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Entwicklungshilfe: Medizinische Spenden können Armen schaden

APKliniken aus reichen Ländern verschenken ausrangierte medizinische Geräte oft an Krankenhäuser in ärmeren Staaten. Doch die Spenden helfen den Menschen dort nicht, haben Forscher festgestellt. Im Extremfall sind die Gaben sogar gefährlich.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/m...847181,00.html
  1. #1

    optional

    Die Aussage dieser Studie sollte für ALLE Spenden- und Entwicklungshilfeprojekte gelten und zwar nicht nur im Bezug auf medizinische Geräte.

    Jede Art für Hilfe an Menschen in Entwicklungsländern sollte auf die Umstände in dem jeweiligen Land angepasst sein und darüberhinaus sollte der Kerngrundsatz immer sein: "Hilfe zur Selbsthilfe"

    Alles andere ist Unfug und macht auch wenn es gut gemeint ist letztlich mehr kaputt als das es hilft (von akuter Hilfe im direkten Katastrophenfall mal abgesehen). Ich denke das sollte nach mehreren Jahrzehnten oft vergeblicher Entwicklungshilfe inzwischen klar sein.
  2. #2

    Im Prinzip stimme ich dem Tenor des Artikels zu. Allerdings muß dabei beachtet werden, daß es etwa in Afrika - besonders die Situation in Malawi habe ich vor Augen - geradezu ein Wettrennen von entwickelten Ländern und ihren Organisationen gibt, Spenden "los zu werden". Krasses Beispeil: das von Chinesen gebaute regionale Hospital in Mzuzu. Dennoch halte ich es für sinnvoll, angemessene Technik in diese Region zu bringen. Ein robustes Ultraschall-Gerät im Hospital von Chitipa verhindert, daß Schwangere zur Feststellung der Kindslage geröntgt werden - wenigstens solange, wie es Strom gibt.
  3. #3

    Bevölkerungswachstum

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Kliniken aus reichen Ländern verschenken ausrangierte medizinische Geräte oft an Krankenhäuser in ärmeren Staaten. Doch die Spenden helfen den Menschen dort nicht, haben Forscher festgestellt. Im Extremfall sind die Gaben sogar gefährlich.

    Medizinische Geräte zu spenden, ist als Entwicklungshilfe ungeeignet. - SPIEGEL ONLINE
    Langfristig scheint mir die Reduktion des Bevölkerungswachstums die beste Hilfe für die 3. Welt (und auch die sogenannte entwickelte Welt, da hierzulande überproportional viel Ressourcen verbraucht werden).
    Gibt es eine Organisation die sich ausschließlich um Geburtenkontrolle (Verbreitung von Kontrazeptiva, Propagation von Familienplanung, Durchführung von Vasektomien etc...) kümmert?
    Der würde ich spenden.
  4. #4

    es spendet nicht,

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Kliniken aus reichen Ländern verschenken ausrangierte medizinische Geräte oft an Krankenhäuser in ärmeren Staaten. Doch die Spenden helfen den Menschen dort nicht, haben Forscher festgestellt. Im Extremfall sind die Gaben sogar gefährlich.

    Medizinische Geräte zu spenden, ist als Entwicklungshilfe ungeeignet. - SPIEGEL ONLINE
    wer sein altes Gerät entsorgt.
  5. #5

    Entwicklunghilfe

    Das meiste Geld für "Entwicklunghilfe" fließt über Gehälter und Material wieder in die erste Welt zurück. Die meisten Spenden sind absolut sinnlos. Traktoren für Mosambik, die sich weder Ersatzteile noch Diesel leisten können. Wasserprojekte mit Stromgeneartoren anstatt Solarzellen. Nachdem das Geld für das Projekt aufgebraucht ist, ist auch kein Geld mehr für Benzin da. Baumaschienen von x verschieden Herstellern und am Besten noch mit metrischen und zölligen Maßen , z.B. bei Schrauben. So einen "Zoo" kann niemand effektif warten und instandhalten. Wer schon mal in einem Entwicklungland war wird auch feststellen, das z.B. beim Straßenbau die Maßstäbe des jeweiligen Spenderlandes angewand werden. Straßen aus Deustchland z.B. haben immer einen Radweg, selbt in der tiefsten Pampa.
    Das schlimmste sind jedoch Spenden von gelangweilten Hausfrauenvereinen, welche z.B. Altkleider sammeln und nach Afrika schicken und dort die heimische Textilindustrie kaputt machen.
  6. #6

    ohne

    Hilfe zur Selbsthilfe ist ein Märchen!
    Ob national oder international, es geht nie um Hilfe, es geht um kostengünstige Entsorgung, es geht um Gewinne!
  7. #7

    Falsche Schlussfolgerungen

    Manchmal schaden Spenden den Empfängern sogar:
    Das ist doch kompletter Blödsinn. Wenn die Afrikaner OP-Lampen nicht mit der zugelassenen Spannung betreiben können, ist das weder die Schuld der Lampen, noch die der Spender. Dann sollen sie halt eigene Beleuchtung kaufen, die für die dortigen Verhältnisse passender ist und die Geräte aus Deutschland ablehnen.

    Klar, das geht dann auf eigene Rechnung aber es ist nunmal nicht die Aufgabe unseres Gesundheitssystems, die Krankenhäuser in Nicaragua auszustatten - darum werden auch nur die Geräte gespendet die da sind und nicht solche, die vielleicht am praktischsten wären. Die potentiellen Empfänger müssen schon selbst wissen, was sie gebrauchen können.
  8. #8

    Was mich erstaunt:

    Fuer vom Westen oder Osten ueberlassenes Kriegsgeraet ist in diesen Laendern immer Geld da fuer Ersatzteile oder sogar Kampfwertsteigerungen. Und da klappt das dann auch - welch ein Zufall - mit unterschiedlichen Stromspannungen, metrischen oder zoelligen Schrauben ...
  9. #9

    Entwicklungshilfe

    Zitat von LeToubib Beitrag anzeigen
    Fuer vom Westen oder Osten ueberlassenes Kriegsgeraet ist in diesen Laendern immer Geld da fuer Ersatzteile oder sogar Kampfwertsteigerungen. Und da klappt das dann auch - welch ein Zufall - mit unterschiedlichen Stromspannungen, metrischen oder zoelligen Schrauben ...
    Auch das ist ein Gerücht. Die Waffen werden i.d.R. auch von den "Spendern" gewartet, da diese ein Interesse daran haben das ihr "Partner" einsatzbereit ist. Beispiel Tanzania. Militärbuget $20 Mio. (Percent of GDP: 0.2% (2005 estimate). Beispiele Air Force: Tanzania People's Defence Force - Wikipedia, the free encyclopedia

    Quelle: Tanzania People's Defence Force - Wikipedia, the free encyclopedia


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