DPARi Yong galt als Hardliner der alten nordkoreanischen Garde, eine feste Größe in Armee und Partei. Um so überraschender kommt nun seine Entlassung. Musste er für einen blamablen Fehler büßen? Oder stand er Reformen im Weg? So viel scheint klar: Es weht ein wenig neuer Wind in Pjöngjang.
http://www.spiegel.de/politik/auslan...844672,00.html
Säuberungen bei Machtwechseln in stalinistischen Diktaturen sind nichts ungewöhnliches und wozu hungernde Menschen in der Lage sind sieht man z.B. an der frz. Revolution.
In Nordkorea herrscht seit Jahrzehnten Sozialismus in Reinstform. Es gibt keinen Kapitalismus, kein Eigentum, alle sind gleich wohlhabend. Und über diesen paradiesischen Zustand wacht eine paternalistische Elite, die mittlerweile steinalt ist.
Bin gespannt, ob aus dieser real-existierenden sozialistischen Hölle, jetzt ein sozialistisches Fegefeuer wird?
- s. die Berichte aus den Straflagern - herrschen wg. der Armut und des Hungers solche Spannungen in dem Land, daß die Veränderungen nur mikroskopisch und im Wechselschritt geschehen können. Eigentlich keine Rätsel.
Der Kommunismus konnte nicht gewinnen - aber der Kapitalimus hat keinesfalls gesiegt. Er ist nämlich gerade dabei, an seiner Gier zu ersticken! Oder welche Folgen werden die Banken- und Eurokrise haben?
Der Kapitalimus hatte immer Angst vor dem Sozialismus. Als dieser niederging verloren die Kapitalisten ihre letzten Hemmungen.
Der Kapitalismus hat gar nichts, auch keine Angst. Er existiert in dieser simplen Form gar nicht. Er ist ein Schlagwort innerhalb einer Vielzahl von Beschreibungsweisen einer komplexen Realität. Der Begriff ist nicht völlig sinnlos, man kann Muster und Kausalitäten (oft zu Gesetzmäßigkeiten überhöht) finden. Aber "den Kapitalismus", als bewußt handelnde Einheit oder designte Gesellschaftsordnung, gibt es nicht. Das ist ungefähr so, als ob die französische Küche, der Islam oder die Wissenschaft etwas "will", nämlich Unfug. Es ist ein beliebter Irrtum, daß sich aus einer Kollektivdefinition, also einer gemeinsamen Eigenschaft, ein einheitlicher oder gar übergeordneter Wille ergibt.
Der Kommunismus ist auch ein Kapitalismus ein "Staatskapitalismus". Nur dass im Gegensatz zum "Privatkapitalismus" Politfunktionäre an den Schalthebeln der Macht sitzen. Beide Systeme sind zwei Seiten der gleichen Medaille und das Eine ist sowenig überlebensfähig wie das andere!