Entwicklungspolitik: Hilfsorganisationen fordern zwei Milliarden Euro mehr

REUTERSDie Bundesregierung breche ihre Zusagen bei der Entwicklungszusammenarbeit, kritisieren Welthungerhilfe und "terre des hommes". Sie verlangen zusätzliches Geld und fordern die Ministerien auf, den Streit untereinander beizulegen.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...828122,00.html
  1. #1

    Noch Mehr?

    Warum wird immer noch in der Entwicklungshilfe versenkt die letzten Jahre gab es doch keine wirklich sichtbaren Verbesserungen.
    Die neuen Geberländer erwarten ja auch im Gegenzug für Gelder Rohstoffe, wir sollten es genau so machen.
    Ja ja, welch menschenverachtende und ausbeuterische Weltansicht.
  2. #2

    Honi soit

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Bundesregierung breche ihre Zusagen bei der Entwicklungszusammenarbeit, kritisieren Welthungerhilfe und "terre des hommes". Sie verlangen zusätzliches Geld und fordern die Ministerien auf, den Streit untereinander beizulegen.

    Entwicklungspolitik: Hilfsorganisationen fordern zwei Milliarden Euro mehr - SPIEGEL ONLINE
    Da die Entwicklung dort am besten funktioniert hat, wo am wenigsten Entwicklungshilfe geflossen ist (Korea, Brasilien, Malaysia), und am wenigsten dort, wo am meisten reingesteckt wurde (eigentlich ganz Schwarzafrika), könnte der kühl denkende Beobachter schon auf die Idee kommen, dass Entwicklungshilfe nicht funktioniert.

    Aber nein, grundfalsch, wenn Entwicklungshilfe nicht funktioniert, liegt es nicht an falschen Instrumenten, schlechtem Rat, verkehrter Mentalität, mangelnder Initiative, Korruption in den Empfängerländern, sondern einfach an zu wenig Geld.

    Wenn das Geld einfach so versickert, ohne Nutzwert, dann muss die Antwort offensichtlich "noch mehr Geld" sein, zumindest wenn man den Hilfsorganisationen folgen will.

    Honi soit...

    Da tun sich schon irgendwie gewisse Parallelen zu Griechenland auf... oder?
  3. #3

    dass Hilfsorganisationen der deutschen Regierung ( oder anderen ) sagen koennen, wie sie ihre Entwicklungshilfe gestaltet oder wie sie die Gelder verteilt ? Bei Hilfsorganisationen hat man immer das Gefuehl fehlender Transparenz. Kommen die Gelder wirklich da an, wo sie hin sollen ?
    Wievel geben die Organisationen selbst fuer Personal und Verwaltung aus ?
  4. #4

    Wer verlangt hier was!?

    Hilfsorganisationen sind BITTSTELLER, nicht mehr und nicht weniger. Die haben gar nichts zu verlangen. Das sollten die Herrschaften nicht vergessen!
  5. #5

    Nicht mehr Mittel - mehr Effizienz

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Bundesregierung breche ihre Zusagen bei der Entwicklungszusammenarbeit, kritisieren Welthungerhilfe und "terre des hommes". Sie verlangen zusätzliches Geld und fordern die Ministerien auf, den Streit untereinander beizulegen.

    Entwicklungspolitik: Hilfsorganisationen fordern zwei Milliarden Euro mehr - SPIEGEL ONLINE
    Diese "Leier" der Hilfsorganisationen und anderer entwicklungspolitischer Gruppen kann man eigentlich nicht mehr ertragen. In schöner Regelmäßigkeit wird seit Jahren von den Hilfsorganisationen und Dritte Welt-Gruppen gefordert, dass der Entwicklungshilfe-Topf stärker gefüllt werden muss. Dabei ist dies nicht der Kern des Problems. Denn im Grunde genommen haben wir genügend Finanzmittel für die Hilfe in Afrika, Asien und Lateinamerika. Es geht um die Effizienz. Da ist enormer Nachholbedarf, auch bei den Hilfsorganisationen. Dies gilt für die Welthungerhilfe ebenso, wie für "terre des hommes" und die kirchlichen Hilfsdienste. Mir ist immer wieder aufgefallen, dass auch die Hilfsorganisationen nicht überall ausreichend professionell arbeiten. Darüber hinaus könnten sie etwas sparsamer wirtschaften, was den Aufwand für die Spendenbeschaffung angeht. Manchmal kostet die Spendenwerbung mehr als letztlich an Einnahmen erzielt wird. Aber mehr Effizienz wäre auch bei der Großorganisation GIZ (Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit) notwendig. Dort könnte locker weniger für Studien, Berichte und Öffentlichkeitsarbeit ausgegeben werden. Besonders übel sieht es bei den Personalkosten aus. Nach wie vor beziehen dort sieben Vorstände gigantische Gehälter und einige von ihnen fliegen ausschließlich erster Klasse zu den Armen.
  6. #6

    Hilf dir selbst

    Zitat von Stelzi Beitrag anzeigen
    Hilfsorganisationen sind BITTSTELLER, nicht mehr und nicht weniger. Die haben gar nichts zu verlangen. Das sollten die Herrschaften nicht vergessen!
    Die Hilfsgelder für Entwicklungsländer sind gleichzeitig Subventionen die die Jobs der Helfer sichern.

    Ein Realist, wer Böses dabei denkt! Diese ganzen selbstlosen Weltverbesserer wollen Geld für sich selbst abgreifen.
  7. #7

    Langsam Sind die Deutschen mal

    dranmal dran....marode strassen,infrastructur,bildung,alte,kranke brauchen Hilfe und zwar direct hier in D.
  8. #8

    Welche Hilfsorganisation hat sich schon einmal Gedanken gemacht, in einem überschaubaren Zeitraum nicht mehr zu existieren? Beruht die Arbeit der Helfer nicht auf einer Selbsttäuschung? Haben denn alle die besondere Kompetenz, um den Afrikanern zu helfen sich aus der dauerhaften Abhängigkeit von ausländischem Beistand zu befreien? Der weitverbreitete Paternalismus, also die Neigung, besser als der Betroffene zu wissen was gut für ihn ist, droht die Menschen zu entmündigen. Warum wird den Afrikanern immer wieder eingeredet, dass sie ihre Probleme nicht selbst lösen könnten? Es scheint schwer zu sein, die Menschen ihren eigenen Ideen zu überlassen. Immer nimmt sie jemand bei der Hand. Volker Seitz, Autor "Afrika wird armregiert"
  9. #9

    Undank ist der Welt Lohn!

    Fordern ist einfach, Danke zu sagen wohl schwer!
    Solange die ärmsten Länder der Welt unendlich für Waffen ausgeben, solange sollte kein Geld fliessen!