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Entlassungsexpertin: "Immer Taschentücher dabeihaben"

Matthias JungGefeuert! Für Angestellte kann das der schwärzeste Tag ihres Lebens sein -Sophia von Rundstedt leitet ihn ein. Als Outplacement-Beraterin ist sie auf Kündigungen spezialisiert. Entlassene Mitarbeiter sind in ihrem Wortschatz "Botschaftsempfänger" - für Rundstedt ist das keine Floskel.

http://www.spiegel.de/karriere/beruf...837369,00.html
  1. #120

    in der haut des Chefs

    ich weiss aus eigener Erfahrung, dass Kuendigungsgespraeche zu den undankbarsten Aufgaben eines Chefs gehoeren. Das Ding ist, dass viele Chefs sich trotz entsprechender Fuehrungsseminare, wo genau die ganzen Binsenweissheiten besagter Dame vermittelt werden, dann dann beim Gespraech in Floskeln retten oder ewig herumschwafeln, bis sie mit der eigentlichen Botschaft rausruecken. Eher eine Folter fuer die hust' Botschaftsempfaenger.

    Wir haben Kuendigungsgesprache bis zum Erbrechen vor der Kamera trainiert mit all den bekannten Platitueden. Trotzdem war man dann am Tag X allein mit dem Mitarbeiter und in der Regel ein Vertreter des BR, der vorher informiert werden musste. Da wusste doch jeder Betroffene schon, was die Stunde geschlagen hatte und das beste war, das Gespraech mit der Hiobsbotschaft zu starten und einfach offen und ehrlich die Gruende zu benennen. es ist nicht schoen, aber es gibt nun mal Gruende fuer ein Entlassung, meist fachliche.

    Aber ich sags ganz ehrlich, die schlimmsten Kuendigungsgespraeche waren die, wo ich aus wirtschaftlichen Gruenden motivierte Leistungstraeger entlassen musste, obwohl ich gerne ein paar andere Faulenzer entlassen haette, aber das ging ja nicht, weil es ja nach Betriebszugehoerigkeit geht und nicht nach Leistung.

    Das diese Dame aber damit echt Geld verdient, nur weil den Chefs die Duese geht, finde ich laecherlich und die ganzen denglischen Begriffe auch, die betroffenen Mitarbeiter muessen sich doch verarscht vorkommen.
  2. #121

    Zyniker? Verstehe ich nicht so wirklich

    Hier lassen viele Ihren Unmut über Erlebtes aus.
    Ich arbeite bei einer Firma, die ihren Mitarbeitern mit so einer Beratung etwas zusätzliches zu Bargeld anbietet. Meine Kollegen nutz(t)en das Angebot bisher immer und ich höre nix nachteiliges.
    Es steht ja nicht im Artikle, dass die Frau, so wie Georg Clooney Menschen feuert. Das wird hier behauptet und stimmt trotzdem nicht.
    Ich bin nun 47 Jahre alt und seit 3 Jahren im Unternehmen in der Entwicklung beschäftigt. In meinem Berufsleben bin ich einmal gekündigt worden, mein Chef sagte "betriebsbedingt". Glaube ich bis heute nicht. Aber die Agentur für Arbeit hat mir nullo geholfen, das ging dann alles über eigens Mühen und Kontakte zu Berufskollegen (auch ehemalige), Bekannte etc.

    Ausserdem ist doch egal, wie das hier heißt. Raus aus einem Job, rein in einen anderen Job - heißt doch Outplacement, oder sehe ich dass falsch?
    Zyniker sind doch die hier, die meinen, dass hier unanständig Geld verdient wird. Wie oft bewerben wir uns im Leben? ich musste und wollte das bisher 4 mal. nach 23 Berufsjahren also alle 5-6 Jahre. Gern enehme ich da einen Profi an die Seite, wie im Fitnessstudio den Trainer, um keine Fehler zu machen. Unbedingt dann, wenn mein Arbeitgeber mir das auch noch zusätzlich anbietet.
    Ich finde die Dame gut, kenn sie nicht aber wenn das so lange schon existiert, dann muss dann schon was gutes sein.
    Ach so, noch ein Satz zu meinen Kollegen: das waren alles Verdiener zwischen 34.000 - ca. 70.000 Euro - also nicht nur die Elte der deutschen Wirtschaft.
  3. #122

    Zitat von longdonglarry Beitrag anzeigen
    Das diese Dame aber damit echt Geld verdient, nur weil den Chefs die Duese geht, finde ich laecherlich und die ganzen denglischen Begriffe auch, die betroffenen Mitarbeiter muessen sich doch verarscht vorkommen.
    Ich stimme zu, dass der Chef als letztendlich Verantwortlicher dabei sein muss, und auch klar ist: Es ist seine Entscheidung und er steht auch dazu. Mitarbeiter merken auch, wenn sich Chefs vor solchen Dingen drücken. Übrigens sollte auch ein Berater darauf achten, dass er in seiner Rolle bleibt und sich nicht Dinge aufdrücken lässt, die originär durch das Management durchzuführen sind.

    Trotzdem leistet ein Outplacement-Berater ja i.d.R. mehr als nur die Botschaft zu überbringen, und da kommt jeder Chef zeitlich an eine Grenze. So gesehen kann es schon Szenarien geben, wo der Einsatz sinnvoll ist.
  4. #123

    Sie haben recht

    Zitat von grpauly21 Beitrag anzeigen
    Hier lassen viele Ihren Unmut über Erlebtes aus.
    Ich arbeite bei einer Firma, die ihren Mitarbeitern mit so einer Beratung etwas zusätzliches zu Bargeld anbietet. Meine Kollegen nutz(t)en das Angebot bisher immer und ich höre nix nachteiliges.
    Es steht ja nicht im Artikle, dass die Frau, so wie Georg Clooney Menschen feuert. Das wird hier behauptet und stimmt trotzdem nicht.
    Ich bin nun 47 Jahre alt und seit 3 Jahren im Unternehmen in der Entwicklung beschäftigt. In meinem Berufsleben bin ich einmal gekündigt worden, mein Chef sagte "betriebsbedingt". Glaube ich bis heute nicht. Aber die Agentur für Arbeit hat mir nullo geholfen, das ging dann alles über eigens Mühen und Kontakte zu Berufskollegen (auch ehemalige), Bekannte etc.

    Ausserdem ist doch egal, wie das hier heißt. Raus aus einem Job, rein in einen anderen Job - heißt doch Outplacement, oder sehe ich dass falsch?
    Zyniker sind doch die hier, die meinen, dass hier unanständig Geld verdient wird. Wie oft bewerben wir uns im Leben? ich musste und wollte das bisher 4 mal. nach 23 Berufsjahren also alle 5-6 Jahre. Gern enehme ich da einen Profi an die Seite, wie im Fitnessstudio den Trainer, um keine Fehler zu machen. Unbedingt dann, wenn mein Arbeitgeber mir das auch noch zusätzlich anbietet.
    Ich finde die Dame gut, kenn sie nicht aber wenn das so lange schon existiert, dann muss dann schon was gutes sein.
    Ach so, noch ein Satz zu meinen Kollegen: das waren alles Verdiener zwischen 34.000 - ca. 70.000 Euro - also nicht nur die Elte der deutschen Wirtschaft.
    Kündigungen gehören zum Berufsleben und sind normalerweise auch nicht der Untergang. Vielen meiner Freunde wurde schon einmal gekündet, sprich sie wurden gefeuert. So auch mir. Alle haben wieder einen Job gefunden, so auch ich. Gut, ich lebe in der Schweiz, da kann einem viel einfacher gekündigt werden als in Deutschland, dafür ist auch die staatliche Unterstützung ziemlich grosszügig. Zudem gibt es auch staatlich finanzierte Kurse, die genau das vermitteln, was diese Dame hier macht. Und ich kann nur sagen, diese Kurse sind hervorragend. Mir auf jedenfall hat dieser Kurs viel gebracht. Von daher gesehen haben diese Outplacement-Firmen ihre Berechtigung. Das wichtigste im Arbeitsleben ist nicht, dass einem nicht gekündigt werden kann, sondern dass man innerhalb von nützlicher Frist einen neuen Job findet. Und wenn solche Outplacement Firmen dazu einen Beitrag leisten können, dann ist der Zweck erfüllt.
  5. #124

    Radio-Interview

    hier ein Radio-Interview dazu auf Antenne Bayern:

    http://www.vblp-outplacement.de/home/infos/presse.html


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