REUTERSWie mächtig wird Deutschland in Europa? Auch darum geht es, wenn am Freitag über den Chefposten der Osteuropabank abgestimmt wird. Gewinnt der deutsche Kandidat Thomas Mirow, könnte das die Pläne von Finanzminister Schäuble gefährden.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...833582,00.html
Deutschland ringt nicht um top-Jobs, sondern um die Dominanz in Europa. Fast unbemerkt von der Öffentlichkeit, hat Merkel alle Brüsselr Institutionen mit ihren Buddies besetzt. Weil Miro kein CDU-Mann ist, soll er jetzt weichen. Schäunle ist in der Tat wichtiger - aber seine jüngsten Äußerungen zur Griechenland-Krise ("Rauswurf wäre nicht so schlimm") haben ihn endgültig für den Job des Eurogruppenchefs disqualifiert.
Deutsche Dominanz - Lost in EUrope
Sie glauben aber fälschlicherweise, dass sich das Schicksal Deutschlands und Europas trennen lassen. Das hat noch nie funktioniert und wird es auch nicht.
Das "Bündnis Europa" hat für Deutschland lebenswichtige Vorteile, die sich nicht kompensieren lassen.
1. Ein gemeinsamer Binnenmarkt, der den Handel und somit Export/Import ankurbelt.
2. Einheitliche Vorschriften, Gesetze und Normen. Es ist möglich, den Verwaltungsaufwand für deutsche Firmen zu verkleinern, weil sich die Gesetze etc. aneinander angleichen, was wiederum Investitionen, Patente, Firmengründungen und dergleichen im ganzen europäischen Raum erleichter.
3. Schengen-Raum: Es ist möglich, Länderübergreifend Personal anzuwerben und einzusetzen. Es ist leicher, ausländische Kontakte, Studenten oder Mitarbeiter zu kriegen.
4. Wir können unsere Streitkräfte relativ klein halten, da wir uns keiner echten Bedrohung ausgesetzt sehen und "von Freunden umzingelt sind".
5. Europa als ganzes und somit Deutschland haben ein stärkeres Gewicht in der Welt, was nicht einmal Deutschland als einzelnes Land hat. Europa kann sich mit China messen, Deutschland nicht.
Die Liste könnte ich noch unendlich weiterführen. Solange wir kein Öl in Sachsen finden (wie Norwegen) bleibt ein Verbleiben in einem europäischen Bündnis, wie auch immer das auszusehen hat, alternativlos.
Belén Romana Garcia
Oha! SPON hat 50 % der Schreibfehler aus einem früheren Artikel korrigiert! Wenn jetzt noch der passende Akzent auf das i kommt - í - dann stimmt der Name!
... SPD-Politiker M. Schulz gibt, braucht man sich um "Deutsche Dominanz" keine Sorgen zu machen. Einen solchen Volksverräter würden die Franzosen z.B. niemals nach Brüssel lassen, da er nicht die Interessen Deutschlands (Steuerzahler) vertritt.
Erinnern Sie sich noch an Günter Verheugen, den ehemaligen EU-Erweiterungskommisar? Die "Deutsche Schuld" wie eine Monstranz vor sich hertragend wälzte er sich ständig vor lauter Unterwürfigkeit im Staub.
Bislang ist Deutschland noch jeder Forderung Frankreichs nachgekommen, ist aus jedem "No" ein alternativloses "Yes We Pay" geworden. So lange das so ist, ist diese "Dominanz" für mich nichts weiter als eine politsche Finte um DE weiter in der Zahlerrolle zu halten. "Führung", wie so oft gefordert, wird nur im Monetären Bereich gewünscht.
Die Punnkte 1 bis 5 würden auch ohne EU-Spardiktatur funktionieren und ohne zentralistische Struktur, die von Brüssel geleitet wird. Glauben Sie, die in Brüssel wissen, was für die Niederbayer gut ist oder für die Catalanen oder für die Calabresen? Alle von Ihnen genannten Punkte sind auch ohne EU-Moloch umsetzbar, man muss es nur wollen. Aber eine ausgeglichene Machstruktur in EU ist nich im Interesse der Feudalherren.
Und wann haben die Norweger in Sachsen Öl gefunden?