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Entscheidung der Gläubiger: Schlecker wird zerschlagen

DPASchlecker hat in Deutschland keine Zukunft mehr. Die Gläubiger der Drogeriekette haben nach Angaben des Insolvenzverwalters für die Abwicklung des Unternehmens gestimmt.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...836435,00.html
  1. #100

    Zitat von Werner M. Beitrag anzeigen
    Zum anderen sind die Unternehmen, die genossenschaftlich geführt über längere Zeit erfolgreich, oder auch nur unabhängig existent sind, weltweit (und systemunabhängig) rar gesäet.
    Bei den deutschen Genossenschaftsbanken klappt das aber ganz gut.
  2. #101

    Das überzeugt natürlich:

    Zitat von masc672 Beitrag anzeigen
    Was machen Sie mit Betrieben von 5 oder weniger Leuten? Soll sich da der Staat auch drum kümmern?
    Weil sich der Staat um Kleinbetriebe mit 5 Leuten nicht kümmert, muss er's bei Großbetrieben mit 12.000 Leuten auch nicht. Zuweilen macht er's aber doch. Und irgendein Grund, warum er's hier macht und dort nicht, lässt sich ja immer finden bzw. vorschieben. Schade nur, dass dem Staat und namentlich der FDP gerade bei den sozial Schwächsten nichts einfällt. Merke daher: Schwäche ist kein Grund zur Hilfe! Wo käme man da hin?
  3. #102

    Zitat von Maynemeinung Beitrag anzeigen
    Banken wurden einige mit Staatsgeld gerettet, weil man weitreichende Folgen fürchtete. Wenn es gut geht (Beispiel Commerzbank), macht der Steuerzahler dabei ein gutes Geschäft.
    Jeder rettet seine eigene Klientel. Zur Klientel der FDP zählen nun mal keine Schlecker-Verkäuferinnen, aber die Finanzindustrie. Für die Rettungsschirme zugunsten der Finanzindustrie bürgten auch die Schlecker-Verkäuferinnen, umgekehrt ist da nichts drin. Dafür sind hunderte Milliarden in Ordnung, am Beispiel der Verkäuferinnen kann man dann umso besser zeigen, dass man den eigenen Prinzipien treu ist.
  4. #103

    Jupp.

    Zitat von eisfach Beitrag anzeigen
    Bei den deutschen Genossenschaftsbanken klappt das aber ganz gut.
    Allerdings gehören die nicht den Mitarbeitern, sondern den Mitgliedern (die an der Bank mit eigenem Kapital und ggf. zusätzlichen Haftungsrisiken) beteiligt sind.

    Zum anderen sind natürlich auch MA-geführte Modelle denkbar. Viele Start-Ups beginnen so, und einige wachsen auch konsequent so weiter (auch wenn MA der 1. Stunde systembedingt einen wesentlich größeren Anteil haben). In der Regel überleben solche Modelle aber die erste größere Krise (Konjunktur, neue Konkurrenz, veraltete Angebotspalette,...) nicht - was z.B. im Rahmen eines Buy-Outs nicht unbedingt zum Nachteil der MA sein muss.

    Allerdings ist der "körpernahe Einzelhandel" nicht gerade ein günstiges Feld für derartige Organisationen.
  5. #104

    Zitat von wabalu Beitrag anzeigen
    so ist der Kapitalismus oder der freie Wettbewerb. Aber immer noch besser wie eine Einheitsdrogerie, bei der man nichts kaufen kann oder auf Bückware angewiesen ist.
    Es müssen nur noch zwei rausgekegelt werden, dann haben Sie die Einheitsdrogerie. Wen möchten Sie denn gerne behalten, Rossmann, DM oder Müller?

    Egal, wer übrig bleibt, dessen Regale sind dann zwar nicht leer, aber der entscheidet allein, was er Ihnen zum Kauf anbietet.
  6. #105

    Bei ihnen geht die Sonne wohl im Westen auf?

    Zitat von MütterchenMüh Beitrag anzeigen
    Die ehemaligen Mitarbeiter von Schlecker werden hoffentlich nicht vergessen wem sie letztendlich den Verlust ihres Arbeitsplatzes zu verdanken haben haben und werden konsequenterweise ihren Verdi-Mitgliedsausweis zurückgeben.

    Dann sind wir jetzt alle mal gespannt, wen Verdi sich als nächstes Opfer ausguckt.
    Wer hat die Firma ruiniert und damit die Arbeitsplätze vernichtet?
    Das hervorragende Management von Anton Schlecker oder Verdi?
    Zurückhaltend ausgedrückt ist ihre Stellungsnahme realitätsverweigernde Tatsachenverdrehung.
  7. #106

    Weil Sie es offensichtlich besser wissen,

    Zitat von n.holgerson Beitrag anzeigen
    Eigentümer? Ihr Vermögen? Müssten Sie nicht in der Einzahl sprechen? Der Eigentümer, sein Vermögen? Welche Rechtsform hatte denn das Unternehmen?

    Und wenn Sie die Rechtsform von Schlecker ermittelt haben, dann denken Sie nochmals über Ihre Vermutung "was schert mich.." nach...

    Es ist ja gerades andersherum. Schlecker ist doch der Prototyp für jeden Unternehmensberater! Weil man doch eindeutig sehen kann, private Haftung lohnt sich nicht. Weil das Risiko viel zu hoch ist und wenn der schlimmste Fall eintritt, man sich noch von Typen wie Ihnen "Vorträge anhören" muss...

    Ernsthaft, Schlecker hätte die Rechtsform viel früher ändern sollen. So wie es jeder Unternehmensberater i.d.R. empfiehlt. Er hätte heute ein viel größeres Vermögen. Und wie schon gesagt, alle Unternehmensberater in Deutschland danken den "einfachen" Menschen für ihre herablassenden Aussagen gegenüber Schlecker...

    Besser kann es für diese Branche ja gar nicht laufen. Weil man ja sieht, es wird eben nicht "belohnt" wenn man privat für seine Firma haftet. Der Spott und die Häme wären mit einer anderen Rechtsform (z.B. GmbH) nicht größer gewesen, aber man hätte wahrscheinlich mehr Vermögen in "Sicherheit" gehabt...

    Deshalb nochmals an alle, die sich wie kleine Kinder über das Scheitern von Schlecker so freuen und nur ab lästern. Ein Dank von allen Unternehmensberatern ist ihnen sicher. Eindrucksvoller kann man doch allen Unternehmern die noch privat haften gar nicht vorführen, was einen finanziell bzw. öffentlich erwartet, wenn es zum Schlimmsten kommt....

    Ich schreibe es gerne nochmals... Der "einfache" Mensch braucht solche Siege und feiert sie, ohne jeden Sinn und Verstand. Das so eine Häme und so ein Spott folgen haben wird, können solche Leute nicht erfassen...
    dann lästern Sie mal nicht so pauschal über die "Dummköpfe" hier ab sondern informieren uns doch mal, wie die Vermögensverhältnisse der Familie Schlecker sind. Nicht nur die von Anton Schlecker.
    So ein schlauer Mensch wie sie hält diesen scheinbar für so blöde, dass er nicht für diesen Fall vorgesorgt hat.
    Oder haften in einer Personengesellschaft Eheleute und Kinder für die Schulden des Firmeneigners?
    Übrigens, ihre Äußerung:"Vorträge anhören" in ihrem langen Sermon soll wohl ein Witz sein. Ist allerdings kein sehr guter.
  8. #107

    234234

    Zitat von wabalu Beitrag anzeigen
    ..........................wer bei Schlecker arbeitete, bekam einen anständigen Lohn gezahlt und stand in einem sozialversichungspflichitgen Vollzeitjob. Im Gegensatz z.B. zur ach so sozialen DM-Kette, die auf 400 Euro-Basis die Leute beschäftigt!..............................
    Das entspricht meinen Informationen. Natürlich gibt es bei DM Festangestellte und bei Schlecker 44€-Kräfte, aber die Schwerpunkte sind anders gesetzt. Die Empfindung ist natürlich eine ganz andere, der Kontrollfreak gegen den sanften Antroposophen.
  9. #108

    Existenzkampf und Groessenwhn

    Zitat von DMenakker Beitrag anzeigen
    In Ehingen, als kleine Einzeldrogerie, die versucht gegen Rossmann und dm zu bestehen, wo sonst? Zeigen Sie mir EIN Unternehmen auf der Welt, welches Mitarbeitern gehört und langfristig erfolgreich ist und expandiert. Eines bitte!

    Jeder kleine Familienbetrieb ist ein Gutes Beispiel wie eine Gesellschaft funktionieren kann. Klar fuer den Kapitalismus ist das keine Loesung,
    denn in diesem Fall koennte auch Banken nicht endlos wachsen . Hier
    befinden wir uns in einem Teufelskreis , dessen Ring nicht Sie noch ich durchbrechen koennen.
    Wenn der Fortschritt seine Kinder Frisst, kann ich genauso mit der Revolution leben.
    Um Schaden abzuwenden,muessen Grossbetriebe auch vom Staat ge- wissenhaft geregelt werden, denn wenn es denen schlecht geht, wollen sie ja auch Geld vom Steurzahler .
  10. #109

    34535

    Zitat von eisfach Beitrag anzeigen
    Es müssen nur noch zwei rausgekegelt werden, dann haben Sie die Einheitsdrogerie. Wen möchten Sie denn gerne behalten, Rossmann, DM oder Müller?

    Egal, wer übrig bleibt, dessen Regale sind dann zwar nicht leer, aber der entscheidet allein, was er Ihnen zum Kauf anbietet.
    Die Theorie gibt es schon über hundert Jahre. Monopolkapitalismus oder SaMoKap und so´n Gedöns. Bisher haben sich immer Alternativen herausgebildet, notfalls bremst das Kartellamt. Die Einheitsdrogerie, die mir die Seife vorschreibt, sehe ich nicht.


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