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Entstehung von Gefühlen: Der weinende Roboter
Können Maschinen bald lieben, hassen und lachen? Was wie Science-Fiction klingt, ist für Hirnforscher Gerhard Roth eine realistische Zukunftsvision. Forscher sind einem der größten Geheimnisse der Menschheit auf der Spur - der Entstehung von Gefühlen.
http://www.spiegel.de/wissenschaft/m...646262,00.html
- #10 04.09.2009 08:41 von
Genau
Genau so funktionieren Menschen. Die Gehirnevolution besteht aus Legacysoftware die ständig modifiziert wurde um neuen Anforderungen gerecht zu werden und gleichzeitig wurde das Volumen vergrössert um Instruktionen über einen breiteren Bus zu führen und mit mehr Bit-Tiefe verarbeiten zu können. Eine Ameise ist eine Vektormaschine x,y, ein Mensch kann x,y,z,t und n und das sogar aus Sicht eines anderen Individums. Dieser breite aber historisch bedingte parallelle serielle Bus und das fehlerbehaftete evolutionäre Programm ergibt eine Unschärfe die Raum für Interpretation zulässt. Hier kann man die Gefühle als Beiprodukt verschiedener Laufzeiten ansiedeln.
Ein Input ergibt eine Checksum die aber im weitern Abarbeiten nur grob berücksichtig wird, evolutionäre und erlernte Regeln beinflussen das Resultat und den Output.
Fragt einen Psychopathen - hier gibts keine Gefühle, keine Laufzeitunterschiede und keine Unschärfe - und trotzdem fehlerhafteres Resultat als bei einem gesunden Menschen.
Der Gesunde hat den Vorteil das die Vernetzung zu anderen Gehirne eben funktioniert. Ohne Vernetzung ist ein Gehirn eben nicht zu erklären - also muss man eben mehrere Gehirne gleichzeitig studieren um zu einem Resultat zu kommen. - #11 04.09.2009 08:41 von
- #12 04.09.2009 08:48 von Daniel28
- #13 04.09.2009 08:50 von wolfgang52
Irgendwann ...
... wird es auch der letzte "wissenschaftliche" Idiot merken, dass Bewusstsein nichts Materielles ist. Ein Haufen Materie bleibt ein Haufen Materie, und wenn ich Myriaden von Transistoren und sog. "Intelligenz", die doch nur aus Schaltvorgängen besteht, hineinstecke. Irgendwann ...
- #14 04.09.2009 08:51 von
Erklärungslücke
Artikel wie dieser sind nicht ungewöhnlich für Gerhard Roth, der seit Jahren in Presse und Rundfunk mit populärwissenschaftlichen und leider oberflächlichen Darstellungen der Neurowissenschaften auftritt. Dabei gewinnt man oft den Eindruck, dass Herr Roth dem Leser/Zuschauer nicht mehr zutraut als leicht verdauliche Science Fiction.
Ich bezweifle, dass die Zukunftsvision von fühlenden Robotern realistisch ist oder dass in absehbarer Zeit ein vollständiges Verständnis von Bewusstsein/Selbstwahrnehmung und Gefühlen erlangt werden wird.
Der Autor suggeriert etwas naiv dass es sich mit diesen schwierigen Fragen ähnlich verhält wie mit anderen kognitiven Phänomenen: sinnliche Wahrnehmung, Schließen, Planen und Handeln. Tatsächlich aber gibt es einen wichtigen Unterschied zwischen ihnen. Die letztgenannten Phänomene lassen sich mehr oder weniger direkt beobachten, entweder durch Handlungsbeobachtungen oder durch bildgebende Verfahren und andere Techniken. Wahrnehmung, Bewusstsein und Emotionen hingegen haben einen starken qualitativen Aspekt, sie werden subjektiv erlebt und können bisher nicht objektiv Beschrieben werden.
Die Natur dieses Elebens ist bisher nicht gut verstanden. Das subjektive Erleben anderer können wir nie vollständig nachempfinden. Es ist daher unmöglich zu wissen ob bestimmte Neurowissenschaftliche Beobachtungen bestimmten subjektiven Eindrücken entsprechen, so sehr man auch ins Detail geht. Dieses Problem ist als Erklärungslücke bekannt.
Für "emotionale" Roboter bedeutet das, dass sie uns immer nur emotional erscheinen. Es ist unmöglich zu wissen ob sie "wirklich" Gefühle erleben. Selbst eine biologisch vollständige Kopie eines Menschen ist dafür keine Garantie. Wir können nicht überprüfen ob es sich nicht eigentlich um einen Zombie handelt der keine subjektiven Erfahrungen hat.
Ich denke, dass die Erklärungslücke allein durch Fortschritte in den Neurowissenschaften nicht schließbar ist. Geistesphilosophie und Wissenschaftstheorie müssen zunächst Konzepte entwickeln wie sie zu überwinden ist. - #15 04.09.2009 08:56 von
Unsinn?
Also Dein Wissen spiegelt weder den aktuellen Stand der Evolutionsforschung, noch den der Informatik wieder.
Man muss nicht die Entwicklungsgeschichte eines Objektes kennen um seine Funktion zu imitieren. Wäre dem so, hätten die Gebrüder Wright niemals ein Flugzeug gebaut.
Und zum Thema Informatik/Robotik empfehle ich Dir das Max Planck Magazin 1/2009 (kostenlos). - #16 04.09.2009 09:04 von PML
Der weinende und lachende "Roboter" sind wir selbst.
Maschinen lieben, hassen und lachen doch längst! Der WITZ an dieser Geschichte ist: Sie sind schon erfunden. WIR sind das.
Wozu digital gesteuert nachbauen, was bio-chemo-elektrisch längst existiert?
Im übrigen ist das eine ähnliche Thematik wie im Klassiker "Planet der Affen", wo es - wie in vielen Dystopien - um die Themen Identität und Systemintegrität geht. - #17 04.09.2009 09:14 von E. Bär
- #18 04.09.2009 09:20 von TommIT
- #19 04.09.2009 09:21 von
auch die Quantenphysik beschäftigt sich mit der Thematik
zur Frage "was ist Bewusstsein" kann ich dem interessierten Mitleser nur wärmstens den Vortrag "The Primacy of Consciousness" von Peter Russell - anzusehen hier http://video.google.com/videoplay?do...1063626430789# empfehlen - ein für viele sicher noch schwieriger Blickwinkel - eben aus quantenphysischer Sicht - den ich jedoch für äusserst vielversprechend halte...
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