dapd"Entschuldigung" - dieses Wort findet Arzneimittelhersteller Grünenthal erst nach mehr als 50 Jahren. Wegen seines Schlafmittels Contergan kamen Tausende Kinder mit Behinderungen zur Welt. Der Geschäftsführer bat um Verzeihung für das lange Schweigen, Betroffene fordern Taten.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...853290,00.html
Freut einem einfach nur wenn man das liest und die Leute dazu sieht. 50 Jahre lang hatte diese Firmen keinen Mut gehabt zuzugestehen das man einen richtig krassen "profitablen" Fehler gemacht hat.
Wenn man betrunken jemand mit dem Auto überfährt ... bei einer Straftat oder weil man fahrlässig war - dann kann man sich entschuldigen.
Die Firma hat sich an alle geltenden Gesetze gehalten, sie haben sicherlich das größte Interesse daran gehabt, dass ihr Name nicht noch 50 jahre danach mit diesem Unglück in Verbindung gebracht wird, also kann man davon ausgehen, dass sie keine Hinweise auf eine solche Folge hatten - selbst im Bundestag war man ratlos woher die Missbildungen kamen, denn die Tests hatten keine fruchtschädigende Wirkung gezeigt.
Entschuldigung bedingt ein schuldhaftes Verhalten. Das kann ich nicht sehen - natürlich muss man für den Schaden gerade stehen und wie jeder Mensch ist man entsetzt über die Folgen eines Produktes, das man verantwortet.
Nur habe ich das Gefühl, dass hier wieder mal Anti-Pharma Ideologie (Anti-Unternehmen etc.) durchgedrückt wurde.
Auch diesen Menschen hätte ein bedingungsloses Grundeinkommen helfen können. Um aus der gesicherten Existenz heraus gegen das Unternehmen vorgehen zu können.
Wiedergutmachen kann man das alles nicht - Helfen und miteinander Reden ist richtig. Aber das Allerwichtigste scheint mir, daraus auch wirklich Lehren zu ziehen! Und da besteht im gesamten Gesundheitswesen Handlungs- und Transparenzbedarf. Was und wem nützt es? Profit in Grenzen, nicht maßlose Gier - stimmt, Träumereien.
Mir war nicht bekannt, dass die Verjährung dieser Verbrechen 50 Jahre beträgt. Aber es macht sich ja gut ein Denkmal zu finanzieren und um Entschuldigung zu bitten. Toll diese Verantwortlichen mit ihrer billigen Reklame.
Zu spät, zu herzlos und erbärmlich!
heißt entschulden. Ansonsten bittet man um Verzeihung und um Verständnis für einen Fehler. Da müssen immer beide Seiten aufeinander zugehen. Natürlich kann manch ein Schaden nicht wieder gutgemacht werden und die Betroffenen müssen auch so manches hinnehmen. Die Folgen eines Hurricans kann man auch nicht einklagen. Die Natur ist manchmal hart und ungerecht.