohne Nutzwert, dann muss die Antwort offensichtlich "noch mehr Geld" sein, zumindest wenn man den Hilfsorganisationen folgen will.
Honi soit...
Da tun sich schon irgendwie gewisse Parallelen zu Griechenland auf... oder? - #3 17.04.2012 16:45 von
dass Hilfsorganisationen der deutschen Regierung ( oder anderen ) sagen koennen, wie sie ihre Entwicklungshilfe gestaltet oder wie sie die Gelder verteilt ? Bei Hilfsorganisationen hat man immer das Gefuehl fehlender Transparenz. Kommen die Gelder wirklich da an, wo sie hin sollen ?
Wievel geben die Organisationen selbst fuer Personal und Verwaltung aus ? - #4 17.04.2012 17:56 von
Wer verlangt hier was!?
Hilfsorganisationen sind BITTSTELLER, nicht mehr und nicht weniger. Die haben gar nichts zu verlangen. Das sollten die Herrschaften nicht vergessen!
- #5 17.04.2012 18:13 von
Nicht mehr Mittel - mehr Effizienz
Diese "Leier" der Hilfsorganisationen und anderer entwicklungspolitischer Gruppen kann man eigentlich nicht mehr ertragen. In schöner Regelmäßigkeit wird seit Jahren von den Hilfsorganisationen und Dritte Welt-Gruppen gefordert, dass der Entwicklungshilfe-Topf stärker gefüllt werden muss. Dabei ist dies nicht der Kern des Problems. Denn im Grunde genommen haben wir genügend Finanzmittel für die Hilfe in Afrika, Asien und Lateinamerika. Es geht um die Effizienz. Da ist enormer Nachholbedarf, auch bei den Hilfsorganisationen. Dies gilt für die Welthungerhilfe ebenso, wie für "terre des hommes" und die kirchlichen Hilfsdienste. Mir ist immer wieder aufgefallen, dass auch die Hilfsorganisationen nicht überall ausreichend professionell arbeiten. Darüber hinaus könnten sie etwas sparsamer wirtschaften, was den Aufwand für die Spendenbeschaffung angeht. Manchmal kostet die Spendenwerbung mehr als letztlich an Einnahmen erzielt wird. Aber mehr Effizienz wäre auch bei der Großorganisation GIZ (Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit) notwendig. Dort könnte locker weniger für Studien, Berichte und Öffentlichkeitsarbeit ausgegeben werden. Besonders übel sieht es bei den Personalkosten aus. Nach wie vor beziehen dort sieben Vorstände gigantische Gehälter und einige von ihnen fliegen ausschließlich erster Klasse zu den Armen.
- #6 17.04.2012 18:39 von
- #7 18.04.2012 04:24 von
Langsam Sind die Deutschen mal
dranmal dran....marode strassen,infrastructur,bildung,alte,kranke brauchen Hilfe und zwar direct hier in D.
- #8 18.04.2012 07:23 von
Welche Hilfsorganisation hat sich schon einmal Gedanken gemacht, in einem überschaubaren Zeitraum nicht mehr zu existieren? Beruht die Arbeit der Helfer nicht auf einer Selbsttäuschung? Haben denn alle die besondere Kompetenz, um den Afrikanern zu helfen sich aus der dauerhaften Abhängigkeit von ausländischem Beistand zu befreien? Der weitverbreitete Paternalismus, also die Neigung, besser als der Betroffene zu wissen was gut für ihn ist, droht die Menschen zu entmündigen. Warum wird den Afrikanern immer wieder eingeredet, dass sie ihre Probleme nicht selbst lösen könnten? Es scheint schwer zu sein, die Menschen ihren eigenen Ideen zu überlassen. Immer nimmt sie jemand bei der Hand. Volker Seitz, Autor "Afrika wird armregiert"
- #9 18.04.2012 14:24 von
Undank ist der Welt Lohn!
Fordern ist einfach, Danke zu sagen wohl schwer!
Solange die ärmsten Länder der Welt unendlich für Waffen ausgeben, solange sollte kein Geld fliessen!
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